Programm - Dezember 2019

Jazzkeller: Für Stehplätze, Thekensitzplätze und Sitzstufen ist keine Reservierung erforderlich. Stehplätze stehen immer zur Verfügung.
Der ermäßigte Preis gilt für Clubmitglieder, Schüler und Studenten.

Audi Forum Ingolstadt
Jazz im Audi Forum Ingolstadt
05. Dez
Do | 20:00 Uhr | EUR 25,- / 20,- |
„Django Reinhardt Night“
Grappelli Tribute Trio:
Sandro Roy (v), Martin Taylor (g), Joel Locher (b)

Django Deluxe
Giovanni Weiss (g), Jermaine Landsberger (p), Jan Kaiser (tp), Giorgi Kiknadze (b), Kai Bussenius (dr)
Sandro Roy, Giovanni Weiss
Sandro Roy, Giovanni Weiss

Seit langem ist die Django Reinhardt Night im Audi Forum Ingolstadt zum Jahresausklang ein Klassiker, der das Publikum regelmäßig in Scharen anlockt. Denn ein Konzertabend, der sich ausschließlich dem Gypsy Swing widmet, dieser faszinierenden Melange aus europäischer Folklore, amerikanischem Jazz und instrumentalen Höchstleistungen, elektrisiert seit Generation nahezu jeden. Die Protagonisten tragen einmal mehr klingende Namen und geben sich unter dem Patronat des unvergesslichen Gitarrengottes Django Reinhardt die Ehre.

Dass der Geiger Sandro Roy, der Gitarrist Martin Taylor und der Bassist Joel Lochner ein Trio zu Ehren von Stéphane Grappelli ins Leben gerufen haben, lässt Großes erwarten. Drei Ausnahmekönner huldigen dem größten Jazz-Violinisten aller Zeiten. Dabei greifen sie auf das gemeinsame Repertoire zurück, das Grappelli im „Quintett du Hot Club de France“ zusammen mit Django Reinhardt in den 1930er Jahren zu Weltruhm verhalf. Beide setzten damit sämtliche, bis dato gültigen Maßstäbe für rhythmische Intensität und melodischen Erfindungsreichtum außer Kraft und schufen mit Titeln wie „Nuages“ oder „Douce Ambiance“ Denkmäler für die Ewigkeit.

„Django Deluxe“ aus Hamburg zählt zu den hoffnungsvollsten Fackelträgern für Djangos Erbe. Die Formation garantiert eine symbiotische, traditionelle, gleichwohl zeitgemäße Interpretation alter Klassiker und neuer Ohrwürmer. Dabei geht es vor allem um Seelentiefe, wozu es es keinen Bombast, keine unnötigen Schnörkel oder eine Höher-Schneller-Weiter-Technik braucht. Django Deluxe halten es einfach und reduziert, gleichwohl voller feiner instrumentaler Nuancen und Schattierungen. Eine wunderbare Rezeptur, die der fantastische Regensburger Pianist Jermaine Landsberger optimal verfeinert.


Für dieses Konzert kann keine Reservierung mehr durchgeführt werden.

06. Dez
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern
Chris Potter Circuits Trio feat. James Francies & Eric Harland
Chris Potter (saxes, cl, fl, sampler, git, keyb, perc), James Francies (p, keyb), Eric Harland (dr)
Chris Potter (F: Dave Stapleton)
Chris Potter (F: Dave Stapleton)

Seit mehr als zwei Jahrzehnten begeistert Chris Potters grenzenlose Kreativität, seine mühelose Virtuosität und sein pulsierendes Gespür für modernen Swing. Kritiker, Musiker und Fans feiern ihn als einen der einflussreichsten Saxofonisten und Improvisatoren der Gegenwart. Mit seinem neuem Circuits Trio vollführt der 48-Jährige, in Chicago geborene Musiker (Pat Metheny, Paul Motian, Ray Brown, Jim Hall, Dave Douglas, Joe Lovano, Mike Manieri, Steve Swallow, Steely Dan, Dave Holland) einen radikalen Richtungswechsel. „Diese Idee hatte ich schon eine ganze Weile. Ich sehnte mich zurück nach dem ´Grooveland` und sprach darüber mit Eric Harland, mit dem ich schon so lange zusammenarbeite“, erzählt Chris Potter. Dieser empfahl James Francies, ein 23-jähriges „Wunderkind“ an den Keyboards. In dem neuen Trio packen einen Potters Kompositionen auf direktem Weg, weil ihre Wurzeln ganz nah beim Groove und bei intensiven Improvisationen liegen. Dabei entsteht eine pulsierende Klangwelt aus Elektronik, einprägsamen, geschwungenen Melodien und überraschenden Phrasenwendungen, die mit einer unwiderstehlichen Energie daherkommt. All dies verschmilzt zu einer unmittelbaren und zugleich erhebenden Musik, die eingefleischte Potter-Fans wie auch neue Hörer begeistern dürfte.

