Aktuelle Presseberichte

Dime Notes | 30.11.2019
Donaukurier | Karl Leitner
 

Wann genau der Jazz sein Köpfchen aus der mit afrikanischen und europäischen Ingredienzien gewürzten Ursuppe aus Blues, Boogie und Rag herausstreckte, um sich selbstständig zu machen, ist nicht genau nachprüfbar. Die allererste offizielle Veröffentlichung unter dem Label „Jazz“ freilich datiert zurück auf das Jahr 1915. Das zumindest ist geschichtlich belegt. Der „Original Jelly Roll Blues“, aufgenommen von dem Pianisten Jelly Roll Morton, erblickte – selbstverständlich auf Schelllack – das Licht der Welt und der Siegeszug eines neuen Genres konnte beginnen.

Für die Dime Notes aus London, die sich vor allem auf den Sound der Zwanziger Jahre konzentrieren, steht Morton als Säulenheiliger seiner Zeit im Mittelpunkt. Seine Stücke und die seiner Zeitgenossen King Oliver, Jimmy Blythe, W.C.Handy und Red Nichols gilt es dem allmählichen Vergessen zu entreißen, behutsam mit neuen Arrangements zu versehen und dem Publikum im wieder einmal ausverkauften Birdland darzubieten. Und was aus den damaligen Musikmetropolen des Südens, aus New Orleans, Kansas City und St. Louis in die all die Juke Joints, Barrelhouses und Honky Tonks des Südens und die Dance Halls des Nordens schwappte, verfehlt auch heute seine Wirkung nicht.

Stücke wie „Alabama Bound“, „The Stratford Hunch“ oder „The Turtle Twist” waren schließlich so etwas wie der Pop jener Zeit, also allgegenwärtig, zum Tanzen gedacht oder zur allgemeinen Untermalung sonstiger samstäglicher Vergnügungen. Und auch heute noch juckt es in den Beinen, wenn man diese Stücke hört – auch wenn sie mittlerweile unter der Bezeichnung „Vintage Jazz“ laufen.

Die Dime Notes machen ihre Sache aber auch ausnehmend gut. Andrew Oliver ist ein ausgezeichneter Boogie-, Stride- und Barrelhouse-Pianist, David Horniblow verfügt über das unverzichtbare Timbre auf der Klarinette, Dave Kelbie spielt – anderweitige perkussive Unterstützung ist ja nicht vorgesehen – stoisch seine Rhythmusgitarre und Louis Tho-mas hält mit dem Kontrabass den ganzen Laden zusammen.

Was man im Birdland gut zwei Stunden lang zu hören bekommt, mag für heutige Ohren vielleicht altmodisch klingen, doch die Band, die das Auditorium an diesem Abend einlädt zur Exkursion zur Wiege des Jazz, versprüht enormen Charme und die Musik macht dermaßen gute Laune, dass es am Ende unter nicht unter zwei Zugaben abgeht. Es ist fast ein klein wenig so, als stöberte man in alten Truhen und Kommoden, förderte fast vergessene Kleidungsstücke zutage und käme zu der Erkenntnis: Was gab es doch früher für hochwertige, originelle und wunderschöne Sachen! Man reinigt sie behutsam, hängt sie raus auf die Leine, damit sie nachher gut duften, und erfreut sich jedes Mal, wenn man ihrer ansichtig wird. Genau das machen die Dime Notes mit den altehrwürdigen Stücken. Und nachdem der Staub der Jahre weggeblasen ist, bekommen sie einen Ehrenplatz. Ganz genau!


Dime Notes | 30.11.2019
Neuburger Rundschau | Dr. Tobias Böcker
 

So hat es wohl geklungen in den Bordellen und Kaschemmen von Storyville. Vor ziemlich genau hundert Jahren waren im berühmt-berüchtigten Rotlichtviertel von New Orleans die ersten Töne einer Musik zu hören, die später den ganzen Erdball eroberte: Jazz! Die Dime Notes vermittelten im Neuburg Birdland Jazzclub einen ebenso lebendigen wie unterhaltsamen Eindruck von der guten alten Zeit. Wobei: Ob die Zeiten wirklich gut waren? Für diejenigen, die für ihr Vergnügen die eine oder andere Dime Note, also einen Zehndollarschein, viel Geld damals, hinblättern konnten, sicher. Für die, die für das Vergnügen sorgten, wohl weniger. Reich geworden ist jedenfalls kaum einer der Jazzmusiker der ersten Stunden, die meisten konnten gerade mal den Kopf rausstrecken aus den prekären Verhältnissen, in denen sie aufgewachsen waren: Buddy Bolton z.B., der Powerbläser auf dem Kornett, der schon 1907 in der Psychiatrie landete, wo er auch starb. Oder Bix Beiderbecke, den der Alkohol weit vor der Zeit dahinraffte. Einem der ganz Großen dieser Zeit widmeten sich die vier Early Jazz Spezialisten der Dime Notes ganz besonders: Jelly Roll Morton, einem der bedeutendsten Pioniere des Jazz, der sich später sogar als dessen eigentlichen Erfinder stilisierte.

