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Jazzkeller: Für Stehplätze, Thekensitzplätze und Sitzstufen ist keine Reservierung erforderlich. Stehplätze stehen immer zur Verfügung.
Der ermäßigte Preis gilt für Clubmitglieder, Schüler und Studenten.

04. Mai
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Sinti Swing
Gismo Graf Trio
Gismo Graf (g), Joschi Graf (g), Davide Petrocca (b)
Gismo Graf
Gismo Graf

Er gilt als Shootingstar des Gypsy Jazz. Sein Ziel: zu beweisen, dass „seine“ Musik weit mehr sein kann, als nur eine Erscheinung am Rande des großen Jazz-Feldes. Es liegt auf der Hand, dass sich Gismo Graf aus Stuttgart der Tradition Django Reinhardts verpflichtet fühlt. Aber der 24-Jährige wagt ganz bewusst den Schritt über den Horizont des Normierten hinaus, realisiert pausenlos neue Ideen und verarbeitet Einflüsse des Pop, des Rock, des Blues, des Bossa Nova, der Klassik und des Swing in seinen ausdrucksstarken Eigenkompositionen zu einem neuen, grenzüberschreitenden Stil. Sein erklärtes Ziel: einfach anders zu klingen als die zahllosen Gitarrenzupfer des Genres, authentisch zu bleiben und sein Publikum zu jeder Sekunde eines Konzertes mit seiner überbordenden Virtuosität und seinem umwerfenden Charme zu überraschen. Dass Gismo Graf dies bei jedem Konzert, bei jeder CD-Aufnahme vortrefflich gelingt, bescheinigen ihm seit Jahren restlos begeisterte Zuhörer und Kritiker. Begleitet wird der Saitenhexer von seinem Vater und Mentor Joschi Graf, der an der Rhythmusgitarre durch sein exaktes Timing besticht und einigen Stücken mit seiner schönen warmen Stimme den Feinschliff verleiht, sowie dem auch im „Birdland“ bestens bekannten Tieftöner Davide Petrocca am Kontrabass.

Aktuelles Album:
Live – MVH Music 8069615
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05. Mai
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream, Modern
Enrico Pieranunzi Quartet feat. Seamus Blake
„New Spring“
Enrico Pieranunzi (p), Seamus Blake (ts), Luca Bulgarelli (b), Mauro Geggio (dr)
Enrico Pieranunzi
Enrico Pieranunzi

Non visto a lungo, Signor Pieranunzi! Immerhin ist es beinahe schon acht Jahre her, dass Europas nachweislich bedeutendster Pianist des Modern Jazz zuletzt dem „Birdland“ in Neuburg seine Aufwartung gemacht hatte. Damals (mit dem Altsaxofonisten Rosario Giuliani) wie heute sucht Enrico Pieranunzi die Herausforderung, sich an den besten Instrumentalisten der Welt zu reiben und aus dem dabei entstehenden Funkenflug großartige, unvergessliche Musik herauszufiltern. Inzwischen 68 Jahre alt und drei Mal mit dem „Django D’Or“ als bester europäischer Jazzmusiker oder dem Jazz-Echo dekoriert, besticht der gebürtige Römer – übrigens auch der Pionier der Jazz-Klassik-Reihe bei den Neuburger Barockkonzerten – mit seinem coolen und dennoch warmen Klavierspiel, das vor Erfindungsreichtum nur so strotzt, sowie seiner ungeheuren rhythmischen und harmonischen Raffinesse. Für sein aktuelles Projekt, „New Spring“ sicherte sich Pieranunzi die Dienste des New Yorker Ausnahmesaxofonisten Seamus Blake. Die beiden Klangmaler werden von zwei langjährigen Partnern Pieranunzis, dem Bassisten Luca Bulgarelli und dem Schlagzeuger Mauro Beggio, begleitet. Vier Musiker, bei denen der instrumentale Funkenflug unter Garantie zu einer heftigen kreativen Entladung führen wird.