Aktuelles Album:
Circuits – Edition Records EDN 1123/Membran


Für dieses Konzert kann keine Reservierung mehr durchgeführt werden.

07. Dez
Sa | 20:30 Uhr | EUR 15,- / 10,- | Mainstream
Nicotheo
Nico Theodossiadis (saxes), Simon Emanuel Schneid (g), Jan Peter Itze (p), Hannes Stegmeier (b), Konrad Patzig (dr)
Jazz aus der Region
Nicotheo
Nicotheo

Nirgendwo anders als in Neuburg liegen die künstlerischen Wurzeln des Gitarristen Simon Emanuel Schneid. Schon in jungen Jahren war er regelmäßig zu Gast im Hofapothekenkeller, um Musikern wie Al Foster, Pat Martino oder John Scofield auf die Finger zu schauen. Zu Beginn seines Studiums an der Hochschule für Musik in Würzburg lernte Schneid auch den Saxofonisten Nico Theodossiadis, den Pianisten Peter Itze, den Bassisten Hannes Stegmeier und den Schlagzeuger Konrad Patzig kennen. Das Thema „Roots“ beschäftigte die fünf auf verschiedene Art und Weise. Musikalische Wurzeln eines jeden Bandmitgliedes, kulturelle Herkunft, Ort der Entstehung des Quintetts oder die verschiedenen Einflüsse. Eine enorm wichtige Überlegung für junge Musiker: Woher komme ich und vor allem – wohin will ich gehen? All dies fließt in die Musik der enorm motivierten Combo mit ein. Bereits kurz nach der Bandgründung im September 2018 gewann Nicotheo im Rahmen des Wettbewerbs der Jazzabteilung der Hochschule für Musik Würzburg den Förderpreis. Wo genau die musikalischen Wurzeln der Band liegen, spürt man in den tragenden Melodien, dem hohen rhythmischen Energiefluss sowie den atmosphärischen Klangflächen. Klingt nach einem extrem spannenden Abend!

Aktuelles Album:
Roots - Eigenverlag


Für dieses Konzert kann keine Reservierung mehr durchgeführt werden.

13. Dez
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern
Sternal – Grenadier – Burgwinkel
Sebastian Sternal (p), Larry Grenadier (b), Jonas Burgwinkel (dr)
Art of Piano 214
Larry Grenadier, Sebastian Sternal, Jonas Burgwinkel (F: Stefanie Marcus)
Larry Grenadier, Sebastian Sternal, Jonas Burgwinkel (F: Stefanie Marcus)

Zwei deutsche ECHO-Preisträger und ein weltberühmter Bassist aus New York: Nur wenige Klaviertrios können mit einer solch exzellenten Besetzung aufwarten. Sebastian Sternal, derzeit einer der spannendsten Pianisten überhaupt, konzentriert sich nach den Erfolgen seiner „Sternal Symphonic Society“ wieder auf das kleine Format: Der dreifache ECHO Jazz-Preisträger zelebriert zusammen mit zwei prominenten Freunden die hohe Kunst des Pianotrios. Schlagzeug spielt der viel gefragte, ebenfalls mit einem ECHO Jazz ausgezeichnete Jonas Burgwinkel, mit dem Sternal schon seit vielen Jahren arbeitet. Den Kontrabass zupft ein ganz Großer des amerikanischen Jazz, nämlich Larry Grenadier. Der New Yorker wurde als Begleiter von Brad Mehldau, Pat Metheny und Joshua Redman weltberühmt. Zweifellos lebt dieses außergewöhnliche Trio vor allem von der individuellen Qualität, die Sternals geistreiche Kompositionen ausmacht. Neben den ihnen innewohnenden Spannungsbögen fesseln aber auch das Zusammenspiel und die Dynamik. Ob fließend oder sprunghaft, mit Nuancen oder rhythmischer Verve: die Musik hat Profil. Sternal, Grenadier und Burgwinkel zeigen Charakter, haben hörbar Spaß dabei und erfreuen damit Geist und Seele der Zuhörer. Ein transatlantisches Gipfeltreffen der besonderen Art!

