Programm - Juni 2021

Jazzkeller: Für Stehplätze, Thekensitzplätze und Sitzstufen ist keine Reservierung erforderlich. Stehplätze stehen wegen der geltenden Abstandsregeln leider nicht unbegrenzt zur Verfügung.
Der ermäßigte Preis gilt für Clubmitglieder, Schüler und Studenten.

Liebe Jazzfreundinnen und -freunde,

bitte informieren Sie sich kurz vor Konzertbesuch auf dieser Seite darüber, ob die Veranstaltung stattfinden kann.

Wichtiger Hinweis: Ab sofort beginnen die Konzerte wieder wie gewohnt um 20.30 Uhr!

Ihr
Birdland Jazz Club

 

04. Jun
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- |
Matthieu Bordenave Trio
Matthias Bordenave (ts), Florian Weber (p), Patrice Moret (b)
Matthieu Bordenave (F: Adrian Schütz)
Matthieu Bordenave (F: Adrian Schütz)

Das erste Album des französischen Saxophonisten Matthieu Bordenave bei ECM unter eigenem Namen stellt ein neues Projekt mit dem deutschen Pianisten Florian Weber und dem Schweizer Bassisten Patrice Moret vor. Auf La traversée – ‘Die Überquerung’ – lotet Bordenave einen Bereich zwischen zeitgenössischer Komposition und Jazz aus, subtil beeinflusst durch die Innovationen des Jimmy Giuffre Trios mit Paul Bley und Steve Swallow, die „Neuland erschlossen, das für Improvisatoren bis heute relevant ist“.
Die Aufnahme von La traversée, so erklärt er, orientierte sich an diesem Ansatz des Triospiels, „bei der sich melodische Linien ineinander verflechten und in den Nuancen der Töne aufblühen, da jeder Musiker seiner Intuition folgt“. Bordenave weist dabei den Weg mit seinem unverwechselbaren Saxophonklang, der kürzlich von Down Beat als „leicht und doch strukturiert und autoritativ“ charakterisiert wurde. Er betont auch durch seine Kompositionen, dass dies eine Musik ist, in der der Raum eine wichtige Rolle spielt. La traversée wurde im vergangenen Herbst in den Studios La Buissonne im südfranzösischen Pernes-les-Fontaines aufgenommen und von Manfred Eicher produziert.

Aktuelles Album:
ECM.Ink.to/LaTraverseeFP


Für dieses Konzert kann keine Reservierung mehr durchgeführt werden.

05. Jun
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream, Modern
The European Allstars feat. David Hazeltine
„The Music of Cedar Walton“
David Hazeltine (p), Piero Odorici (ts,ss), Aldo Zunino (b), Bernd Reiter (dr)
David Hazeltine (F: Birdland-Archiv)
David Hazeltine (F: Birdland-Archiv)

Diese internationale Band vereinigt drei europäische Spitzenjazzer, die sich seit vielen Jahren aus verschiedenen Projekten kennen, mit einem absoluten Topstar der New Yorker Jazzszene. Gemeinsam folgen die vier Musiker ihrer musikalischen Passion, dem klassischen, swingenden Modern Straight-Ahead Jazz und widmen sich auf dieser Tournee dem musikalischen Schaffen der Piano-Legende Cedar Walton, einem ihrer großen Vorbilder. Piero Odorici aus Bologna arbeitete in seiner außergewöhnlichen Karriere an der Seite von Jazzgiganten wie Cedar Walton und gilt heute als einer der führenden Jazzer Europas. Odorici arbeitet wiederum seit mehreren Jahren mit dem österreichischen Schlagzeuger Bernd Reiter zusammen, der an der Kunstuniversität Graz studierte und bereits viele Jazzgrößen wie Don Menza, Charles Davis, Harold Mabern, Cyrus Chestnut u. v. m. begleitete. Aldo Zunino zählt seit mehr als drei Jahrzehnten zu den meist gebuchten Bassisten Europas und arbeitete mit Jimmy Cobb, Clark Terry, Benny Bailey, Benny Golson, Lee Konitz, Joey De Francesco, Scott Hamilton u. v. m. Besonders freuen sich die drei Europäer auf dieser Tournee einen absoluten Topstar, den New Yorker Pianisten David Hazeltine, präsentieren zu können, der als ausgewiesener Cedar Walton-Spezialist gilt. Hazeltine begann seine professionelle Karriere mit 13 Jahren im Raum Chicago, als Hauspianist der Jazz Gallery in Milwaukee hatte er Gelegenheit, gastierende Jazzmusiker wie Sonny Stitt, Pepper Adams, Charles McPherson, Al Cohn, Lou Donaldson, Eddie Harris und Chet Baker zu begleiten. Letzterer überzeugte ihn 1981, erstmals nach New York zu kommen, 1992 zog er endgültig in den Big Apple. Er arbeitete in den nächsten Jahren mit Curtis Fuller, Junior Cook, Jon Hendricks, Louis Hayes, Peter Washington, Joe Locke, Jon Faddis, James Moody, Jim Snidero, John Swana und dem Hardbop-Sextett One for All.


