Programm - April 2018

Jazzkeller: Für Stehplätze, Thekensitzplätze und Sitzstufen ist keine Reservierung erforderlich. Stehplätze stehen immer zur Verfügung.
Der ermäßigte Preis gilt für Clubmitglieder, Schüler und Studenten.

06. Apr
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream, Modern
Weindorf – Plümer – Weiss
Peter Weiss (dr), Gunnar Plümer (b), Tobias Weindorf (p)
Art Of Piano 199
Weindorf, Plümer, Weiss
Weindorf, Plümer, Weiss

Im ebenso langlebigen wie legendären Klassiker „Art Of Piano“ stellt sich als Nummer 199 der junge Kölner Pianist Tobias Weindorf im Hofapothekenkeller vor. Mit zwei renommierten Kollegen als Rückendeckung will er dabei ein Exempel statuieren, wie ein modernes Klaviertrio heute auch klingen kann. Bassist Gunnar Plümer und Schlagzeuger Peter Weiss gehören zum Tafelsilber der deutschen Jazzszene. Das kongeniale Rhythmusduo, das weit mehr zu jedem musikalischen Event beisteuern kann, als nur einen dezenten Swingpuls, hat die Erfahrung von gemeinsamen Auftritten mit Randy Brecker, Lee Konitz, Kenny Wheeler, John Taylor, Charlie Mariano und Benny Bailey sowie mehreren Neuburg-Gastspielen im Gepäck. Mit ihrem als Kultband angesehenen Trio Engstfeld/Plümer/Weiss standen sie viele Jahre auf den bedeutenden europäischen Festivalbühnen. Gemeinsam mit Weindorf verfeinern Plümer und Weiss nun Weindorfs stimmige Melange aus klassischem Klavierspiel und Improvisationskultur. Der Pianist wandelt mit enormer Ausdruckskraft zwischen Arnold Schönberg, Claude Debussy, Hubert Nuss sowie John Taylor hin und her. Dass Tobias Weindorf dabei unter­schiedlichste Farb­werte kreiert, hebt ihn ohne jeden Zweifel aus dem Meer der aktuellen Pianisten-Generation hervor.

Aktuelles Album:
Stories To Be Told – JazzSick 5102JS/Membran


Für dieses Konzert kann keine Reservierung mehr durchgeführt werden.

07. Apr
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern
Emiliano Sampaio’s Meretrio
Emiliano Sampaio (g, tb), Gustavo Boni (b), Luis André (dr)
Emiliano Sampaio’s Meretrio
Emiliano Sampaio’s Meretrio

Seit er 2012 von São Paulo nach Graz übersiedelte, um am Jazzinstitut der hiesigen Kunstuniversität zu studieren, rührt der 33-jährige Gitarrist und Posaunist Emiliano Sampaio kräftig in der europäischen Jazzszene. Nicht weniger als vier CDs sind erschienen, wobei sich Sampaio mit seinem Nonett „Mereneu Project“ und dem 18-köpfigen „Mega Mereneu Project“ auch den Ruf eines hochtalentierten, stiloffenen Orchesterkomponisten erarbeiten konnte. Nukleus dieser Großbesetzungen ist das bereits 2003 in Brasilien gegründete „Meretrio“, dessen weitere Mitglieder Gustavo Boni (Bass) und Luis Andre Carneiro de Oliveira (Drums) mit ihrem Freund nach Österreich kamen. In diesem Setting demonstriert Emiliano Sampaio seine Qualitäten als Instrumentalist wie auch als wendiger, ideenreicher Kopf, der mit freier Improvisation ebenso auf du und du ist, wie mit Einflüssen aus Rock und Postrock sowie kammermusikalischen Stimmungsbildern. Mal präsentiert sich das Trio eher von seiner verspielten, lebendigen und auch keinem Experiment abgeneigten Seite, um dann im nächsten Moment zu einer eher gediegen-eleganten lyrischen und manchmal auch lässig humorvollen Note zu wechseln. Was auf diesem Wege entsteht, ist ein stetes musikalisches Hin und Her, das viele Spannungsmomente und überraschende Wendungen bereithält.

