Jazzkeller: Für Stehplätze, Thekensitzplätze und Sitzstufen ist keine Reservierung erforderlich.
Der ermäßigte Preis gilt für Clubmitglieder, Schüler und Studenten.
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Das Konzertprogramm ist Dave Wolpe gewidmet.
Wenn sich die swingIN-Big Band jedes Jahr im September anschickt, die Jazzsaison im Audi Forum Ingolstadt zu eröffnen, so liegt es im eigenen Anspruch der Frauen und Männer um Orchesterleiter Oliver Wasilesku, immer wieder mit einem neuen Programm zu begeistern. 2026 tun sie das schon zum sechsten Mal in Folge, diesmal liegt ihr Fokus auf Dave Wolpe, einem der prägenden Bigband‑Arrangeure des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Das Schaffen des 2022 gestorbenen Amerikaners zeichnet sich durch eine Mischung aus handwerklicher Präzision, stilistischer Vielseitigkeit und einem unverkennbaren Sinn für melodische Klarheit aus. Bekanntheit erlangte Wolpe vor allem durch seine Arbeiten für das neue Glenn Miller Orchestra, aber auch mit Tony Banks, Joe Battaglia oder dem Swiss Jazz Orchestra. Seine Arrangements atmen den Geist des klassischen Swing und tragen eine moderne Leichtigkeit, die Ensembles weltweit schätzen. In seinen Charts begegnet man einem Musiker, der die Balance zwischen Präzision und Spielfreude meisterte und dem es gelang, damit ein eigenes Kapitel im amerikanischen Jazzorchester zu schreiben. Die swingIN Big Band präsentiert einen würdevollen, authentischen Rahmen zu Ehren von Dave Wolpe mit dessen Arrangements von „In The Mood“, „My Funny Valentine“ oder „I Got A Kick Out Of You“, die mehr glänzen, als zu dröhnen. Damit stellt der Klangkörper mit Musikerinnen und Musikern aus der Region erneut unter Beweis, dass er längst über den Rahmen einer bloßen Amateurband hinausgewachsen ist. Der perfekte Start in eine heiße, ereignisreiche Spielzeit.
Same procedure as every year? Not this time! Wer denkt, das inzwischen traditionelle Eröffnungs-Doppelkonzert des Birdland-Jazzclubs mit Scott Hamilton verläuft immer nachdenselben Regeln, der dürfte 2026 aufs Angenehmste überrascht sein. Denn diesmal hat der 71-jährige, längst legendäre amerikanische Tenorsaxofonist, der seit fast zwei Jahrzehnten in der Nähe von Florenz lebt, einen Landsmann eingeladen, der von der Art der Handhabung seines Instrumentes sein potenzieller Erbe sein kann. Harry Allen, ein immer wieder gern gesehener und gehörter Gast im Hofapothekenkeller, agiert ganz bewusst mit einem „alten“ Ton, der an die frappierende Technik eines Stan Getz, den Balladenschmelz eines Lester Young, den Drive von Coleman Hawkins oder das famose Gefühl für Time eines Zoot Sims erinnert. Wenn Allen zusammen mit Scott Hamilton in den (Bühnen-) Ring steigt, dann potenziert dies das bereits prickelnde Groove-Feeling, für das wieder die deutschen Freunde Bernhard Pichl, Rudi Engel und Michael Keul sorgen, um ein Vielfaches. Die fünf erwecken ihre Helden im 21. Jahrhundert wieder zum Leben, ohne dabei in den Verdacht zu geraten, allzu plump auf dem Nostalgietrip zu reiten. Dieses Tenorsaxofon-Tandem hat eine simple, aber überzeugende Devise: Alles swingt. Wenn sie es so wollen.