In den frühen Tagen des Jazz spielte neben der Trompete und der Posaune die Klarinette eine herausragende Rolle als hochvirtuoses Instrument, zuständig für sprudenlnde Vitalität und geradezu barocke Verzierungen. Johnny Dodds, Jimmie Noone oder Sidney Bechet seinen stellvertretend genannt. David Horniblow hat sich hundert Jahre später dem Sound der frühen Tage mit Haut und Haar verschrieben, brillierte im Birdland mit zahlreichen Pretiosen aus den frühen 20ern, dem „Stockholm Stomp“, Jelly Roll Mortons Erkennungsmelodie „Alabama Bound“, Beiderbeckes „Camel Walk“, dem „El Dorado Shuffle“ und was sonst noch ausgegraben wurde aus den Archiven der Prä-Swing-Ära. Angeführt von Horniblows Klarinette und begleitet von einer phänomenal swingenden Band, am Piano Andrew Oliver, am Bass Louis Thomas und an der Rhythmusgitarre Dave Kelby, zelebrierten die Dime Notes ihre Musik in höchstmöglicher Authentizität. In heutigen Zeiten ein ungetrübtes Vergnügen für alle!


Valery Ponomarev Quintet | 29.11.2019
Neuburger Rundschau | Thomas Eder
 

Er war gerade 30 Jahre alt, als es dem Trompeter Valery Ponomarev in Moskau musikalisch zu eng wurde und er in die USA, in das Land seiner Jazzheroes, auswanderte. Kaum angekommen, holte ihn alsbald Art Blakey für ein halbes Jahrzehnt zu seinen Jazzmessengers, aus deren Programm an diesem Abend reichlich geschöpft wurde. Er trat damit in die Fußstapfen von so berühmten Trompetern wie Lee Morgan oder Freddie Hubbard, was für den bis dahin in der amerikanischen Szene eher unbekannten Ponomarev einem Ritterschlag gleichkam.

Letzten Freitag stand die großväterlich wirkende Hardbop-Ikone im Birdland Neuburg auf Deutschland‘s bedeutendster Jazzbühne und ließ mit jedem Ton die Mäuse tanzen. Selbst wenn sich die Themen mal in ruhigeren Wassern bewegten, tauchten seine Soli auf wie unverhoffte Stromschnellen und rissen einen mit und manchmal fast vom Stuhl. Für einen 76-jährigen hat er noch mächtig Dampf abzulassen und „Blues for Two“, oder „Not Far at All“ aus dem Art Blakey-Repertoire waren hierfür die besten Beweise.

Ihm zur Seite stand Tenorsaxophonist Fabio Devigili, ein junges Talent, das sich in seiner österreichischen Heimat schön langsam in die oberen Etagen spielt und in Neuburg mit der Ballade „My Foolish Heart“ einen ersten imponierenden Fingerabdruck hinterließ. Ansonsten fochten die beiden Bläser, nachdem sie unisono die Themen vorstellten, jedesmal heiße Kämpfe aus. Bei „Gina‘s Cooking“ aus Ponomarev‘s Feder war offensichtlich, dass die Gute mit einer gehörigen Portion Chili gekocht haben muss. Einem Vulkanausbruch gleich brodelte die Musik von der Bühne.

Nach so viel verströmter Energie, war es eine Wohltat, als Pianist Lluis Capdevila im bläserfreien Trio mit einem etwas flotter gespieltem „Polka Dots and Moonbeams“ einen Ohrwurm zum Besten gab. Der Spanier und sein Kontrabass spielender Landsmann Ignasi González berührten mit dieser, von ungewöhnlichen Beats untermalten, geschmeidigen Interpretation, die Seelen der Zuschauer.

Und der Mann, der den Laden auf originellste Art zusammenhielt war der Schweizer Schlagzeuger Joris Dudli, ein punktgenauer und mit harten Schlägen agierender Taktgeber. Wenn sein Name im Programm auftaucht, kann man davon ausgehen, dass er mit einer hochkarätigen Powerband anreist.

Schade nur, dass Ponomarev nach jedem Solo und vor und nach jeder Ansage das Publikum zum Applaus oder rhythmischem Mitklatschen animieren wollte und dadurch eher das Gegenteil erreichte. Bei solch hochwertiger Musik wie an diesem Abend funktioniert das fachkundige Publikum im Birdland am besten ohne Animation. Trotzdem: ganz große Klasse!


