Jazzkeller: Für Stehplätze, Thekensitzplätze und Sitzstufen ist keine Reservierung erforderlich.
Der ermäßigte Preis gilt für Clubmitglieder, Schüler und Studenten.
Wichtiger Hinweis: Bei Abendkasse und Gastronomie ist nur Barzahlung möglich!
Reservierungen: Sollten Sie eine Reservierung nicht wahrnehmen können, teilen Sie uns das bitte rechtzeitig mit, damit wir die Karten an andere Interessenten weitergeben können. Danke!
Hinweis: Eintrittskarten für alle Jazzveranstaltungen im Audi Forum Ingolstadt können über unsere Website und auf Ticket regional reserviert werden!
Der Titel des Programms bezieht sich natürlich auf den 2020 verstorbenen Altsaxofonisten Lee Konitz, der oft im Birdland zu Gast war und dessen letzte Konzerte von 2016 und 2017 man sich auf dem Birdland-Channel unter birdland.de/videos/ kostenlos ansehen kann. Kristina Brodersen widmet ihrem einstigen Mentor einen kompletten Abend. Zusammen mit ihrem Quartett, zu dem der erfahrene Schlagzeuger Peter Weiss, der Kontrabassist Christian Ramond, der auch Mitglied im Jens Düppe Quartett ist, und ihr Gatte Tobias Weindorf am Flügel gehören, stellt sie ihn in den Mittelpunkt. Brodersen traf mit 14 ihren späteren Mentor Konitz auf einem Workshop. Später nahm sie bei ihm in New York Privatunterricht. Weil Konitz in Brodersens Heimatstadt Köln einen Zweitwohnsitz unterhielt, blieb man in Kontakt, traf sich, besuchte gemeinsam Konzerte. Sein Spiel, das geprägt war von der Idee, möglichst keine Noten zu verschwenden, färbte ab auf ihren eigenen Stil. Brodersens enge Verbundenheit mit Konitz wurde schon auf ihrem Album „On & On“ von 2025 hörbar. Der darauf enthaltene Titel „In Walked Lee“ ist bereits ein Hinweis auf den nun bevorstehenden Abend im Birdland, an dem sie mit ihrem Quartett Werke von Konitz, Kompositionen aus der Tristano-Schule, eigene Originals und auch einige Standards spielen wird, die Konitz besonders geliebt hat.
Aktuelles Album:On & On (Jazzwerkstatt, 2025)
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Drei Solisten, die sich seit Jahren auf internationalem Parkett bewegen, haben sich zu einem schlagzeuglosen Trio zusammengetan, um gemeinsam ihre Lieblingsjazzstandards zu spielen. Da ist Gitarrist Lorenzo Petrocca aus Kalabrien, der vor zwei Jahren mit seinem Organ-Trio im Birdland ein äußerst eindrucksvolles Konzert gab. Er arbeitete in verschiedenen Besetzungen mit Monty Alexander, Scott Hamilton und Herb Ellis, trat als Solist in Erscheinung und ist Ehrenbürger der Stadt New Orleans. Petrocca kam 1979 als Fünfzehnjähriger nach Deutschland, wo er das Boxen begann. 1981 wurde er württembergischer Boxmeister in seiner Gewichtsklasse. Als Achtzehnjähriger kaufte er sich seine erste elektrische Gitarre und bildete sich autodidaktisch aus. Bald spielte er mit italienischen Tanzbands, ab 1986 auch in Soul- und Funkbands. Ihm zur Seite steht Tenorsaxofonist Jürgen Bothner, den man aus den Bands von Tony Lakatos, Joe Magnarelli und Adrian Mears kennt, und dann ist da schließlich noch der aus London stammende Bassist Yaron Stavi, der auch schon mit Larry Coryell, Richard Galliano und David Gilmour von Pink Floyd unterwegs war. Das Repertoire des Trios reicht von Swing und elegantem Mainstream bis zu kraftvollen Stücken, und gelegentlich verirrt sich auch die ein oder andere Eigenkomposition in die Setlist.