Aktuelles Album:
Home – Traumton CD 4646/Indigo
Sitzplatzreservierung

(Noch 12 verfügbar)
(Noch 18 verfügbar)

14. Dez
Sa | 20:30 Uhr | EUR 15,- / 10,- | Swing
Cassablanka
Alexander Großnick (ts, cl), Peter von der Grün (as, cl), Nils Niermann (as, bs, cl), Gerhard Hörmann (tp), Christian Rehm (tb, Brigitte Pettmesser (p), Renate Hörmann (b), Florian Herrle (dr), Lisa Moosheimer (voc)
Jazz aus der Region
Cassablanka
Cassablanka

Es wird höchste Zeit, dass das Salon- und Jazzorchester Cassablanka, das sich in den zurückliegenden elf Jahren vom Geheimtipp zum stabilen und erfolgreichen Faktor in der regionalen Kulturlandschaft gemausert hat, auch einmal im Neuburger „Birdland“ seine Visitenkarte abgibt. Kurz vor Weihnachten feiern die Frauen und Männer um Bandleader Alexander Großnick ihr Debüt in einem der bekanntesten Jazzclubs Europas. Der vorläufige Höhepunkt einer Bandkarriere, die im Frühjahr 2008 ihren Anfang nahm – damals noch in Quartettbesetzung. Der Fokus des Repertoires des Salon- und Jazzorchesters Cassablanka liegt auf musikalischen Perlen der 1920-er bis 1950-er Jahre. Deren Charme und Leichtigkeit versucht die Combo authentisch in die Gegenwart zu transportieren, etwa mit internationalen Kaffeehaus- und Salonklassikern wie „Bel Ami“, „ein Freund, ein guter Freund“ oder Evergreens des Dixieland sowie Swing wie „A Night In Tunesia“ oder „Stompinʼ At The Savoy“. Besonders eindrucksvoll präsentiert sich dabei immer wieder die fünfköpfige Bläserlinie, bei der unter anderem auch Neuburg-Schrobenhausens Landrat Peter von der Grün an Altsaxofon und Klarinette mitwirkt. So winkt ein entspannter, anregender Abend voller musikalischer Überraschungen, mit einem absoluten Jazz-Highlight aus der Region.

Aktuelles Album:
Jubilee – Eigenverlag


Die Sitzplätze für dieses Konzert sind ausverkauft. Für Stehplätze ist keine Reservierung erforderlich.

19. Dez
Do | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Swing
Echoes of Swing & Rebecca Kilgore
Rebecca Kilgore (voc), Colin T. Dawson (tp), Chris Hopkins (as), Bernd Lhotzky (p), Henning Gailing (b), Oliver Mewes (dr)
Rebecca Kilgore
Rebecca Kilgore

Bernd Lhotzky, Oliver Mewes, Colin T. Dawson, Chris Hopkins und diesmal auch Bassist Henning Gailing gehen spazieren, stapfen durch die winterliche Landschaft, sinnieren über neue Projekte und treffen nicht ganz zufällig die amerikanische Vokalistin Rebecca Kilgore. Das Resultat ist eine Premiere voller Charme und Esprit: Die „Echoes“ und die amerikanische Vokalistin mit dem kaum erlernbaren, punktgenau swingenden Timbre passen zusammen wie Topf und Deckel. Wenn die Noten-Restauratoren zum ersten Mal mit einer Sängerin wie Kilgore zusammenarbeiten, dann fördert deren Timing eine bislang unbekannte Klangfarbe zwischen tiefem Swing-Blau und warmem Latin-Beige zutage. Die Traumbesetzung hat eine Reihe swingender Wintergrüße verpackt, die das für die Saison üblich gewordene süße Geklingel konsequent entzuckern. Respektvoll, aber mit völlig neuem Schwung knüpfen die Echoes of Swing erneut an die Jazz-Tradition an und überführen sie mit unbestechlichem Geschmack, unerschöpflichem Einfallsreichtum und überragender Musikalität in ihren zeitlosen Musikkosmos. Dies eröffnet weitere Perspektiven für eine Band, die nie zum alten Eisen zählen wird, sondern gerade wegen ihres Mutes, konsequent dem traditionellen Jazz einen frischen Anstrich zu geben, zu den herausragenden Exponenten des Genres zählt.