Aktuelles Album:
Óbvio –Sessionwork Records SWR 89/16 /Harmoniamundi


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13. Apr
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream, Modern
Esther Kaiser Quintett „Song of Courage”
Esther Kaiser (voc), Tino Derado (p), Marc Muellbauer (b), Roland Schneider (dr), Hasan Al Nour (kanun)
Esther Kaiser Quintett
Esther Kaiser Quintett

Esther Kaiser gehört zu jener Kategorie von Jazzsängerinnen, die dem gesamten Genre in diesem Land ein Gesicht und eine Stimme verleihen. Seit mehreren Jahren definiert sie mit einer Handvoll von Kolleginnen stilübergreifend und vielseitig den aktuellen Terminus „German Vocaljazz“. Die gebürtige Freiburgerin arbeitet als Jazzgesangs-Professorin, nimmt regelmäßig vielbeachtete Alben auf und hat sich als erfolgreiche Livekünstlerin einen Namen gemacht. Die 43-Jährige war Gründungsmitglied der „Berlin Voices“ und hob mit ihrer Debüt-CD „Jazz Poems“ die vielbeachtete Reihe „Jazz thing Next Generation“ aus der Taufe. Seither nutzt Esther Kaiser jede Chance, sich als eigenwillige Grenzgängerin ins Gespräch zu bringen. Auch ihr neuestes Projekt „Song Of Courage“ verbindet diametrale Welten, um für die drängenden Themen dieser Zeit eine gemeinsame Sprache zu finden. Jazzsounds treffen auf orientalische Klänge, Berliner Jazzmusiker auf geflüchtete Musiker aus Syrien oder dem Irak. Auch das „Courage“-Songmaterial kommt aus verschiedenen Dimensionen. Friedensbewegte Songs von Pete Seeger und orientalische Improvisationen treffen auf Stücke von Chick Corea, Suzanne Vega oder Hanns Eisler. Die große Klammer zwischen all dem trägt einen Namen, den man sich spätestens jetzt merken sollte: Esther Kaiser.

Aktuelles Album:
Learning How To Listen – GLM Music FM 191/Edition Collage


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20. Apr
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern
Gebhard Ullmann´s Basement Research
Gebhard Ullmann (bc, ts), Steve Swell (tb), Julian Argüelles (ss, bs), Pascal Niggenkemper (b), Gerald Cleaver (dr)
Gebhard Ullmann
Gebhard Ullmann

„Basement Research“ lautete der Name des ersten Projektes des Berliner Bassklarinettisten/Tenorsaxofonisten Gebhard Ullmann, den der große Pianist Paul Bley einst als einen der weltweit besten Improvisatoren bezeichnete. 1995 aufgenommen und veröffentlicht in New York, war es gleichzeitig der Beginn einer Zusammenarbeit, in deren Folge Ullmann nach New York zog und bis heute eine ganze Reihe hochgelobter transatlantischer Projekte in wechselnden Besetzungen initiierte. Die aktuelle besteht aus dem amerikanischen Posaunist Steve Swell, der sowohl mit Lionel Hampton wie auch mit Anthony Braxton spielte, dem Engländer Julian Argüelles, einer der interessantesten Saxofonstimmen der Gegenwart, dem Schweizer Pascal Niggenkemper, einem der renommiertesten Bassisten Europas, und dem fabelhaften US-Drummer Gerald Cleaver, der zu den wichtigsten Schlagwerkern des zeitgenössischen Jazz zählt. Behände und scheinbar anstrengungslos ziehen die fünf ihre verschlungenen Wege durch eine in freier Improvisation entstehende Klanglandschaft. Es regiert nicht der Zufall. Jeder Einzelne scheint mit einem fein justierten Kompass ausgestattet. Und plötzlich schimmert wieder ein sauber arrangiertes, groovig treibendes Thema durch – aber war das überhaupt notiert?

Aktuelles Album:
Hat And Shoes – Between The Lines BTLCHR 71238/Inakustik


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21. Apr
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Swing
Swingìng Ladies + 2
Nicki Parrott (voc, b), Stephanie Trick (p), Paolo Alderighi (p), Engelbert Wrobel (ts, cl)
Swingìng Ladies + 2
Swingìng Ladies + 2

Zwei Ladies, die der eleganten wie anregenden Musikform des Swingens huldigen, teilen sich diese Leidenschaft mit zwei nicht minder versierten Gentlemen: Wenn die amerikanische Bassistin/Vokalistin Nicki Parrott und ihre klavierspielende Landsfrau Stephanie Trick mit dem italienischen Pianisten Paolo Alderighi und dem deutschen Tenorsaxofonisten und Klarinettisten Engelbert Wrobel gemeinsame Sache machen, so resultiert daraus eine weltweit einzigartige Quartett-Besetzung. Den Bösendorfer-Flügel teilen sich vierhändig Trick und Alderighi – wie so vieles im Leben, denn beide sind miteinander verheiratet. Ihr berühmter Piano-Kollege Dick Hymann lobte das Elfenbein-Ehepaar in den höchsten Tönen: „Ich liebe es, Stephanie und Paolo zusammen zu hören. Jeder für sich ist ein fabelhafter Musiker, aber zusammen spielen sie ein vierhändiges Stride-Piano, wie es noch niemand zuvor getan hat!“ Mit Nicki Parrott steht ihnen eine überragende Bassistin/Sängerin zur Seite, während der Burscheider Saxofonist/Klarinettist Engelbert Wrobel für stimmige Licks und Soli sorgen wird. Das Repertoire der „Swinging Ladies + 2“ reicht getreu den Titeln ihrer beiden Alben „From Joplin To Jobim“ und „From Mambo To Tango“. Und das darf man an diesem Abend ruhig wörtlich nehmen.