Aktuelles Album:My Foolish Heart (Mochermusic, 2024)
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Eröffnungskonzert des 16. Birdland Radio Jazz Festivals in Kooperation mit dem BR
Voila: Da eröffnet eine Formation das 16. Birdland Radio Jazz Festivals im Audi Forum Ingolstadt, die den zeitgenössischen Jazz mit einer seltenen Mischung aus Eleganz, Energie und klanglicher Tiefenschärfe zu beleben versteht. Im Zentrum befindet sich als primus inter pares der serbische Schlagzeuger Vladimir Kostadinović, dessen Name weltweit längst als Markenzeichen für rhythmische Autorität gilt und die amerikanische Tradition virtuos mit europäischen Metren verknüpft. Kostadinović ist ein Musiker, der nicht nur den Puls vorgibt, sondern Räume öffnet: für melodische Erzählungen, für harmonische Feinheiten, für jene Momente, in denen Improvisation zur persönlichen Aussage wird. Sein Ruf als einer der wandlungsfähigsten und zugleich charakterstärksten Drummer seiner Generation gründet auf dieser Fähigkeit, technische Brillanz mit emotionaler Tiefe zu verschmelzen. Für das aktuelle Konzert hat er eine Spitzenbesetzung aus aller Herren Länder um sich versammelt: der US-Vibrafonist Joe Locke, Trompeter Alex Sipiagin aus Russland, der slowenische Altsaxofonist Jaka Kopač sowie der amerikanische Bassist Josh Ginsburg. Jeder von ihnen ein Solist mit eigener Handschrift, gemeinsam jedoch ein Ensemble, das mit feiner Balance zwischen Virtuosität und lyrischer Intensität überzeugt. Das IRIS International Quintet prägt seine eigene Lesart des Modern Jazz: traditionsbewusst, aber nie nostalgisch, zeitgenössisch, aber nie kühl, voller Energie, aber stets mit Sinn für Form und Ausdruck. Ein Abend, der die Kunst des Zusammenspiels feiert und die Bühne des museum mobile in ein vibrierendes Klanglabor verwandelt.
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Es ist Tradition, dass das Birdland alljährlich die Neuburger Barockkonzerte als Gast im Keller unter der ehemaligen Hofapotheke begrüßt. Heuer geben sich dabei der Freiburger Pianist, Komponist und Musikprofessor Helmut Lörscher und sein Trio die Ehre. Im Gepäck haben er, der Schlagzeuger Matthias Daneck und der Bassist Bernd Heitzler, den viele als Teil der Band von Cécile Verny kennen dürften, ein Programm mit dem Titel „From Bach To Now“. Es steht für kammermusikalischen Jazz in lebendigem, dichten Zusammenspiel, in dem Elemente der klassischen Musik jazzstilistisch reflektiert werden. Es weist vielschichtige Bezüge zur Musik Johann Sebastian Bachs auf. Mal unmittelbar wie in der Jazzfantasie „Fahrstuhl zur Gavotte“, einem Parforceritt durch bekannte Themen aus dem Wohltemperierten Klavier, oder aus den Brandenburgischen Konzerten, mal versteckt in eigenen Kompositionen, in denen barocke Satztechniken in der Sprache des Jazz kunstvolle Anwendung finden. Zusätzlich tauchen eigene Kompositionen und Bearbeitungen in der Setlist auf, die auf verschiedene Weise das Spannungsfeld zwischen Jazz, klassischer Tradition und Neuer Musik ausloten. Dabei stehen bei allem satztechnischen Raffinement stets die Spielfreude, der Groove und lebendige Kommunikation im Vordergrund.
Aktuelles Album:Triosonate - Chamber Jazz Explorations (Produktionsbüro für Musik & Medien, 2024)
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Der Begriff „Lotus Flower Trio“ bezeichnet ein meist dreiteiliges Kunst- oder Dekorations-Set, das die symbolträchtige Lotusblüte in drei verschiedenen Stadien, Farben oder Anordnungen darstellt. Andererseits firmiert unter dieser Bezeichnung ein modernes, französisch-deutsches Jazzprojekt, das der Pianist Bruno Angelini gemeinsam mit den beiden Saxofonistinnen Sakina Abdou und Angelika Niescier unterhält. Es wurde konzipiert als eine musikalische Hommage an historische Persönlichkeiten und Friedenskämpfer wie Wayne Shorter, Nelson Mandela, Rosa Parks oder Berta Cáceres, wobei die Lotusblume, die im Schlamm gedeiht, als Allegorie für Schönheit und Hoffnung in einer zunehmend schwierigen Welt steht. Energetische Melodien treffen auf raue Lyrik, Freiheit in der Improvisation und ein feines Zusammenspiel von Klavier und zwei Saxofonen ohne traditionellen Bass oder Schlagzeug. Den Kern der Stücke bilden verve-reiche Melodien, die der Pianist und die beiden Saxofonistinnen Sakina Abdou und Angelika Niescier auf ihre ganz eigene Art interpretieren. Die Premiere des Konzepts fand 2024 beim Jazzdor Festival in Berlin statt, nun ist das Trio erstmals zu Gast im Birdland-Keller und versucht, klanglich dem Leben dieser Helden und Heldinnen nachzuspüren, sensibel, aber auch selbstbewusst und ohne Zwänge.