Aktuelles Album:In The Still Of The Night (Hamilton) – GLM/edel Live At Birds Eye – Jazz Jazz Records
Same procedure as every year? Not this time! Wer denkt, das inzwischen traditionelle Eröffnungs-Doppelkonzert des Birdland-Jazzclubs mit Scott Hamilton verläuft immer nachdenselben Regeln, der dürfte 2026 aufs Angenehmste überrascht sein. Denn diesmal hat der 71-jährige, längst legendäre amerikanische Tenorsaxofonist, der seit fast zwei Jahrzehnten in der Nähe von Florenz lebt, einen Landsmann eingeladen, der von der Art der Handhabung seines Instrumentes sein potenzieller Erbe sein kann. Harry Allen, ein immer wieder gern gesehener und gehörter Gast im Hofapothekenkeller, agiert ganz bewusst mit einem „alten“ Ton, der an die frappierende Technik eines Stan Getz, den Balladenschmelz eines Lester Young, den Drive von Coleman Hawkins oder das famose Gefühl für Time eines Zoot Sims erinnert. Wenn Allen zusammen mit Scott Hamilton in den (Bühnen-) Ring steigt, dann potenziert dies das bereits prickelnde Groove-Feeling, für das wieder die deutschen Freunde Bernhard Pichl, Rudi Engel und Michael Keul sorgen, um ein Vielfaches. Die fünf erwecken ihre Helden im 21. Jahrhundert wieder zum Leben, ohne dabei in den Verdacht zu geraten, allzu plump auf dem Nostalgietrip zu reiten. Dieses Tenorsaxofon-Tandem hat eine simple, aber überzeugende Devise: Alles swingt. Wenn sie es so wollen.
Aktuelles Album:Live At Birds Eye – Jazz Jazz Records
Diese Veranstaltung ist ausgebucht.
Paris und München: Zwei Städte, die musikalisch in völlig unterschiedlichen Farben leuchten. Paris trägt Eleganz, Leichtigkeit und jene geschmeidige Noblesse schon im Klang des Namens, die Fabien Marys Trompetenton prägt. Klar wie ein heller Boulevardmorgen, zugleich mit dem raffinierten Schwung der Jazzclubs an der Seine. Seine Linien gleiten, funkeln, setzen beste Duftmarken französischer Modern‑Jazz‑Tradition. München dagegen steht für Erdung, Struktur und einen direkten, fokussierten Zugriff auf den Beat. Julian Schmidt formt am Piano kantige Akzente und rhythmische Klarheit, Bassist Giorgos Antoniou liefert ein Fundament, das nicht nur trägt, sondern vorwärtstreibt, und Xaver Hellmeier erweist sich mit seiner federnden Energie einmal mehr als unscheinbares Kraftwerk der Band. Im Zusammenspiel entsteht ein Fundament, das die Eigenheiten keineswegs unter den Tisch kehrt und sie zu einer undefinierbaren Lauge vermischt. Sie verzahnen sich vielmehr. Pariser Noblesse trifft Münchner „Mir-san-mir“-Gefühl. Das Resultat ist moderner, zeitgemäßer Bebop, geschmeidig und kraftvoll, ein europäischer Sound, der im Hofapothekenkeller Funken schlagen wird. Der Unterschied zwischen beiden Städten bleibt allemal hörbar, die daraus entstehende gemeinsame Sprache überragt aber alles.
Aktuelles Album:Never Let Me Go (Mary) – Caramba Records
Wenn der Pianist Pablo Held mit seinem längst zur Institution gereiften Trio um den ungeheuer wandelbaren Bassisten Robert Landfermann und den um keine Antwort verlegenen Drummer Jonas Burgwinkel wieder ins Birdland kommt, dann ist das alles andere als ein gewöhnlicher Konzertabend. Es ist das Wiedersehen mit drei grandiosen Musikern, die hier wie in ganz Europa längst Maßstäbe gesetzt haben. Held, Landfermann und Burgwinkel stehen für ein Pianotrio, das in Deutschland so gut wie keine Konkurrenz mehr kennt: radikal im Zusammenspiel, hellwach im Risiko, kompromisslos im Klang. Es wirkt jedes Mal so, als würde die Musik genau im selben Moment entstehen, in dem sie erklingt. 2026 können sie ihr 20‑jähriges Bestehen feiern, und die Feier in Neuburg ist dabei rot im Kalender angestrichen. Dazu hat das Trio einen Gast eingeladen, der seine Offenheit und Energie nicht nur ergänzt, sondern auf eine völlig andere Ebene überführt. Denn die Linien des französischen Saxofonisten Emilio Modeste setzen präzise Impulse, die sich nahtlos in die Interaktion des organisch harmonierenden Dreigestirns einfügen. Gerade mit starken Partnern wie ihm an der Seite belegen Held und Co. immer wieder eindrucksvoll ihre Ausnahmestellung. Denn sie erfinden sich mit jedem Konzert neu – auch und gerade an diesem besonderen Abend im Birdland.