Valerie Ponomarev Quintet | 29.11.2019
Donaukurier | Karl Leitner
 

„Our Father Who Art In Heaven“. So beginnt das Vater Unser im Englischen. „Our Father Who Art Blakey“. So heißt das aktuelle Album von Valery Ponomarev und seinem Quintet. Hinter dem Titel steckt mehr als nur ein originelles Wortspiel, denn für Ponomarev – in Moskau geboren und 1973 aus der damaligen Sowjetunion in die USA ausgewandert, als das offiziell noch gar nicht erlaubt war – sieht den berühmten Jazzdrummer Art Blakey, bei dessen Jazz Messengers er als erster Europäer überhaupt mitwirkte, als musikalische Vaterfigur an.

Dass er sein Programm „Art Forever“ nun im Birdland Jazzclub in Neuburg vorstellt, liegt aber auch daran, dass Blakey heuer seinen 100. Geburtstag feiern würde. Wer wäre prädestinierter dafür, dieses Ereignis mit einer Konzerttournee zur würdigen, als dessen einstiger Trompeter. Er tut das zusammen mit dem verlässlichen Schlagzeuger Joris Dudli, dem geschmeidigen Kontrabassisten Ignasi Gonsalez, dem eleganten Pianisten Lluis Capdevila und dem wieselflinken Tenorsaxofonisten Fabio Devigili. Ponomarev ist ein alter Fuchs, fürwahr. Wenn er seine lustbetonten Soli in den Saal schmettert und dabei ein klein wenig an Art Farmer erinnert, dann erkennt man sofort seine Klasse. Devigili freilich ist er eigentliche Star des Abends. Mit gerade mal 23 Jahren gibt er als Solist und als Ensemblespieler eine hervorragende Figur ab. Immer wieder fallen ihm spontan Girlanden und Pirouetten ein, die man so nie erwartet hätte, immer wieder meint man geradezu den Funkenflug optisch wahrzunehmen, sobald er richtig loslegt. Das hat Ponomarev ja wahrlich ein Riesentalent mit an Bord.

Der Bandleader ist nicht nur Strippenzieher hinter all dem, was auf der Bühne passiert, sondern auch Entertainer. In dieser Funktion hinterlässt er allerdings einen zwiespältigen Eindruck. Seine Marotte, mit dem Publikum seine Spielchen bezüglich der Qualität und des passenden Zeitpunkts der zu gewährenden Beifallsbezeugungen zu spielen, mag eine Zeitlang ganz originell sein, fängt aber irgendwann an, zu nerven. „Art Blakey hat immer gesagt, der Beifall sei das Brot des Musikers“, erzählt er. Das ist sicher richtig, aber muss man deswegen einen ganzen Abend lang ständig auf dem Thema herumreiten?

Gegen Ende des Konzerts schließt sich der Kreis auf unerwartete Weise. Nachdem es bislang nämlich fast ausschließlich um Kompositionen wie „Not Far At All“ und „Means Of Identification“ ging, um Stücke also, die Ponomarev einst für die Band Blakey’s geschrieben hat, endet der Auftritt mit einer Nummer aus der Feder Joris Dudli’s, die ausgerechnet „Art“ heißt. Dudli brachte diese superbe Komposition im Birdland bereits mit der Band Soul Chemistry zu Gehör, damals zusammen mit Vince Herring und Dave Kikoski. Man erkannte es sofort wieder. Sogar nach fast zwei Jahren. Qualität sorgt eben doch oft für ungeahnte Langzeitwirkung.


The Real Mob | 23.11.2019
Donaukurier | Karl Leitner
 

Es ist 22:05 Uhr. Die rote Lampe am Bühnenrand leuchtet auf. Wir sind auf Sendung. Die vierstündige Livesendung aus dem Birdland beginnt. Heute ist der letzte Abend des 9. Birdland Radio Jazzfestivals. Draußen vor der Tür stehen drei Übertragungswagen des Bayerischen Rundfunks, einer hat eine riesige Satellitenschüssel auf dem Dach. Das zweite Set des Konzerts mit „The Real Mob“ wird weltweit übertragen. Es gibt keine exakten Zahlen, aber man schätzt, dass so um die 100.000 Menschen an den Radiogeräten sitzen dürften.

Ein erstes Kurzset liegt bereits hinter uns. Bastian Rossmann (Schlagzeug), Damian Dalla Torre (Tenorsaxofon), Rudolf Stenzinger (Kontrabass) und Vassily Zaraysky (Klavier) benutzten es, um sich warmzuspielen. Als es schließlich ernst wird und Musiker und Publikum auf Sendung gehen, stehen die Regler auf „Volle Schubkraft“ und in den folgenden 55 Minuten erleben die Besucher im Saal eine energiegeladene Reise zurück in die Fifties und Sixties, als auf dem „Blue Note“-Label ein Meilenstein des Jazz nach dem anderen veröffentlicht wurde. Die soulgetränkten, groovenden, mit wunderschönen Melodien ausgestatteten Stücke aus jener Zeit haben es dem Quartett angetan, ganz speziell die Hard-bop-Kompositionen des Tenorsaxofonisten Hank Mobley (1930 – 1986).