Aktuelles Album:Bruno Angelini: „Lotus Flower“ (Autre Distribution, 2025)
Olivia Trummer gehört zu den interessantesten Jazzmusikerinnen ihrer Generation und formt mit Tasten und Stimme neue Verbindungen zwischen den Genres. Sie hat mitlerweile 11 Alben unter eigenem Namen veröffentlicht, stand mit Eric Clapton und Bobby McFerrin auf der Bühne und trat unter anderem in der Carnegie Hall wie auch beim Jazzfestival in Montreux auf. Nun hat sie ihr eigenes „Songbook“, blättert darin wie in einem Tagebuch und holt zusammen mit vier Spitzenmusikern der europäischen Jazzszene ihre originellsten, eingängigsten, intimsten und anspruchsvollsten Kompositionen erneut auf die Bühne. Jeder dieser persönlich ausgewählten Favoriten erzählt eine eigene Geschichte, jeder erstrahlt in neuen Versionen und schillert in speziell abgestimmten Klangfarben. Olivia Trummer brilliert nicht nur als virtuose Pianistin und als exzellente Sängerin, die „den Vokaljazz mit kühnen Koloraturen in den Bereich des Kunstliedes vorantreibt“, wie ihr die Fachpresse bescheinigte, sondern auch als Komponistin. Die FAZ kam zu dem Schluss: „Es spricht für sie, dass ihre eigenen Songs unter den Klassikern und Standards des American Songbooks eine gute Figur machen.“ Zeitlose Musik, die unter die Haut geht.
Aktuelles Album:Olivia Trummer: „Like Water“ (Warner, 2025)
Diese Veranstaltung ist ausgebucht.
Der Pianist Achim Kaufmann dürfte regelmäßigen Besuchern der Räumlichkeiten im Keller unter der ehemaligen Hofapotheke durchaus bekannt sein. In den 1980er Jahren arbeitete er mit verschiedenen Bands, seit den 1990 widmete er sich vermehrt der kompositorischen Arbeit für seine eigenen Gruppen. Er war mit Ack van Rooyen, Henning Sieverts, Adrian Mears und dem Trio „Grünen“ in Neuburg zu Gast, bislang aber noch nie mit dem finnischen Gitarristen Kalle Kalima. Kaufmann gehört zu den an- und aufregendsten Persönlichkeiten der europäischen Jazz- und Improvisationsszene. Seine Musik zeugt von harmonischer Feinsinnigkeit und strukturellem Tiefgang. Als brillanter Pianist und Komponist hat er über die reflektierte Auseinandersetzung mit der Tradition zu einer nuancierten, aktuell gültigen Klangsprache gefunden, in der Poesie, Energie und Abstraktion gleichermaßen entscheidend sind. Kalima wird vor allem wegen seiner Vielseitigkeit und seiner Versiertheit an der akustischen Gitarre geschätzt. Er lebt in Berlin und ist seit 2017 zudem Professor für Jazz-Gitarre an der Universität Luzern. Die Musik des Duos ist eine kollektive Meditation über Einflüsse von Miles Davis über Morton Feldman bis Robert Johnson, die jedoch nicht durch Adaptionen, sondern anhand von Eigenkompositionen Kaufmanns und Kalimas funktioniert.