Für dieses Konzert kann keine Reservierung mehr durchgeführt werden.

11. Jun
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream, Modern
Wolfgang Lackerschmid „Trio 77”
Wolfgang Lackerschmid (v), Thomas Stabenow (b), Michael Kersting (dr)
Wolfgang Lackerschmid (F: Birdland-Archiv)
Wolfgang Lackerschmid (F: Birdland-Archiv)

Mit Revivals ist das so eine Sache: Entweder spielt Nostalgie die tragende Rolle oder einfach die Erkenntnis, dass die Vergangenheit auch in der Gegenwart funktionieren kann. 1977 formierten der Vibrafonist Wolfgang Lackerschmid, der Bassist Thomas Stabenow (zwischen 1986 und 1998 Mitglied der Peter Herbolzheimer Rhythm Combination & Brass, beteiligt an Produktionen und Konzerten mit Stan Getz, Eartha Kitt, Chaka Khan, Al Jarreau oder Dianne Reeves) und der Schlagzeuger Michael Kersting (unter vielem anderen Konzerte mit Benny Golson, Chet Baker, Randy Brecker, Jaco Pastorius) ein Trio, das für jeden der drei Ausnahmemusiker eine prägende Rolle in ihrer Karriere einnahm. Für Lackerschmid, der bereits als Teenager in den Bands von namhaften älteren Kollegen spielte, sollte es die erste eigene Formation mit Musikern seiner Generation sein. In der musikalischen Aufbruchstimmung des Jazz der 1970er Jahre begeisterte die Formation mit raffinierten melodischen Eigenkompositionen und spannend groovenden Rhythmen. Das Trio 77 mit Lackerschmid, Stabenow und Kersting ist nicht nur eine historische Reminiszenz, sondern lädt das Publikum im „Birdland“ auf eine faszinierende Reise durch den gelebten, zeitlosen Jazz im zurückliegenden halben Jahrhundert ein.


Für dieses Konzert kann keine Reservierung mehr durchgeführt werden.

12. Jun
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream, Modern
Peter Weiss – The Good View
Ryan Carniaux (tp), Kristina Brodersen (as), Sebastian A. Sternal (p), Christian Ramond (b), Peter Weiss (dr)
Peter Weiss (F: Birdland-Archiv)
Peter Weiss (F: Birdland-Archiv)

„The good view“: So lautet nicht nur der Titel der jüngsten CD von Peter Weiss, einem der renommierten deutschen Schlagzeuger der vergangenen Jahrzehnte. Unter dieser Überschrift vereint der leidenschaftliche Musiker, einige der wichtigsten Musiker der zeitgenössischen Szene, von denen jeder für sich international schon für Aufsehen sorgte. Den Düsseldorfer Peter Weiss dürften die „Birdland“-Stammgäste der 80.er Jahre noch von den jährlichen Auftritten des legendären Trio „Engstfeld – Plümer- Weiss“ kennen. Mit ihm sorgt der grandiose Bassist Christian Raimond für den Rhythmus. Sebastian Sternal lieferte erst im vergangenen November ein herausragendes Piano-Solokonzert vor einer Geisterkulisse um leeren Hofapothekenkeller. Der kanadische Trompeter Ryan Carniaux hat die Nachfolge von Uli Beckerhoff als Professor an der Folkwang Hochschule für Künste in Essen angetreten, während die wunderbare Altsaxofonistin Kristina Brodersen den Klangkosmos von Weiss ergänzt. Dieser steht für Ensembleklang und Kommunikation sowie eine eigene kompositorische Handschrift. Das Programm besteht neben wenigen ausgewählten Standards vorwiegend aus Stücken der Bandmitglieder. Großartig!

