Programm - April 2020

Jazzkeller: Für Stehplätze, Thekensitzplätze und Sitzstufen ist keine Reservierung erforderlich. Stehplätze stehen immer zur Verfügung.
Der ermäßigte Preis gilt für Clubmitglieder, Schüler und Studenten.

Wichtiger Hinweis:
Alle Konzerte bis vorerst 19. April fallen aus!

Wir bedauern, dass unsere angekündigten Konzerte nicht stattfinden, können aber die Gründe, die zum o. g. Verbot geführt haben, nachvollziehen und unterstützen.

Sobald es die Lage erlaubt, setzen wir unsere Konzertaktivitäten fort.

Da nicht vorauszusehen ist, wie sich die Situation mit dem weltweit grassierenden Coronavirus weiter entwickelt, bitten wir Sie, sich vor einem evtl. Konzertbesuch auf unserer Homepage zu informieren, ob die Veranstaltung stattfindet.

03. Apr
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream
Olaf Polziehn Trio
Olaf Polziehn (p), Ingmar Heller (b), Hans Dekker (dr)
Art of Piano 217
Das Konzert fällt aus!
(F: Birdland-Archiv)
(F: Birdland-Archiv)

Nur ganz wenige Pianisten können Olaf Polziehn das Wasser reichen, wenn es darum geht, mit den großen Klassikern des Swing richtig umzugehen. Polziehn interpretiert sie, ohne die ursprüngliche Genialität der Kompositionen zu zerstören. So gerät jedes Konzert des 49-jährigen, in Ludwigsburg geborenen Tastenvirtuosen, der bereits mit Till Brönner, Silvia Droste und Wolfgang Haffner auf der Bühne stand, zu einer Reise durch die zeitlose Melodienlandschaft des 20. Jahrhunderts. Mit leichter Hand und hohem pianistischen Können, das mitunter an Oscar Peterson erinnert, taucht Polziehn jeden Evergreen in ein neues Licht. In intensiven Zwiegesprächen mit dem geschmackvoll präsenten Bassisten Ingmar Heller sowie dem punktgenau akzentuierenden Drummer Hans Decker verziert und verfremdet er sie kurzerhand und gestattet den Zuhörern erst am Schluss den erlösenden Aha-Effekt, wenn sich endlich die bekannte Melodie herausschält. Polziehn und seine Partner schaffen tatsächlich die vielbeschworene Quadratur des Kreises. Sie bringen es fertig, die Patina in staubverhangenen Standards zu belassen und dennoch frisch und mitunter gar abenteuerlich modern zu klingen. Jede der quirligen Bebop-Phrasen klingt, als wäre sie just für diesen einen Abend geschrieben worden.

Aktuelles Album:
American Songbook Vol. 3 – Satin Doll SDP 1057-1/MVH


Für dieses Konzert kann keine Reservierung mehr durchgeführt werden.

04. Apr
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern
Mere Trio & Heinrich von Kalnein
Heinrich von Kalnein (ts, fl), Emiliano Sampaio (g), Gustavo Boni (e-b), Luis André Oliveira (dr)
Das Konzert fällt aus!
(F: Thomas Radlwimmer)
(F: Thomas Radlwimmer)

Seit er 2012 von São Paulo nach Graz übersiedelte, um am Jazzinstitut der hiesigen Kunstuniversität zu studieren, rührt der 35-jährige Gitarrist und Posaunist Emiliano Sampaio kräftig in der europäischen Jazzszene. Nicht weniger als sechs CDs sind erschienen, wobei sich Sampaio mit seinem Nonett „Mereneu Project“ und dem 18-köpfigen „Mega Mereneu Project“ auch den Ruf eines hochtalentierten, stiloffenen Orchesterkomponisten erarbeiten konnte. Nukleus dieser Großbesetzungen ist das bereits 2003 in Brasilien gegründete „Meretrio“, dessen weitere Mitglieder Gustavo Boni (Bass) und Luis Andre Carneiro de Oliveira (Drums) mit ihrem Freund nach Österreich kamen. In diesem Setting demonstriert Emiliano Sampaio seine Qualitäten als Instrumentalist wie auch als wendiger, ideenreicher Kopf, der mit freier Improvisation ebenso auf du und du ist, wie mit Einflüssen aus Rock und Postrock sowie kammermusikalischen Stimmungsbildern. Als Stargast bringt das furiose brasilianische Trio, das schon bei seinem ersten Gastspiel im Neuburg vor genau zwei Jahren für Furore sorgte, den österreichischen Tenorsaxofonisten/Flötisten Heinrich von Kalnein mit. So entsteht unentwegtes musikalisches Hin und Her, das viele Spannungsmomente und überraschende Wendungen bereithält.