Aktuelles Album:Ilmonique (TYXart, 2024)
Dieser Abend steht in der großen Tradition der amerikanischen populären Musik des 20. Jahrhunderts, einer Kunstform, die der Welt Soul, Jazz und Rhythm’n’Blues geschenkt hat. Sie erzählt von Menschlichkeit, Freude, Schmerz und Hoffnung. Zusammen mit seiner hochkarätigen Band, dem Allround-Talent André Weiss am Klavier, dem Hard Bop-Erfahrenen und im Birdland bestens bekannten Bassisten Martin Gjakonovski und dem New Yorker Drummer Itay Morchi bringt er diese Tradition auf die Bühne mit Klängen, die verbinden, trösten und aufrütteln. Sie schöpfen aus dem Erbe von Künstlern wie Nat King Cole, Ray Charles und Marvin Gaye und machen daraus etwas Gegenwärtiges, Echtes, Lebendiges. „In einer Zeit, in der viele fragen, wer wir sind und wer wir sein wollen, erinnert diese Musik uns an unsere gemeinsame Fähigkeit zu lieben, zu fühlen und für eine bessere Zukunft einzustehen“, sagt Stephenson, der sich auch als Tenorsaxofonist einen Namen gemacht hat. Als Sänger mit unverkennbarem Bariton ist er klanglich ein Sonderfall. Wer ihn einmal gehört hat, vergisst dieses Erlebnis ganz sicher nicht mehr. Und er ist einer der wenigen Vokalisten, die sich absolut mühelos und souverän sowohl in der Welt des traditionellen Jazz, als auch in der des Nu Jazz bewegen.
Aktuelles Album:Michael Stephenson Meets The Alexander Claffy Trio (Cellar Live, 2021)
Diese Veranstaltung ist ausgebucht.
Der Pianist David Hazeltine gilt als einer der Topstars der New Yorker Jazzszene. Dass diese Einschätzung stimmt und ihm sein außergewöhnlicher Ruf nicht zu Unrecht vorauseilt, konnte man zuletzt 2023 überprüfen, als er zusammen mit Jim Rotondi im Birdland gastierte. Sein flüssig-süffiges, zugleich markantes Klavierspiel erfüllte den Jazzclub damals „mit dem Spirit der Tradition, die ja, recht verstanden, nie im Gestrigen verharrt und in der Asche rührt, sondern die Fackel weiterträgt. Hazeltines klarer Anschlag, dem die Auseinandersetzung mit der klassischen Moderne ebenso anzuhören ist wie seine immense Erfahrung, trägt seine sorgsam ausgearbeiteten Kompositionen in beeindruckend prägnanter Weise. Die Stücke sind durchdacht sowie wohl balanciert in der Wiedererkennbarkeit der Motive und Themen auf der einen Seite und Räumen zur Improvisation auf der anderen.“ So das Urteil nach dem damaligen Konzert. Wenn einer es verdient hat, in der Reihe Art Of Piano speziell hervorgehoben zu werden, dann ganz sicher David Hazeltine. Diesmal kommt er mit dem Schlagzeuger Xaver Hellmeier, der sich längst in die Liga europäischer Spitzendrummer gespielt hat, und dem Kontrabassisten Paolo Benedettini, der mit Hellmeier zusammen vor ziemlich genau drei Jahren dazu beitrug, dass das Konzert der japanischen Saxofonistin Erena Terakubo im Birdland zu einem ganz besonderen wurde.
Aktuelles Album:Blues For Gerry (Criss Cross, 2024)
Paulo Morello, einer der profiliertesten Jazzgitarristen Europas, gehört zu den Dauergästen im Birdland. Und seine beiden Mitstreiter, der wunderbar entspannte Sven Faller am Kontrabass und der federnd groovende Mauro Martins, mittlerweile auch. Im Februar 2025 stellten sie ihr gemeinsames Sambop Trio in Neuburg vor und demonstrierten auf höchst eindrucksvolle Weise, dass Samba, Bossa Nova, Rumba und Baião zwingend absolut gar nichts mit oberflächlichem brasilianischem Touristen-Nepp zu tun haben müssen. Die Band stülpt ihre Eigenkompositionen und ihre Jazz-Adaptionen dem Publikum nicht über, drängt sie ihm nicht auf, sondern injiziert sie ihm mit dünner Nadel, was einen weitaus nachhaltigeren Eindruck hinterlässt. Dass Morello, Martins und Faller seit vielen Jahren befreundet und musikalisch verbunden sind hört man in jeder Note. Dieses Vertrauen erlaubt es, Risiken einzugehen, Räume aufzumachen, Stille auszuhalten. Die Gitarre tritt mal in den Vordergrund, mal zieht sie sich zurück und lässt Bass und Schlagzeug glänzen. Eigentlich sagt der Name „Sambop“ schon alles. Es geht um eine Verbindung zwischen Samba und Bebop, aber auch zwischen Bossa Nova und Swing, zwischen Spielfreude und Anspruch, zwischen der Strahlkraft brasilianischer Rhythmen und der Eleganz des Jazz. Eine tolle Gelegenheit, diese wunderbare Band und ihre Musik erneut zu genießen.
Aktuelles Album:Moving (GLM/Edel, 2025)

