Programm - Dezember 2022

Jazzkeller: Für Stehplätze, Thekensitzplätze und Sitzstufen ist keine Reservierung erforderlich.
Der ermäßigte Preis gilt für Clubmitglieder, Schüler und Studenten.

Wichtiger Hinweis: Eintrittskarten für alle Jazzveranstaltungen im Audi Forum Ingolstadt können nur noch direkt über die Audi-Website reserviert werden!

02. Dez
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern
Arbenz – Moutin – Vistels „Conversation #4“
Florian Arbenz (dr), Francois Moutin (b), Maikel Vistel (sax), Jorge Vistel (tp)
Arbenz, Moutin, M. Vistel, J. Vistel
Arbenz, Moutin, M. Vistel, J. Vistel

Der Satz von Dizzy Gillespie spricht für sich: „Jazz ist die uneigennützigste aller Kunstformen. Im Jazz gibt man sich völlig hin, damit ein anderer sein Bestes präsentieren kann. Man versucht, etwas von sich zu geben, um den anderen zu inspirieren, seinerseits etwas zu geben. Es ist also alles eine Frage der Opferbereitschaft.“ Wer die Musik des Schweizer Schlagzeugers Florian Arbenz, auch in Neuburg bekannt durch das innovative Piano-Trio VEIN, hört, der weiß, worum es Gillespie mit dieser Aussage ging. Mit den kubanischen Vistel-Brüdern Maikel (Saxofon) und Jorge (Trompete) sowie dem großen französischen Bassisten François Moutin steigt Arbenz auf höchstem internationalem Niveau in seine mittlerweile vierte Konversationsrunde ein. Dabei gelingt es den Musikern spielerisch, die groovigen und anspruchsvollen Arrangements von Arbenz zu meistern und der Musik gleichzeitig mit ihrer Spontanität und Spielfreude ihren Stempel aufzudrücken. Neben eigenen Kompositionen spielt die Band Stücke von Pianisten wie Thelonious Monk, Joe Zawinul oder Bill Evans. So klingt die Musik des 21. Jahrhunderts: kommunikativ, frisch, auf gegenseitigem Respekt, musikalischem Wissen, Virtuosität, Groove und Spielfreude basierend. Ein Vorbild, auch für andere Lebensbereiche.

Aktuelles Album:
Conversation #8-Ablaze - Eigenverlag
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03. Dez
Sa | 20:30 Uhr | EUR 15,- / 10,- | Mainstream
Kerstin Schulz & Band „4 Of A Kind“
Kerstin Schulz (voc), Christof Zoelch (ts), Dominik Uhrmacher (b), Tom Diewock (dr) Jens Lohse (p)
Jazz aus der Region
Kerstin Schulz & Band
Kerstin Schulz & Band "4 Of A Kind"

Begeisterte Fans nennen sie „die Ella Fitzgerald von der Donau“, in ihrer Heimatstadt Neuburg, aber auch in Ingolstadt, wo sie als Moderatorin bei Radio IN mit ihrer sonoren Altstimme längst Kultstatus genießt, kennt sie nahezu jeder. Dies rührt nicht zuletzt von einer Vielzahl von Auftritten her, bei denen Kerstin Schultz seit mehr als zwei Jahrzehnten ihre große Leidenschaft, dem Jazz eine vokale Note zu geben, auslebt. Ob mit ihrer Formation „4 Of A Kind“, ob mit Piano-Dauerpartner Jens Lohse: wenn Kerstin zum Mikrofon greift, dann transportiert sie authentische Emotionen, verpackt in ein leichtes Swingkleid oder einen sanften Hauch von Bossa. Auch Pop-Ohrwürmer klingen aus ihrem Mund niemals nachgemacht oder recycelt, sondern besitzen stets eine eigene, liebevolle Note. Zusammen mit ihrer Band, in der neben Jens Lohse noch der Saxofonist Christoph Zoelch, der Bassist Dominik Uhrmacher und der Schlagzeuger Tom Diewock mitwirken, will die „Grand Dame“ des Neuburger Vocal Jazz nun zum vierten Mal nach 2013, 2015 und 2017 ihren erklärten Lieblingsclub nach allen Regeln der Kunst mit einem unwiderstehlichen Programm aus dem „Great American Songbook“ und Popklassikern verzaubern. Jede Wette, dass die Leute – wie bei allen Konzerten von Kerstin Schulz – am Schluss völlig aus dem Häuschen sind?