Aktuelles Album:
Passagem – Natango NAT 47618-2/Galileo MC

17. Apr
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern
Karin Hammar Fab 4 „Circles”
Karin Hammar (tb), Andreas Hourdakis (g), Niklas Fernqvist (b), Fredrik Rundqvist (dr)
DAS KONZERT FÄLLT AUS!
Karin Hammar (F: Nikola Stankovic)
Karin Hammar (F: Nikola Stankovic)

Blicke über den Tellerrand erweitern den Horizont. Wer richtig guten, authentischen Jazz nicht bloß in Amerika vermutet, der dürfte sich durch die schwedische Posaunistin Karin Hammar nachhaltig bestätigt fühlen. Die 45-Jährige aus der im Nordwesten des Landes gelegen Stadt Boden, die schon mit Kenny Werner, Steve Swallow, Gary Burton, Bob Brookmeyer, Maria Schneider und Carla Bley spielte, verfügt über einen besonders klaren, vollen und warmen Ton, den sie stets für die Kolorierung ihrer abwechslungsreichen Songs verwendet. Dabei integriert die von Posaunenkollege Nils Landgren entdeckte Künstlerin Einflüsse aus Bossa Nova, Bebop, Swing und Pop so leichthändig, dass diese zu einem Teil ihres Gruppensounds werden. An ihrer Seite weiß sie den Gitarrist Andreas Hourdakis, meist auf einem akustischen Instrument zu hören, sowie ihre bewährte Rhythmustruppe mit Bassist Niklas Fernqvist und Schlagzeuger Fredrik Rundqvist – die Fab 4! Ihr besonderes Merkmal: Die Schwedin hat ein Händchen für einprägsame Melodien. So entstand der Titelsong ihrer aktuellen CD „Circles“ backstage in der Malmö Arena kurz vor der Show des schwedischen Popstars Orup, während sie mit einer göttlichen Version von Nina Simones berühmtem „Four Women“ jeden im Handumdrehen verzaubert. Eine starke Frau!

Aktuelles Album:
Circles – Prophone PCD175/Naxos

18. Apr
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern
Jason Seizer Quartet
Jason Seizer (ts), Pablo Held (p), Jonas Westergaard (b), Fabian Arends (dr)
DAS KONZERT FÄLLT AUS!
(F: Konstantin Kern)
(F: Konstantin Kern)

Jason Seizer, eine der interessantesten Saxofonstimmen der Republik, nach fünf Jahren wieder mal im Birdland: Da lohnt es sich immer, Vergleiche zu bemühen. In Zeiten, in denen der Markt überhitzt und Downloads und Streams als neuer Trend gefeiert werden, versucht der Manager und Produzent des Labels Pirouet einen ästhetischen Kontrapunkt zu setzen. Im Prinzip verlor der 56-Jährige in jeder seiner vielfältigen Funktionen nie den Blickwinkel des Musikers. Gerade weil er tagaus-tagein mit verschiedenen Facetten von Musik konfrontiert wird, klingt sein Tenorsaxofon heute reduzierter, lässt Räume, wo früher Notenschleier waberten, spart sich alles Überflüssige. Sein Quartett mit dem preisgekrönten Pianisten Pablo Held, dem farbenreichen Bassisten Jonas Westergaard und dem flexiblen Drummer Fabian Arends versteht sich als Türöffner für ein opulentes Kopfkino. Vier glühende Fans alter Filmklassiker, die ihre Inspiration aus dem Liebesthema aus „Spartacus“, dem Soundtrack zu Hitchcocks „Vertigo“, Ridley Scotts „Alien“ oder dem Jungle Beat aus Walt Disneys „Dschungelbuch“ ziehen. Hier dominiert nicht die Urgewalt der Bilder, sondern die der leisen Töne. Augen schließen, und die Filme beginnen von selbst zu laufen – dank Jason Seizer und seinem Kollektiv der Klangregisseure.

Aktuelles Album:
Cinema Paradiso – Pirouet PIT3080/NRW

24. Apr
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Latin
Marialy Pacheco Solo
Marialy Pacheco (p)
Art of Piano 218
(F: Markus Jans)
(F: Markus Jans)

Eine Karriere wie aus dem Bilderbuch: Ihr Debütalbum produzierte die kubanische Pianistin Marialy Pacheco gleich mit Roberto Fonseca, dem Klavierspieler des legendären Ibrahim Ferrer (Buena Vista Social Club). 2012 wurde sie als erste Frau überhaupt mit dem Montreux Jazzfestival Award ausgezeichnet – völlig zu Recht! Denn obwohl Marialy Pachecos Begeisterung für Ruben Gonzales, Oscar Peterson und Keith Jarrett zwischen allen Läufen und Akkorden hindurchschimmert, zaubert sie etwas bislang noch nie Gehörtes auf den 88 schwarzweißen Tasten. Es gleicht einer Mischung aus traditioneller kubanischer Musik, afro-kubanischen Rhythmen und zeitgenössischem Jazz; erregend, sinnlich und eine Verbeugung vor den großen musikalischen Werten ihrer Heimat. Für das exklusive Solokonzert im Birdland hat sie ihre Lieblingsstücke ausgewählt: aktuelle Kompositionen und Arrangements, sowie ältere Werke im traditionell-kubanischen Stil. Dabei verwandelt sie die Themen der kubanischen Volksmusik in eine völlig neue Form. Ihre Auseinandersetzung mit der musikalischen Tradition ihres Landes schafft die Balance zwischen Ernsthaftigkeit und technischer Raffinesse sowie der Leichtigkeit und dem karibischem Feuer. Ein musikalisches Highlight, über das die Freunde des „Birdland“ noch lange reden werden!