Der Bandname „The Real Mob“ und das dazugehörige Album „Mobleysation“, das die Band ausführlich vorstellt, haben also gar nichts zu tun mit „Mob“ im Sinne von „gewaltbereiter Pöbel“, sondern ausschließlich mit vier exzellenten Musikern und ihrem großen Vorbild.
Im Verlauf dieser 55 Minuten, in die die Musiker schier alles legen, was sie drauf haben, läuft die Band immer mehr zu ganz großer Form auf. Wenn man richtig überlegt, macht sie eigentlich gar nichts Besonderes. Im Grunde covert sie ja nur. Aber wie sie das tut, mit welch enormer Leidenschaft, mit welchem Feuer, geschmackssicher und gleichzeitig technisch überragend – das hat schon was. Am Ende ist das rote Lämpchen zwar bereits erloschen, aber die Energie hält an und man will das Quartett einfach nicht von der Bühne lassen. Die beiden Zugaben kriegen dann nur noch die Leute im Saal mit.

„Unser kleiner Club hat zwar nur Platz für ungefähr 100 Leute, aber 100.000 können zuhören. Das ist optimal“, sagt Birdland-Chef Manfred Rehm. Tatsächlich schaffen das alljährliche Festival und vor allem die Liveübertragung, die nach dem Konzert noch mit aufgezeichneten Interviews, einer Gesprächsrunde und natürlich viel Musik von den anderen Konzerten bis zwei Uhr weitergeht, eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Für die Musiker, das Publikum, den Bayerischen Rundfunk, den Club in der Neuburger Altstadt und nicht zuletzt für die Stadt selbst, die durch das Festival weithin hörbare Werbung bekommt, ohne auch nur einen Cent dafür ausgeben zu müssen. – Die „Radio Jazznacht 2019“: Ein würdiger Abschluss des „9. Birdland Radio Jazz Festivals“ mit genau der richtigen Band zur richtigen Zeit am richtigen Ort.


Rolf Kühn „Yellow + Blue“ | 22.11.2019
Donaukurier | Karl Leitner
 

Am 29. September diesen Jahres feierte die Jazz-Ikone Rolf Kühn seinen 90. Geburtstag. Welch enormes Gewicht man ihm in der Geschichte des Jazz beimisst, mag man an drei Faktoren ablesen. Pünktlich zum Geburtstag wurde er von sämtlichen Jazz-Magazinen hierzulande mit umfangreichen Features gewürdigt, der TV-Sender 3sat strahlte eine große Dokumentation über ihn aus und das Plattenlabel MPS brachte ihm zu Ehren eine opulente Box mit neun LPs auf den Markt. Solches geschieht nur echten Stars. Rolf Kühn ist einer. Manche sagen ja, er sei der größte und wichtigste lebende Musiker des deutschen Jazz überhaupt.

Sobald Künstler etwas älter werden, neigen sie nicht selten dazu, sich auf die Wiedergabe ihrer „Greatest Hits“ zu beschränken. Genau das tut Rolf Kühn nicht. Der Mann ist nach wie vor hungrig, voller Abenteuerlust und ständig auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten, und zwar als Klarinettist, als Komponist und als Arrangeur. Mit sicht- und hörbarer Freude stellt er beim Konzert, das er anlässlich des 9. Birdland Radio Jazz Festivals in Neuburg gibt, die Stücke seiner aktuellen CD vor, die heißt wie seine Band, nämlich „Yellow + Blue“, Stücke wie „Train To Nowhere“ und „Impulse“, die vor Lebendigkeit nur so sprühen, die aber auch eine unglaubliche Coolness ausstrahlen. Prägnante Läufe, waghalsige Arrangements, lodernde Soli aber eben auch eine lässige Eleganz sind ihr Markenzeichen. Dazwischen schieben sich fragile Balladen wie „Angel Eyes“ und „Body And Soul“, manches wird suitenartig verknüpft, dann wieder dominieren Klangwolken die Szenerie. Was auch immer Kühn an diesem Abend vor ausverkauftem Haus tut, gelingt ihm perfekt. Nach jedem einzelnen Stück herrscht zuerst atemlose Stille im Auditorium, als müsse man erst einmal realisieren, dass man hier Zeuge eines wahrhaft denkwürdigen Augenblicks wird, dass hier gerade etwas höchst Außergewöhnliches passiert und man selber ist mitten drin. Dann erst bricht der Beifallssturm los.