Diese Veranstaltung ist ausgebucht.

09. Dez
Fr | 20:30 Uhr | EUR 15,- / 10,- | Swing
Cassablanka
Alexander Großnick (ts, cl), Peter von der Grün (as, cl), Nils Niermann (as, bs, cl), Gerhard Hörmann (tp), Christian Rehm (tb, Brigitte Pettmesser (p), Renate Hörmann (b), Florian Herrle (dr), Farina Mayrshofer (voc)
Jazz aus der Region
Cassablanka (F: Cassblanka-Archiv)
Cassablanka (F: Cassblanka-Archiv)

Es wird höchste Zeit, dass das Salon- und Jazzorchester Cassablanka, das sich vom Geheimtipp zum stabilen und erfolgreichen Faktor in der regionalen Kulturlandschaft gemausert hat, nach dreijähriger Corona bedingter Zwangspause wieder im Neuburger „Birdland“ seine Visitenkarte abgibt. Kurz vor Weihnachten feiern die Frauen und Männer um Bandleader Alexander Großnick ihre Rückkehr in einen der bekanntesten Jazzclubs Europas. Das zweite Konzert nach 2019 stellt erneut ein absolutes Highlight in der Karriere der Band dar, die seit Frühjahr 2008 besteht – damals noch in Quartettbesetzung. Der Fokus des Repertoires des Salon- und Jazzorchesters Cassablanka liegt auf musikalischen Perlen der 1920er bis 1950er Jahre. Deren Charme und Leichtigkeit versucht die Combo authentisch in die Gegenwart zu transportieren, etwa mit internationalen Kaffeehaus- und Salonklassikern wie „Bel Ami“, „Ein Freund, ein guter Freund“ oder Evergreens des Dixieland sowie Swing wie „A Night In Tunesia“ oder „Stompinʼ At The Savoy“. Besonders eindrucksvoll präsentiert sich dabei die fünfköpfige Bläserlinie, bei der unter anderem auch Neuburg-Schrobenhausens Landrat Peter von der Grün an Altsaxofon und Klarinette mitwirkt. So winkt zum Glück wieder ein anregender Abend voller musikalischer Überraschungen.

Aktuelles Album:
Jubilee – Eigenverlag

Diese Veranstaltung ist ausgebucht.

10. Dez
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern
Jens Düppe – THE BEAT
Frederik Köster (tp), Lars Duppler (p), Christian Ramond (b), Jens Düppe (dr)
Jens Düppe Quartett
Jens Düppe Quartett

Willkommen im neuen rhythmischen Testament! „Im Anfang war der Beat …“. Und der Beat war bei Jens Düppe. Und Jens Düppe hörte, dass es gut war. Alles archaisch, generisch und utopisch. Jedes Stück ein eigener Kosmos, in dem Pulsen und Parsen jeweils die Basis bilden. Mitunter erweckt es den Anschein, als würden sich der Kölner Schlagzeuger und seine kongeniale, hochkarätige Band aus Freunden wie dem famosen Trompeter Frederik Köster, dem grandiosen Pianisten Lars Duppler und dem geschmackvollen Bassisten Christian Ramond teilweise Mittel aus der alten Musik verwenden, wo man bei Techniken der isorhythmischen Motette fündig wurde. Unterschiedlich lange Rhythmus-Phrasen laufen in der Schleife, so dass sie sich irgendwann neu zusammensetzen, gerne eben auch vom Piano, der Trompete oder dem Bass initiiert. Jedes Stück entsteht aus einer rhythmischen Keimzelle, die sich zu verschiedenen Patterns auswachsen und leicht gegeneinander verschoben, polyrhythmisch überlagern. Das führt mitunter zu vertrackten Strukturen, die aber bei aller Komplexität erstaunlich transparent bleiben. Die bisherigen Konzerte des Quartetts ernteten ausnahmslos überschwängliche Kritiken. So war unter anderem von „atemberaubenden Klangabenteuern” die Rede, oder schlichtweg von „happenings“. Bestimmt auch im Birdland!