Aktuelles Album:
Ménage À Trois – Bonsai Music BON160901
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11. Mai
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Swing
Allotria Jazz Band
Rainer Sander (cl, as), Colin T. Dawson (tp, voc), Andrey Lobanov (tp), Mathias Götz (tb), Thilo Wagner (p), Gregor Beck (dr), Peter Cischeck (b)
Allotria Jazzband
Allotria Jazzband

„The Fine Notes of Classic Jazz“: So lautet das Credo der Allotria Jazzband aus München. Ein hehrer Vorsatz, den sich die Mannen um Bandleader Rainer Sander seit 48 Jahren auf ihre Fahnen geschrieben haben. Aus dem Griechischen übersetzt, bedeutet „allotrios“ so viel wie „sonderbar, fremdartig“. Der Bayer würde dies „Schmarrn“ nennen. Und der des Englischen Kundige „All that jazz!“. Was im Prinzip wie die Faust aufs Auge passt, leitet sich in Wirklichkeit von dem berühmten Münchner Jazzlokal „Allotria“ ab, das von den 1960er bis in die 1990er Jahre die weißblaue Landeshauptstadt regelmäßig mit Live-Jazz versorgte und in dem die swingenden Gentlemen lange Zeit als Hausband fungierten. Aus der dienenden Rolle für große Stars entwickelte sich rasch eine eigenständige Popularität. Mit ihrer ebenso temperamentvollen wie virtuos kredenzten Rezeptur aus Dixieland und Swing mauserte sich die kleine Big Band aus der Maxvorstadt nach Tourneen in die USA und Kanada zu Deutschlands Exportschlager in Sachen „Classic Jazz“. Ein Ruf, der verpflichtet: Auch 2018 swingen die Allotrias frisch und ohne Reibungsverluste weiter. Mit neuem Programm, prominenter Besetzung, im Norden wie im Süden der Republik.

Aktuelles Album:
All In – Elite Special ES 73807
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12. Mai
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream
Joe Haider Trio
Joe Haider (p), Raffaele Bossard (b), Dominic Egli (dr)
Art of Piano 200
Joe Haider
Joe Haider

Kinder, wie die Zeit vergeht! Als 1991 der amerikanische Pianist Larry Porter im Hofapothekenkeller die Veranstaltungsreihe „Art Of Piano“ eröffnete, konnte niemand ahnen, dass sie sich wie ein stabiles Kontinuum durch die folgenden 27 bewegten Jahre des „Birdland“-Jazzclubs ziehen würde. In dieser Zeit kamen unter diesem Signum Namen nach Neuburg, die einen Teil der Jazzgeschichte repräsentieren: Tommy Flanagan etwa, Kenny Barron, Brad Mehldau, Diana Krall, Michel Petrucciani, Dave Brubeck, Esbjörn Svensson, Monty Alexander, Ahmad Jamal, Geri Allen, Aki Takase, Ray Bryant, Tete Montoliu, Martial Solal, Benny Green, Marc Copland, Mal Waldron, Randy Weston, Mose Allison, Jason Moran oder 2007 zum Hundertsten Don Friedman. Dass das 200. „Art Of Piano“-Konzert in das Jahr des 60. Gründungsjubiläums des Vereins fällt, mag eine Fügung des Schicksals sein, zeigt sie doch, dass auch 2018 Qualität und außergewöhnliche Besetzungsformen den Ruf des „Birdlands“ als einen der wichtigsten Jazzclubs Europas tragen. Mit Joe Haider fällt einem Piano-Urgestein die Ehre zu, diesen besonderen Geburtstag zusammen mit seinen jungen Partnern Raffaele Bossard und Claudio Strüby zu zelebrieren. Ein Fest, das man auf keinen Fall versäumen sollte!