Rolf Kühns Begleiter könnten seine Enkel und Urenkel sein. Frank Chastenier, der begnadete Pianist, der so lange musikalischer Leiter der WDR-Bigband war, der ungemein quirlig und optisch spektakulär zu Werke gehende Schlagzeuger und Perkussionist Tupac Mantilla, der aber doch gleichzeitig so herrlich feinfühlig spielt, um nur ja nicht allzu dominant zu wirken, und schließlich Lisa Wulff, die den Kontrabass klingen lässt, als wäre sie mit ihm auf Samtpfoten unterwegs. Auf diese drei kann Kühn sich blind verlassen kann. Sie folgen ihm treu und treiben ihn doch an, sie fordern ihn heraus und gehen doch mit ihm durch dick und dünn. Was für eine großartige Band, was für spannende, dynamische, mitreißende Musik von und mit einem Musiker, den man nur bewundern kann für diesen Abend. Es ist tstächlich vom ersten bis zum letzten Ton der pure Genuss. Rolf Kühn und seine Band sorgen für eine Sternstunde des Radio Jazz Festivals. Mehr noch: der gesamten Konzertsaison im Birdland.


Rolf Kühn „Yellow + Blue“ – 9. Birdland Radio Jazz Festival | 22.11.2019
Augsburger Allgemeine | Reinhard Köchl
 

Eigentlich gäbe es genügend Anlass, eine Krise auszurufen. Denn Ende 2019 kommen Jazzfestivals fast nur mehr als Mogelpackungen daher, wie BR-Jazzredakteur Roland Spiegel im Programmheft für das 9. Birdland Radio Jazz Festival überraschend deutlich feststellte. Überall herrscht immenser Erfolgsdruck, bei der Internationalen Jazzwoche in Burghausen oder bei den Jazztagen in Ingolstadt. Weil man mit Speck bekanntlich Mäuse und mit Pop eben Zuschauer fängt, verwässern die Konzepte der Veranstalter zusehends. Die Konzession an den Massengeschmack ist längst keine Ausnahme mehr, sondern zur gängigen Regel geworden.

Nicht so in Neuburg. Dort fand bis zum frühen Sonntagmorgen zum mittlerweile neunten Mal ein Jazzfestival statt, das diesen Namen tatsächlich verdient. Man muss das Rad keineswegs neu erfinden und den Keller unter der Hofapotheke auch nicht in ein Matratzenlager wie jüngst beim renommierten Berliner Jazzfest verwandeln, damit das Publikum aus Augsburg, München und entlegenen Teilen der Republik das Gefühl bekommt, etwas Besonders zu erleben. Der Birdland-Jazzclub hat sich im Laufe seines 61-jährigen Bestehens einen derart starken Vertrauensvorschuss bei den Fans erarbeitet, dass im Normalfall auch unbekanntere Bands immer genügend Zuhörer finden. Deshalb steht das Festival an der Donau auch exemplarisch für die antizyklische Variante des Themas „Jazz“. Acht Konzerte im kleinen (Club) oder größeren (Audi Forum Ingolstadt, Stadttheater Neuburg) Rahmen, nahezu alle ausverkauft, intim, familiär, inspirierend. Dass der BR jeden Ton aufzeichnet und zeitversetzt sendet oder am Schlusstag abermals mit einer vierständigen Livesendung aus Neuburg seinen imaginären Hut vor Neuburg zieht, mehrt dessen Ruf von Jahr zu Jahr.

Diesmal setzten die „etwas älteren jung gebliebenen Männer“ (O-Ton Spiegel) eindeutig die Akzente. Der italienische Trompeter Enrico Rava (80), der französische Bassklarinettist Michel Portal (83), der amerikanische Gitarrist Ralph Towner (79) und „der unglaubliche Rolf Kühn“ (90) an der Klarinette, wie ihn seine Bassistin Lisa Wulff am Freitagabend vor einem enthusiastischen Publikum im Hofapothekenkeller feierte. Kühn und seine phänomenale Band um die immens talentierte Wulff, den sensiblen Pianisten Frank Chastenier und den mitreißenden Schlagwerker Tupac Mantilla präsentierten ein hochvirtuoses Yin und Yang der modernen Musik. Bei den Vieren harmonisieren feiner, direkter Swing und harter, atonaler Freejazz auf wundersame Art und Weise. Was für ein Erfahrungsschatz, der da in jedem Ton mitfließt. Aber keine Sentimentalitäten. Alles treibt nach vorn. Aus der Empfindsamkeit erwächst zugleich eine produktive Unruhe. Und die Anziehungskraft unterschiedlicher Pole wird in dem Quartett zum Zentrum des Geschehens. Ein entfesselter Magnetismus aus schnellen Reaktionen, Tempowechseln, rasanten Läufen. Dazu immer wieder diese hauchzarten Balladen wie „Angel Eyes“, in denen Kühn deren ganze Unschuld offenlegt und eine Verletzlichkeit generiert, die bei jedem im Raum körperlich spürbar wird. Wie in einem wilden Duett mit Mantilla, in dem sich der Drummer von Kühn Experimentierlust mitreißen lässt und seinen athletischen Körper als Resonanzraum nutzt.