Aktuelles Album:
Winter Days At Schloss Elmau – ACT 9105-2/edel
Sitzplatzreservierung

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20. Dez
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream
Kagerer – Nieberle Duo
Helmut Kagerer (g), Helmut Nieberle (g)
Helmut Kagerer, Helmut Nieberle (F: Thomas Eder)
Helmut Kagerer, Helmut Nieberle (F: Thomas Eder)

Ein Weihnachtsfest ohne die beiden Helmuts aus Regensburg wäre im Hofapothekenkeller nahezu undenkbar. Auch für Kagerer und Nieberle besitzt das Wiedersehen alljährlich zum Fest der Liebe mittlerweile fast schon rituellen Charakter, denn gemeinsame Auftritte beschränken sich momentan fast nur noch auf diesen speziellen Neuburger Termin. Einzeln zählen sie schon seit langem zu den gefragtesten Gitarrenadressen des Jazzcircuit, zusammen attestieren ihnen namhafte Kritiker absolute Weltklasse. In Neuburg spielen Helmut Kagerer und Helmut Nieberle regelmäßig seit Wiedereröffnung des „Birdland“ 1991, mal in unterschiedlichen Besetzungen, aber am liebsten gemeinsam. Trotz Zeitdruck und Stress tauchen sie gerade in der „staden Zeit“ immer wieder mit neuem Programm, erweitertem Repertoire und alter Lust auf das gemeinsame Schwelgen in Melodien, Harmonien und Stimmungen auf. Diesmal gibt es ein kleines Jubiläum zu feiern: Seit mittlerweile 30 Jahren schleifen die „German Guitar Twins“ alle ihre Songs im altehrwürdigen Gewölbe zu unprätentiösen Diamanten. Kagerer und Nieberle gehören längst zum Fest wie die Krippe unter den Christbaum. Weil sie keine pathetische Mogelpackung mitbringen, sondern eines dieser kostbaren, kleinen, musikalisch-spirituellen Wunder.

Aktuelles Album:
Live – Bobtale Records/gabi@bobtale.de
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21. Dez
Sa | 20:30 Uhr | EUR 15,- / 10,- | Dixieland, Swing
Birdland Jazz Band
Charlie Gutsche (cl, fl, as), Mirelle Hanke (voc), Werner Riedel (tb,) Georg Kremietz (tp), Eduard Israelov (p), Wigg Eder (dr), Manfred „General“ Hartlieb (b)
Manfred
Manfred "General" Hartlieb, Eduard Israelov (F: Weinretter)

Ein Fest ohne die Weihnachtsmänner des Swing und Dixie­land im Hofapothekenkeller? Undenkbar! Auch im 35. Jahr ihres Bestehens besitzt die Besinnlichkeit des Fixtermins der Hausband des Birdland Jazzclubs wieder einmal den Charakter einer klingenden Gabe unter dem reich geschmückten Notenbaum. Wobei zu den Weihnachts­män­nern inzwischen ein waschechtes Christkindl in Person der Sängerin Mirelle Hanke gehört. Mit Kult-Drummer Wigg Eder gibt es nur noch ein Mitglied aus der Urbesetzung. Er, Charlie Gutsche, Werner Riedl, Georg Kremietz, Eduard Israelov und Manfred „General“ Hartlieb kehren aber auch in dieser runderneuerten Formation immer wieder zu ihrer Keimzelle zurück. 1985 als Hausband des gerade wiederbelebten Jazzclubs gegründet, hat die Combo inzwischen zahlreiche Stürme und Umbesetzungen ohne spürbaren Substanzverlust überstanden. Der Sound des Ensembles transportiert nach wie vor jene unbeschwerte Fröhlichkeit des traditionellen Jazz, der den unverwüstlichen Dauer­bren­ner in den Rang eines der wichtigsten musikalischen Bot­schafter der Region erhoben hat. Ein absoluter Pflichtter­min für alle Freunde des Neuburger Jazzclubs. Denn die Birdland Jazz Band kurz vor Heiligabend – das ist wie eine
Palette prächtig glänzender Kugeln am Christbaum.

Aktuelles Album:
Farewell To Leon und Wast – Birdland Neuburg BN 011
Sitzplatzreservierung

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