Aktuelles Album:
Back To The Roots (Joe Haider Orchestra) – Double Moon DMCHR 71190/Challenge
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19. Mai
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream
Scott Hamilton European Quartet
Scott Hamilton (ts), Charly Antolini (dr), André Weiss (p), Joel Locher (b)
Scott Hamilton
Scott Hamilton

Bis dato gastierte der amerikanische Wunder-Tenorsaxofonist Scott Hamilton nur als Sidekick seines Trompetenfreundes Dusko Goykovich (September 2014) oder als gleichberechtigter Partner des deutschen Pianisten Olaf Polnziehn (September 2016) im „Birdland“. Dass der 63 Jahre alt gewordene Hotblower, den viele als den legitimen Nachfolger solcher Sax-Giganten wie Coleman Hawkins oder Ben Webster bezeichnen, nun mit seinem eigenen, rein aus europäischen Musikern bestehenden Quartett in Neuburg aufkreuzt, hat seinen guten Grund. Denn der Gentleman will gerade in Zeiten, in denen alles zwanghaft anders, hip und neu klingen muss, ein klares und überzeugendes Plädoyer für die Schönheit, Kraft und Eleganz des „alten“ Jazz dagegenstellen. Mit seiner Erfahrung muss das einfach gelingen: In vier Jahrzehnten im Business zog er unter anderem gemeinsam mit Roy Eldridge, Gerry Mulligan, Charlie Byrd, Red Norvo oder Benny Goodman am selben musikalischen Strang. Der mit reichem Ideenfluss und enormer Gestaltungskraft gesegnete Tenorist gilt als Meister der Balladen. Mit bärenstarken Partnern der Schweizer Drum-Ikone Charly Antolini sowie dem Pianisten André Weiss und dem Bassisten Joel Lochner bastelt Scott Hamilton erfolgreich an einer Rehabilitation eines zu Unrecht aus der Mode geratenen Zaubers.

Aktuelles Album:
The Shadow Of Your Smile – Discmedi
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25. Mai
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream, Modern
Gary Smulyan – Ralph Moore Encounter Quintet
Ralph Moore (ts), Gary Smulyan (bs), Olivier Hutman (p), Stephan Kurmann (b), Bernd Reiter (dr)
Gary Smulyan
Gary Smulyan

Ein Baritonsaxofon in natura zu hören, seine ganze Urgewalt, seinen vibrierenden, sonoren Sound zu spüren, das gehört selbst in einem Jazzclub wie dem Neuburger „Birdland“ eher zu den Ausnahmen. Eingefleischte Fans erinnern sich noch an einen der letzten Auftritte des legendären Gary Mulligan 1993. Ansonsten lässt sich die Zahl der Baritonsaxofonisten, die seither dort auf die Bühne gingen, an einer Hand abzählen. Gary Smulyan gehört noch nicht dazu, obwohl ihn das Fachmagazin „Down Beat“ regelmäßig an die Spitze der Instrumenten-Rangliste wählt. Im Laufe seiner Karriere ließ der 62-Jährige sein Horn bei Woody Herman, Dizzy Gillespie, Stan Getz, Chick Corea, Ray Charles, B.B. King oder Diana Ross brummen. Er und der grandiose, aus London stammende und heute in New York lebende Tenorsaxofonist Ralph Moore (Horace Silver, Kenny Barron, Ray Brown, Roy Haynes) stellen ihr aktuelles Programm unter das Motto eines absoluten Jazz-Klassikers: „Encounter“ hieß das Album, das Bariton-König Pepper Adams mit Tenor-Kaiser Zoot Sims sowie Tommy Flanagan, Ron Carter und Elvin Jones einspielte. Die Rollen der drei Letztgenannten übernehmen diesmal Olivier Hutman, Stephan Kurmann und Neuburg-Stammgast Bernd Reiter, allesamt exzellente Instrumentalisten aus der ersten Liga des europäischen Jazz.