Momente wie diese repräsentierten von Beginn an das Birdland Radio Jazz Festival, wie der fulminante Auftritt der jungen Combo „The Real Mob“, die am Schlusstag live über den Äther dem großen Blue-Note-Saxofonisten Mank Mobley ein akustisches Denkmal baute, ebenso wie das hoch politische Black Art Jazz Collective aus den USA sowie die spanische Pianistin Marta Sanchez. Genügend Stoff also, um bei den späteren Sendeterminen noch einmal reinzuhören. Oder gleich am besten für das Jubiläum eines der letzten „echten“ Jazzfestivals im kommenden Jahr einmal selbst vorbeizuschauen.Rol


Ralph Towner solo – Larry Goldings Trio (Stadttheater Neuburg) | 21.11.2019
Donaukurier | Karl Leitner
 

Für Larry Goldings, den Virtuosen an der Hammond B3, ist der Abend in Neuburg schon ein denkwürdiges Ereignis, bevor er überhaupt begonnen hat. In einem dermaßen beeindruckenden Ambiente habe er ja noch nie gespielt, sagt er, sichtlich angetan vom Flair des Stadttheaters. „Wolfgang Ama-deus, wo hast du dich versteckt?“ Und dann habe er heute zum ersten Mal in seinem Leben persönlich sein Idol Ralph Towner getroffen, den er bewundere, seit er denken könne.

Der von Goldings so hoch Geschätzte beginnt das Doppelkonzert, das die heiße Phase des vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnittenen 9. Birdland Radio Jazz Festivals einläutet. Der mittlerweile 77-jährige war schon immer einer, der Brücken schlägt. Seine ECM-Alben genießen legendären Ruf und auch beim Kon-zert in Neuburg demonstriert er eindringlich, wie man, lediglich mit einer mit Nylonsaiten bespannten Gitarre auf den Knien, ein ums andere Mal einen Bogen schlägt zwischen dem klassischen Genre, dem Jazz, griffigen Folksongs, Eigenkompositionen und Standards wie „My Foolish Heart“ oder „Make Someone Happy“. Filigrane, reichhaltig mit Ornamenten versehene Stücke stehen einträchtig neben liebevoll hingehauchten kleinen Liedern, in der Person Towners begegnen sich Kompositionskunst, Empathie und Fingerfertigkeit auf perfekte Weise. Gerade eben noch bevorzugt er klare Linien, dann wieder folgt er verschlungenen Pfaden. Man kann sich kaum satthören. Nicht umsonst muss er nach dem letzten Stück zusätzlich noch dreimal auf die Bühne.

Mit dem Gitarristen Peter Bernstein, dem Schlagzeuger Bill Stewart und Larry Goldings treffen drei Schwergewichte des Jazz aufeinander. Seit nunmehr 30 Jahren spielen sie – wenn ihnen all die anderen Projekte Zeit dazu lassen – zusammen und breiten vor ihrem Publikum ihre unnachahmliche Mischung aus Swing, Groove, Funk und Blues aus. Orgel-Trios haben ja derzeit Konjunktur, aber so vielfältig wie dieses hier präsentiert sich selten eines. Von Irving Berlin geht es über Thelonious Monk und Wayne Shorter zurück bis zu Junior Wells, jeder steuert Stücke aus der eigenen Feder bei, wobei Bill Stewart’s „Don’t Ever Call Me Again“ das Sahnehäubchen ist. Dass er ein höchst eigenwilliger Komponist mit knochentrockenem Humor ist, hat Stewart ja bereits mit John Scofield in Neuburg bewiesen. An diesem Abend bestätigt er das auf eindrucksvolle Weise.

Double Features haben es an sich, dass jeder Künstler nur ein Set spielt. Natürlich hätte man liebend gerne von beiden ein komplettes Konzert geboten bekommen, was aber andererseits den vorgegebenen Rahmen gesprengt hätte. Vielleicht könnte man die beiden Sets ja als Appetitanreger betrachten für kommende Ereignisse, denn der Begeisterung des Publikums nach zu urteilen dürften weder Towner noch Goldings und seine Mannen zum letzten Mal in Neuburg gewesen sein.


Ralph Towner solo – Larry Goldings Trio (Stadttheater Neuburg) | 21.11.2019
Neuburger Rundschau | Reinhard Köchl
 

Hübsche Idee: einen Abend in zwei Hälften teilen. Was in amerikanischen Jazzclubs gang und gäbe ist, hat sich bis dato im europäischen Raum noch nicht durchsetzen können. Hierzulande will das Publikum was fürs Geld, sprich ein Konzerterlebnis bis zur (manchmal bitteren) Neige und mindestens zwei Stunden Länge. Die andere Variante, nämlich zwei absolute Superstars des Genres für jeweils einen Set von maximal einer Stunde Länge auf die Bühne zu bitten, praktiziert der Birdland Jazzclub Neuburg anlässlich seines Radio Jazz Festival im Neuburger Stadttheater schon seit einiger Zeit mit beachtlichem Erfolg.