Aktuelles Album:
The Beat – Neuklang/Inakustik
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16. Dez
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream
Helmut Kagerer – Stephan Holstein Quintett „Memory of You“
Helmut Kagerer (g), Stephan Holstein (cl), Thomas Stabenow (b), Bernhard Pichl (p), Michael Keul (dr)
Thomas Stabenow (F: Anna Logue)
Thomas Stabenow (F: Anna Logue)

In der Vorweihnachtszeit gab es seit Bestehen des Hofapothekenkellers immer ein ganz besonderes Konzert, eines, dass das Alleinstellungsmerkmal des 64 Jahre alten Birdland Jazzclubs deutschlandweit unterstrich. Regelmäßig seit 1991 traten dort mit Helmut Nieberle und Helmut Kagerer zwei herausragende europäische Vertreter der Jazz-Gitarre für ein einmaliges Duo-Konzert auf. Zum letzten Mal war dies 2018 der Fall. Ein Jahr später kam Nieberle, obwohl gesundheitlich schon angeschlagen, zusammen mit seinem Gitarrenkollegen Paulo Morello nach Neuburg, weil Kagerer zu diesem Termin verhindert war. Die Nachricht von seinem Tod im Februar 2020 erschütterte nicht nur das Stammpublikum, denn „Nieb“ gehörte zum lebenden Birdland-Inventar. Nach einem vergeblichen, von Corona verhinderten Anlauf nehmen nun fünf Freunde den Faden wieder auf: Natürlich Kagerer, aber auch der Klarinettist Stephan Holstein, früher eine Art Alter Ego des Gitarristen, der Bassist Thomas Stabenow, Schlagzeuger Michael Keul und Pianist Bernhard Pichl. Das gemeinsame Motto lautet: „Memory of You“ Und so nimmt es kaum Wunder, dass auf dem Menüzettel der fünf neben ausgesuchten Standards auch viele wunderbare Kompositionen dieses einzigartigen Jazzgitarristen zu finden sind. Ein Abend zum Erinnern und Genießen.

Aktuelles Album:
Swing Is Here To Stay – Bobtale Records
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17. Dez
Sa | 20:30 Uhr | EUR 15,- / 10,- | Swing
Cest Si Bon + 1
Mirelle Hanke (voc), Sven Wittig (sax), Eduard Israelov (p), Wigg Eder (dr), Manfred „General“ Hartlieb (b)
Jazz aus der Region
Wigg Eder (F: Weinretter)
Wigg Eder (F: Weinretter)

Nicht in die Irre führen lassen! Was fast vier Jahrzehnte lang als Birdland Jazz Band firmierte und als solche regelmäßig den Swing- und Dixieland-Nikolaus gab (kann man den heiligen Weihnachtsboten eigentlich gendern oder darf man Sängerin Mirelle Hanke auch als „Christkindl“ bezeichnen?), hat sich nun einen neuen, irgendwie auch logischen Namen gegeben. Mit Cʼest Si Bon kommt die inzwischen nahezu identische ehemalige Birdland Jazz Band wieder in den Hofapothekenkeller zurück. Angeführt von Urmitglied Wigg Eder wollen Saxofonist Sven Wittig, Pianist Eduard Israelov, und Bassist Manfred „General“ Hartlieb die unbeschwerte Fröhlichkeit des traditionellen Jazz in das Gewölbe übertragen, unter anderem mit Eders gesungenem Erkennungssong „Cʼest Si Bon“. Wigg mutiert dann zu einer Art bayerischen Yves Montand: „Cʼest si bon, de partir nʼimporte où bras dessus bras dessous, en chantant des chansons. Cʼest si bon, de se dire des mots doux des petits rien du tout, mais qui en disent long.“ Was übersetzt so viel bedeutet wie: „Es ist so schön, irgendwohin zu gehen, Arm in Arm, und dabei Lieder zu singen. Es ist so schön, sich süße Worte zu sagen, kleine Dinge, die nichts bedeuten, aber viel sagen.“ Also gehen diesmal alle in den Neuburger Jazzclub – ein absoluter Weihnachtspflichttermin, der garantiert schön wird.

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