Aktuelles Album:
Danzón Cubano – Neuklang NCD 4213/Edel Kultur
Sitzplatzreservierung

(Noch 12 verfügbar)
(Noch 13 verfügbar)

25. Apr
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Swing
Don Menza Quartet
Don Menza (ts), Max Greger jun. (p), Bernd Reiter (dr), Hans Strasser (b)
(F: Frank Matthey)
(F: Frank Matthey)

Immer wenn die Rede auf die Münchner Jazzszene kommt, dann fallen bis heute fast reflexartig zwei Namen: der des sagenumwobenen „domicile“ an der Siegesstraße und der des amerikanischen Tenorsaxofonist Don Menza. Beide stehen für eine Ära, die viele unter der Rubrik „die besseren Zeiten“ abheften. Doch während das „domicile“ längst ein Teil bayerischer Kulturgeschichte geworden ist, präsentiert sich dessen ehemaliger Haussaxofonist Menza selbst im gesegneten Alter von mittlerweile 84 Jahren noch quicklebendig, vital und voller Tatendrang. Im seinem Quartett mit Max Greger jr, dem Sohn des berühmten Bandleaders am Piano, seinem Freund, dem Drummer Bernd Reiter und dem Bassisten Hans Strasser will Menza die wunderbare Zeitlosigkeit des Swing, des Bebop demonstrieren. Selbst 2020 kann kaum ein anderer Tenorsaxofonist dem amerikanischen Gentleman mit seinem technisch brillanten, melodisch bestechenden Ton das Wasser reichen. Das beeindruckende Resultat eines erfüllten Künstlerlebens, im dem Don Menza mit Größen wie Maynard Ferguson, Stan Kenton, Buddy Rich, Elvin Jones, Louie Bellson, Natalie Cole und sogar Leonard Cohen spielte. Jede Wette, dass er auch im Neuburger „Birdland“ wie weiland im „domicile“ wieder kräftig die Schwarte krachen lassen wird!

Aktuelles Album:
The Rose – Challenge 05712709/Inakustik
Sitzplatzreservierung

(Noch 38 verfügbar)
(Noch 18 verfügbar)

Audi Forum Ingolstadt
Jazz im Audi Forum Ingolstadt
30. Apr
Do | 20:00 Uhr | EUR 25,- / 20,- |
Albie Donnelly’s Supercharge
Albie Donnelly (lead, voc, ts), Thorsten „Bonefunk“ Heitzmann (tb, voc), Jürgen „Big Jay“ Wieching (bs, voc), Andre Tolba (g, voc), Sascha Kühn (keys), Bolle Diekmann (b), Uwe „Rocky“ Petersen (dr)hh
(F: Roland Kämpfer)
(F: Roland Kämpfer)

Itʼs Party time again! Sechs „Bonefunk“ Jahre nach seinem fulminanten Gastspiel im Audi Forum Ingolstadt schickt Albie Donnelly wieder ein Bündel knackiger Bläser, gepfefferte Riffs und seine unverwechselbare Stimme über die Rampe. Kurzum: Er kehrt mit seiner legendären Formation Supercharge zurück. Der Mann mit der polierten Glatze, dem Rauschebart, der Sonnenbrille, der Reibeisenstimme und dem unverwechselbaren Sax-Sound stammt aus Liverpool, der Herkunftsstadt der Beatles, startete als Studiomusiker an der Seite der Boomtown Rats und heizte mit Supercharge für Topacts wie Queen, Fats Domino, B. B. King oder Chuck Berry ein. Im Audi Forum Ingolstadt gilt Albie seit vielen Jahren als Garant für ebenso kurzweilige wie musikalisch durchaus vielfältige Abende. Diesmal will der 71-Jährige mit dem Posaunisten Thorsten „Bonefunk“ Heitzmann, dem Baritonsaxofonisten Jürgen „Big Jay“ Wieching, dem Gitarristen André Tolba, dem Organisten Sascha Kühn, dem Bassisten Bolle Dieckmann und Drummer Uwe „Rocky“ Petersen ein richtiges „Fass“ aufmachen, in dem funkige Themen oder Jazz angehauchte Tunes manch dezenten Knalleffekt erzeugen. Nach 40 Jahren „on the road“ verkörpert die deutsche Formation mit ihrem britischen Chef das exakte Gegenstück zu einer Rentnercombo. Mr. Supercharge steht auch 2020 immer noch als wandelndes Synonym für Coolness, knackige Musik und allerfeinste Show.

Sitzplatzreservierung

(Noch 39 verfügbar)
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