Aktuelles Album:Unity – Hopalit
Noch so einer, bei den die einzelnen Phasen seiner künstlerischen Reife bei seinen Besuchen im Hofapothekenkeller immer festzustellen waren. Zehn Jahre Boston und New York, Studien, Arbeit, Begegnungen mit Legenden wie Herbie Hancock, Wayne Shorter, Wynton Marsalis, Clark Terry und Ron Carter haben das Spiel von Ignatz Dinné längst mit einem Alleinstellungsmerkmal versehen. Er wirkt klar, gelassen, mit jener Souveränität, die nur dann entstehen kann, wenn man direkt im Epi-Zentrum des Jazz Erfahrungen sammeln konnte. So spricht der Ritterschlag, den ihm Ron Carter verpasste, klar für sich: Ignatz Dinné sei ein „real young lion“. Das unterstreicht auch sein illustres Quintett, ein gewachsener Klangkörper voller ungekünstelter Spielfreude. Trompeter Dima Bondarev, Gitarrist Ramiro Olaciregui, Bassist Max Leiss und Schlagzeuger Julian Fau begleiten nicht bloß, sondern denken das Spiel des 55-Jährigen weiter. Selten stehen bekannte Standards und flirrende Eigenkompositionen so gleichberechtigt nebeneinander, wie bei ihm. Dinné zieht seine Melodiebögen mit einer Ruhe, die nie in Bequemlichkeit ausartet, und mit einem Ton, der sich keineswegs einschmeicheln will, sondern in diesem Kontext zwischen Tradition und Gegenwart Haltung zeigt. Das ist mehr, als nur ein Kompliment. Es ist eine Verpflichtung.
Aktuelles Album:The Next Level – Double Moon/Bertus
Bernstein – was für ein klingender Name! Peter Bernstein, weder verwandt noch verschwägert mit Leonard Bernstein, aber mindestens genauso reich an musikalischer Fantasie, kommt nach seinem fulminanten Gastspiel mit Larry Goldings und Bill Stewart im April 2024 nun mit seinem eigenen, hochkarätigen Quartett zurück in den Hofapothekenkeller. Noch 2011 überzeugte der heute 59-jährige New Yorker als Sideman in der Band von Sonny Rollins. Nun kredenzt Peter Bernstein, einer der vitalsten Protagonisten des modernen Straight-Ahead-Jazz, nach 2022 abermals sein eigenes Quartett und seine musikalischen Gedankenspiele. In Fachkreisen und bei anderen arrivierten Größen wie Brad Mehldau, Joshua Redman, Diana Krall, Christian McBride oder Pat Metheny gilt er längst als der „Musikant“ unter all den Gitarrenstars. Denn es gelingt ihm, eine herausragende Band mit der Piano-Sensation Sullivan Fortner, dem hinreißenden Bassisten Doug Weiss sowie Kush Abadey, der Entdeckung am Drumset, zu einem hochspannenden Energieleiter zusammenzuschweißen. Diese besondere Kombination aus Vertrautem und Unbekanntem findet sich auch in Bernsteins Repertoireauswahl wieder, die altbekannte Standards mit kühnen neuen Eigenkompositionen verzahnt. Nicht nur für Gitarrenfans ein Erlebnis!
Aktuelles Album:Better Angels – Smoke Sessions/Membran
Diese Veranstaltung ist ausgebucht.