Auch das aktuelle Programm mit dem Weltklasse-Gitarristen Ralph Towner und dem Trio des Organisten Larry Goldings vor gut gefüllten Zuschauerreihen funktionierte aus zweierlei Gründen. Zum einen leben solche Doppelkonzerte von den Kontrasten, im vorliegenden Fall vom Wechselspiel der filigranen, akustischen Sologitarre mit den funkigen Metren dreier hinreißender Improvisatoren. Aber auch die Länge der Darbietungen vermeidet auf subtile Weise Übersättigungen, wie sie leider nicht selten bei epischen Vorträgen anderer Kollegen entstehen. Das Credo der Donnerstagskonzerte im Stadttheaters lautet: Auf den Punkt kommen – was beiden Acts in diesem Jahr bestens gelang. Dass die Jazzfans im Biedermeier-Musentempel dann auch noch unverhohlen ihre Begeisterung jeweils zwei Zugaben erklatschten, bestätigt, dass die „Dosierung“ der Musik punktgenau passte.

Bei Ralph Towner dürfte den Richtmikrofonen des BR, der diesen Abend in voller Länge dokumentierte, sogar der Klang einer auf den Boden fallenden Stecknadel nicht entgangen sein. Denn die Finger des 79-Jährigen bewegen sich wie von selbst über das Griffbrett und den Korpus, modellieren Melodien, jonglieren mit Harmonien und Takten, vollführen tollkühne Oktavsprünge. Towner trotzt jedem Zeitgeist und sitzt auch bei einem Konzert wie im Stadttheater auf seinem Hocker da, wie ein ästhetischer Monolith. Atemlos und hautnah beobachten die Fans diese Finger, wie sie flitzen, marschieren, gleiten, springen, laufen, tänzeln oder schlendern, wie sie miteinander im Einklang bleiben, die Ideen und manchmal auch den Instinkt ihres Besitzers ohne Umwege in Klänge transportieren.

Man glaubt, die Standards, all die wunderschönen Melodien, unter dem Schleier seiner Arpeggios und Flageoletts, zu erkennen. Es sind starke Themen, sei es „Make Someone Happy“, „My Foolish Heart“ oder das fröhlich-alpenländische „Dolomiti Dance“, denen Towner immer einen Ohrwurmcharakter zu verleihen versteht, ohne sie zu banalisieren. Im Gegenteil: Unter seinen Händen wirkt selbst die komplizierteste Grifffolge leicht, einfach nachzuvollziehen. Kein klassischer Jazz, sondern glimmende Notenkonstrukte mit Tendenz zum Folksong, was der akustischen Konzertgitarre geschuldet sein mag. Der Mann, der mit seiner Band Oregon Musikgeschichte schrieb und sogar vor 50 Jahren in Woodstock auf der Bühne stand, schafft Kleinodien, die einen tiefen Sinn fürs Instrument offenbaren, spinnwebartige Geflechte, sanfte Lyrismen voller spröder Schönheit, Mehrstimmiges, behände Akrobatik der Gliedmaßen ohne einen Anflug von Nabelschau. Pure Zauberei.

Selbst Larry Goldings, der nach ihm auf die Bühne muss, beginnt seine Performance mit einer Eloge auf den großen Gitarristen. Er besitze alle seine Platten, sei ein glühender Fan und dankbar, ihn heute das erste Mal überhaupt zu treffen. Dabei ist der Ausnahme-Organist, den vor allem Popstars wie James Taylor und Tracy Chapman zu ihrem festen Stamm zählen, eigentlich auf völlig anderen musikalischen Pfaden unterwegs. Zusammen mit dem abermals grandios musikalisch agierenden Drummer Bill Stewart und dem diesmal erfrischend modernen Gitarristen Peter Bernstein baut Goldings ein Konstrukt aus fettem Groove, verschachtelten Bögen und raffinierten Nuancen. Ob die drei nun „Mr. Meagles“, die Ode auf einen obskuren Typen aus der Küche des New Yorker Jazzclubs Village Vanguard, „Irvin Berlins „How Deep Is The Ocean“, Wayne Shorters „United“ oder Bernsteins „Simple As That“ in ihre Tonsprache übersetzen – alles bereitet Musikern wie Publikum tierischen Spaß!

Da wird ziseliert und musikalisch jongliert, mit bewährten Stimmungen, vor allem aber in der gelösten, konzentrierten Atmosphäre eines Teams, das seit 1991 in derselben Besetzung zusammenarbeitet. Man erlebt drei Freunde im Gespräch, jeder für sich ein Spezialist für Zwischentöne und Differenziertes. Es ist ihnen ein Herzensangelegenheit. Eine, bei der der Fuß permanent mitwippen möchte, auch und gerade nach einem leisen Auftakt wie diesem.