Aktuelles Album:
Alternative Contrafacts (Smulyan) – Steeplechase SCCD 31844
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26. Mai
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Swing
Echoes of Swing
Colin T. Dawson (tp, voc), Chris Hopkins (as), Bernd Lhotzky (p), Oliver Mewes (dr),
Echoes Of Swing
Echoes Of Swing

Echoes Of Swing gelten seit vielen Jahren als die erfolgreichste Erneuerungscombo des traditionellen Jazz. Kaum einer anderen Formation gelang es im Laufe der Nuller-Jahre, überlieferte Spielformen des Dixieland- und Oldtime-Jazz sowie des Swing derart würde- und kunstvoll aufzubereiten, ohne dabei oberflächlich, banal oder gar angestaubt zu klingen. Das aktuelle Projekt des Trompeters Colin Dawson, des Altsaxofonisten Chris Hopkins, des Pianisten Bernd Lhotzky und des Schlagzeugers Oliver Mewes widmet sich unter anderem Stücken von Sidney Bechet, Duke Ellington und Coleman Hawkins, die die vier mit Fantasie in ihr spezielles Bandformat übertragen. Gleichzeitig haben die „Echoes“ etliche eigene Kompositionen behutsam und gut gelaunt in die Spielarten der Vergangenheit übersetzt. Die Zeitreisen des Quartetts führen in den Charleston und Jump, in den Jungle-Swing und Soul-Jazz. Viele liebevolle Details und ironische Brechungen halten die Aufmerksamkeit jedes Zuhörers gespannt. Dieses Bandkonzept hat auch nach über 20 Jahren nichts von seinem Witz verloren. Wer die „alte“ Musik frisch restauriert erleben und Nostalgie neu definieren möchte, der sollte sich diesen Abend unbedingt rot im Kalender anstreichen.

Aktuelles Album:
Travelinʼ – ACT 9104-2/Edel Kultur
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01. Jun
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream, Modern
The Cookers
Billy Harper (ts), Eddie Henderson (tp), Donald Harrison (as), David Weiss (tp), Danny Grissett (p), Cecil McBee (b), Billy Hart (dr)
Billy Harper
Billy Harper

Im Hardbop der 1960er Jahre war beinahe jeder auf irgendeine Weise ein Cooker. Lee Morgan und Freddie Hubbard zogen sogar für eine denkwürdige Platte die Kochmütze auf. Kein Album spiegelt den unverwechselbaren Reiz des Hardbop, diese feurig-elektrisierende Mischung aus intensivem Swing, pechschwarzem Soul, erdigem Blues und elegischem Gospel besser wider, als das legendäre Blue Note-Meisterwerk „The Night Of The Cookers“ von 1965, auf dem die beiden Meistertrompeter im Brooklyner Club „La Marchal“ für ein Jahrhundertduell die Klingen kreuzten. Exakt an diese Intensität und Magie knüpft die Allstarband The Cookers über 50 Jahre später an. Zwischen den originalen Cookers mit dem Tandem Morgan/Hubbard und jenen musikkulinarischen Chefs des 21. Jahrhunderts laufen gleich mehrere rote Fäden. Die aktuellen Köche Eddie Henderson, Billy Harper, Donald Harrison, Cecil McBee, Victor Lewis, Danny Grissett und David Weiss lernten ihr Handwerk allesamt bei Legenden wie Miles Davis, Sonny Rollins, Max Roach, Art Blakey, Horace Silver, Jackie McLean, Herbie Hancock, Wayne Shorter, Dizzy Gillespie oder Roy Haynes, die wiederum zur großen Blue Note-Familie gehörten. Inzwischen steht auch neben den Namen ihrer Erben das Prädikat „legendär“. Wer also auf das Original steht, für den bereiten die Cookers gerne ein grandioses, rattenscharfes, groovendes Menü zu. Wohl bekomm’s!

Aktuelles Album:
The Call Of The Wild And Peaceful Heart – Smoke Sessions SSR-1607/Harmonia Mundi
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