Aktuelles Album:
The Good View – Jazzsick 8007JSS


Für dieses Konzert kann keine Reservierung mehr durchgeführt werden.

18. Jun
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern, Filmmusik
David Helbock
“Playing John Williams”
David Helbock (p)
David Helbock (F: Joanna Wizmur)
David Helbock (F: Joanna Wizmur)

Nach Hause telefonieren? Bei David Helbock stellt sich die Frage, wo das überhaupt ist. Ein erkleckliches Quantum Zeit verbringt der österreichische Pianist zwischen Berlin und seiner Heimat. Irgendwie schafft er es dann aber doch seit fast zwei Jahren, sich am Piano mit Werken des Filmkomponisten John Williams auseinanderzusetzen. Für ihn auch eine Art Nach-Hause-Kommen. „E. T. – Der Außerirdische“ hat er als kleiner Bub rund zwanzig Mal gesehen. Ähnlich verhielt es sich mit „Stars Wars“, „Der Weiße Hai“ und „Jurassic Park“. Für jeden dieser Blockbuster schrieb der heute 89-jährige Amerikaner den Soundtrack. Funktioniert das überhaupt, solch aufgeblasene und pompös orchestrierte Musik auf 88 Pianotasten zurückzufahren? „Wenn man genau das andere Extrem ansteuert, dann ja“, lächelt der Abenteurer. Das Klavier mit seinen mannigfaltigen Klangmöglichkeiten betrachtet Helbock grundsätzlich schon als Orchester für sich, vor allem wenn er in den Flügel greift, Saiten mit der Hand abdämpft oder streicht und das Innere als Perkussionsinstrument benutzt. So bringt seine Musik vor dem geistigen Auge des Hörers wieder Filme zum Laufen und entführt einen in die Seele des John Williams – aber auch des David Helbock.

Aktuelles Album:
Playing John Williams – ACT 9764-2/Edel


Online-Reservierungen können noch bis heute um 20:30 Uhr durchgeführt werden.

Sitzplatzreservierung

(Noch 13 verfügbar)
(Noch 8 verfügbar)

19. Jun
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Latin
Nice Brazil & Group
„Minhas Raizes“
Nice Brazil (voc), Ricardo Fiuza (p), Joel Locher (b), Dirik Schilgen (dr)
Nice Brazil (F: Dieter Reimprecht)
Nice Brazil (F: Dieter Reimprecht)

Was passt besser nach dem gefühlt fast ewigen Lockdown, als die perfekte musikalische Einstimmung auf einen heißen Sommer, in dem man zumindest im Geiste schon einmal Richtung Copacabana fliegen kann. Denn die Sängerin Nice Brazil stammt aus Sao Paulo und versteht es wie kaum eine andere, eingängige Songs des Bossa Nova, weltbekannte Jazz- und Latinstücke bis hin zur Samba und zur Musica Popular Brasileira ebenso leidenschaftlich wie virtuos zu interpretieren. Freilich: Nice Brazil gehört zur neuen Generation der europäischen Vertreterinnen brasilianischer Musik. Geboren und aufgewachsen in Brasilien, lebt sie seit Beginn der 1990er Jahre in Deutschland und wirkte erfolgreich an verschiedenen Projekten und Festivals mit. Nice Brazils aktuelles Projekt, das sie mit dem Pianisten Ricardo Fiuza, dem Bassisten Joel Lochner und dem Schlagzeuger Dirik Schilgen vertont, trägt den Titel „Minhas Raizes“, was soviel wie „meine Wurzeln“ bedeutet, und mischt kunstvoll Stile, Klänge und Farben Brasiliens. Ihre überaus geschulte Stimme vermag dabei zwischen den Extremen hin und her zu tänzeln: Temperamentvoll oder leise, beinahe meditativ, an der Grenze zum Hauchen, zur Stille, aber dennoch in jeder Note präsent. Nice Brazil intoniert nichts anderes als die Seele brasilianischer Musik.

Aktuelles Album:
Minhas Raizes – Fine Music FM 254/GLM


Die Sitzplätze für dieses Konzert sind ausverkauft. Für Stehplätze ist keine Reservierung erforderlich.