Michel Portal – Roberto Negro | 16.11.2019
Neuburger Rundschau | Reinhard Köchl
 

So geht Jazz: Der Grauhaarige an der Bassklarinette beginnt, haucht milde Atemstöße ins Mundstück, lässt langsam die Finger über die Klappen tanzen. Ein dunkles Motiv entsteht. Dann kreiselt er seinen rechten Zeigefinger in der Luft wie ein Druide, übergibt an den jüngeren Schwarzhaarigen am Piano. Der übernimmt und fingert mit der Linken mitten ins Instrument, lässt über die Rechte federleichte Läufe zum donnernden Knall anschwellen. Eine wilde Jagd beginnt. Die beiden sprinten, stoppen, drehen sich nach links oder rechts, kehren um, springen, schleichen. Sie hören aufeinander, saugen die Ideen und die kreative Kraft des jeweils anderen förmlich auf, verzahnen sich und erschaffen ein eigenes Instrument: das Duo!

Das alles geht tatsächlich nur im Jazz – ohne Noten, ausschließlich der Intuition folgend. Wenn jemand die Magie dieser Musik in ihrer ganzen Pracht entfalten kann, dann der große französische Bassklarinettist und Sopransaxofonist Michel Portal und sein kongenialer italienischer Partner Roberto Negro am Bösendorfer-Flügel. Zwei Erz-Improvisatoren, die im Neuburger „Birdland“-Jazzclub vor den Mikrofonen des Bayerischen Rundfunks, der dieses denkwürdige Konzert im Rahmen des 9. Birdland Radio-Jazz-Festivals aufzeichnete, einen Abend für die Ewigkeit lieferten. Und das Publikum klatscht sich schier die Finger wund, um noch mehr von dieser zauberhaften, grandiosen Musik zu bekommen.

Man ahnte es: Wenn eine Leuchtturm-Figur wie Michel Portal in den Jazztempel der Ottheinrichstadt kommt, dann bleibt einem dieser Abend noch lange in Erinnerung. Aber irgendwie stand zu befürchten, dass es eine ziemlich kopfige, ballastreiche Darbietung dicht an der Schwelle zum atonalen Freejazz werden könnte. Weit gefehlt! Selbst mit bald 84 Jahren ist der Meister an der Bassklarinette an der Seite eines seelenverwandten Partners noch immer für eine Überraschung gut. Portal zelebriert den Augenblick, genießt jede Sekunde der spontanen Interaktion mit Negro und feiert mit den Gästen im Hofapothekenkeller ein Fest der radikalen Modernität. Der ewige Selbstzweifler, Nonkonformist und Humorist liebt es, immer wieder wie ein Maler mit einer leeren Leinwand zu beginnen. „Den Spiegel zu reinigen“ lautete ein Lieblingssatz John Coltranes. Die Türen aufstoßen, das Licht herein zu lassen, etwas noch nicht Gespieltes zu erfinden: Voilà, der nomadische Geist des vielseitigen Genies Michel Portal.

Er und Roberto Negro interagieren angeblich erst das dritte Mal miteinander, inklusive der Proben – niemand kann das angesichts ihres verblüffend symmetrischen Zusammenspiels glauben. Aber wenn zwei sich auf derselben Wellenlänge begegnen, braucht es keine Vorbereitung. Ein Auszug aus Portals „Suite Africaine“ eröffnet wie eine Mozart-Etüde und mündet in hinreißendes Kopfkino, einem Strauß an irrlichternden Klängen und Bildern. Die Bassklarinette klingt wie ein freundlicher Elefant, der durch die Savanne stapft, am Rand grasen Wasserbüffel (das Piano!), oben in den Bäumen flitzt eine Horde Affen vorbei. Pralles Leben!

Portal, dieser fesselnde Live-Performer, ignoriert alle Hindernisse, die ihm sein Lebensalter entgegenstellen könnte, präsentiert sich in bester Laune, lacht viel, grunzt vergnügt. Auch Negro hat einen Heidenspaß daran, die Intermezzi seines Gegenübers aufzunehmen und diesen selbst immer wieder vor neue Aufgaben zu stellen, etwa mit raffiniert platzierten Metallstücken im Inneren des Flügels. Dass die beiden dafür ausschließlich simple, einfache Melodien wie ein afrikanisches Schlaflied in der Zugabe verwenden und jeden Bombast meiden, fällt angesichts des Reichtums ihrer Darbietung gar nicht auf. Ein leider viel zu kurzes Konzert, in dem aber ein immenser, nachhaltiger Mehrwert steckt. Musik, die besoffen machen kann vor Glück. Ein Abend als Geschenk. Gott sei Dank zum Nachhören auf BR-Klassik am 28. Februar 2020 um 23.05 Uhr.