25. Jun
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Blues, Modern
Hülsmann – Wogram – Dell
„Come Together“
Julia Hülsmann (p), Nils Wogram (tb), Christopher Dell (vib)
Christopher Dell, Julia Hülsmann, Nils Wogram (F: Peter Hundert)
Christopher Dell, Julia Hülsmann, Nils Wogram (F: Peter Hundert)

Wie das passt! Als sich im August 2020 mit der Pianistin Julia Hülsmann, dem Posaunisten Nils Wogram und dem Vibrafonisten Christopher Dell drei der exponiertesten Vertreter der aktuellen deutschen Jazz-Generation in der Hamburger Elbphilharmonie zusammenfanden, um mit einem erlesenen Beatles-Programm das Ende der konzertlosen Zeit nach dem ersten Lockdown zu feiern, konnte noch niemand ahnen, dass sich exakt dasselbe Szenario zehn Monate später 750 Kilometer weiter südlich wiederholen würde. Erneut feiern Hülsmann, Wogram und Dell die Wiedergeburt der Konzertsaison nach dem dritten Lockdown, diesmal im Neuburger „Birdland“-Jazzclub. „Come Together“ versteht sich abermals als Reminiszenz an den Beatles-Hit, aber auch als Signal des gemeinsamen Musikerlebnisses. Die Musiker präsentieren eigene Interpretationen von Gassenhauern wie „Yesterday“, „Eleanor Rigby“ oder „Canʼt Buy Me Love“, die man erst über Umwege erkennen kann. Dabei setzt Christopher Dell höchst spannende Impulse mit seinem perkussiven und schwebenden Vibrafon, das sich wunderbar mit dem Klavier mischt, während Nils Wogram in diesem Gespann mit seiner virtuosen und warmen Spielweise als „Stimme“ und Stichwortgeber fungiert. Eine grandiose Kombination von Instrumenten und starken Persönlichkeiten, die nun auch in Neuburg ein energetisches und auf neue Art und Weise begreifbares Beatles-Programm präsentieren!

Sitzplatzreservierung

(Noch 0 verfügbar)
(Noch 3 verfügbar)

26. Jun
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- |
James Blood Ulmer Solo
James Blood Ulmer (g)
James Blood Ulmer (F: Gerd Löser)
James Blood Ulmer (F: Gerd Löser)

Der großartige Gitarrist und Sänger James Blood Ulmer gestaltet im Birdland das letzte Konzert vor der Sommerpause. Wer seinen grandiosen Auftritt im November 2016 im Rahmen des 6. Birdland Radio Jazz Festival noch in Erinnerung hat, wird sich sein aktuelles Konzert nicht entgehen lassen. Von vielen als Avantgarde-Gitarrist bezeichnet, ist er tatsächlich ein authentischer Bluesgitarrist, der sich auf das gesamte Spektrum der afroamerikanischen Musik stützt, von Free Jazz, Soul, Bebop, Avantgarde und Rock. Er ist nicht nur ein großartiger Gitarrist, sondern auch ein atemberaubender Bariton-Vokalstylist, dessen Texte in und über seine Musik schneiden. Er begann seine Karriere mit Funkbands in Pittsburgh mit Stationen in Ohio und Detroit, bevor er 1971 schließlich in New York City ankam. 1973 nahm James mit Rashied Ali auf und begann im selben Jahr mit Ornette Coleman zu arbeiten, deren Konzept betroffen war Ulmers Musik danach. Sein Blues und seine rockige Kunst waren roh, aggressiv und intellektuell überzeugend. In den 1980er Jahren machte er drei Platten für Columbia mit Künstlern wie David Murray, Amin Ali und Ronald Shannon Jackson. „Blood“ befasste sich intensiv mit der Untersuchung des Blues im Laufe des Jahrhunderts. Zuerst nahm er Memphis Blood: The Sun Sessions auf, wobei der Gitarrist Vernon Reid sowohl auftrat als auch produzierte. Diese Platte wurde 2001 für die Grammy Awards nominiert. 2003 veröffentlichte er No Escape From the Blues, aufgenommen im Electric Lady Studio. Im Jahr 2005 veröffentlichte Blood Birthright auf dem Hyena-Label, mit Abstand seine intimste Aufnahme. Seine Soloaufnahme enthält zehn Originale und zwei Cover des klassischen Repertoires und bringt die Blues-Reise von „Blood’s“ auf ein völlig neues Niveau.

Aktuelles Album:
In And Out – IN+Out IOR CD 77100-2/Inakustik


Die Sitzplätze für dieses Konzert sind ausverkauft. Für Stehplätze ist keine Reservierung erforderlich.