Aktuelles Album:
From Mambo To Tango (Eigenverlag)


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Audi Forum Ingolstadt
Jazz im Audi Forum Ingolstadt
26. Apr
Do | 20:00 Uhr | EUR 25,- / 20,- |
Marialy Pacheco – Omar Sosa
„Duets“
Marialy Pacheco (p), Omar Sosa (p)
Marialy Pacheco
Marialy Pacheco

Zwei Karrieren wie aus dem Bilderbuch mit dem gemeinsamen Ausgangspunkt Kuba und ein und demselben Instrument. Zufall oder Bestimmung? Auf der einen Seite ist da Marialy Pacheco, die ebenso faszinierende wie vielseitige Pianistin, auf der anderen Seite der wunderbare Kosmopolit Omar Sosa, der auf den 88 Tasten meist ein ganzes Orchester ersetzen kann. Ihr Duo-Konzert auf zwei Flügeln verspricht einer der kulturellen Höhepunkte des Jahres im Audi Forum Ingolstadt zu werden. Vier Hände und vier Füße in einem irrwitzigen Wechselspiel zwischen Pianoforte und Pianissimo, zwischen wilden Ritten auf dem Elfenbein und behutsamen Fingerspitzengängen. Wenigstens 50 Prozent davon liegen in den Händen von Marialy Pacheco, die 2012 als erste Frau überhaupt mit dem Montreux Jazzfestival Award ausgezeichnet wurde. Ihr Spiel gleicht einer einzigartigen Melange aus traditioneller kubanischer Musik, afro-kubanischen Rhythmen und zeitgenössischem Jazz; erregend, sinnlich und eine Verbeugung vor den großen musikalischen Werten ihrer Heimat. Insofern ist Omar Sosa schlichtweg der ideale Partner. Wie kein Zweiter versteht er es, Latin Jazz und afrikanischen Spiritismus, europäische Klassik und die Sounds der amerikanischen Westküste unter einen Hut zu bringen. Die Musik von Omar Sosa klingt wie ein völkerverbindendes Brennglas, aus dessen schwebenden Strukturen stets Kuba herausleuchtet.

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27. Apr
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream, Modern
Tom Harrell Quartet
Tom Harrell (tp, flh), Danny Grissett (p, fender rhodes), Ugonna Okegwo (b), Adam Cruz (dr)
Tom Harrell
Tom Harrell

Seine bisherigen Gastspiele in Neuburg hinterließen einen unauslöschlichen Eindruck. Als Tom Harrell in wechselnden Besetzungen Kostproben seiner außergewöhnlichen Kunst gab, herrschte atemlose Bewunderung. Wegen der Ausnahmeerscheinung an der Trompete waren Fans Hunderte von Kilometern ins „Birdland“ gefahren. Auch diesmal wird es nicht anders sein, wenn der mittlerweile 71-Jährige mit seinem Quartett einen weiten Bogen von den Jazzstandards bis hin zu Bartoks Mikrokosmos spannt. Diesmal geht es um „Moving Pictures“, bewegte Bilder. Das neue Projekt dieses vielbeschäftigten, verschlossenen Mannes, der abermals mit offener, kraftstrotzender Musik verblüfft. Mit dabei sind seine langjährigen Weggefährten Danny Grissett am Piano, sowie Bassist Ugonna Okegwo und der Drummer Adam Cruz. Die drei kreieren farbige, rätselhaft-mystische Klanglandschaften voller Poesie, Sensibilität und Kraft. Dazwischen schimmert wieder Harrells Flügelhorn wie eine Orchidee im Großstadtchaos. Dieser in jeder Hinsicht außergewöhnliche Musiker erzählt wunderbare Geschichten, die ein Licht auf seine Gefühle, seine Empfindungen werfen. Das Instrument ist sein wahres Gesicht, das er auch diesmal entblößen will. Es verspricht, wieder ein faszinierender, ein atemberaubender Abend zu werden.

Aktuelles Album:
Something Gold Something Blue – High Note HCD 7289/ZYX
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28. Apr
Sa | 20:30 Uhr | EUR 15,- / 10,- | Mainstream
Rudi Trögl Trio
Rudi Trögl (g), Daniel Schmidt (sax), Uli Schiekofer (b)
Jazz aus der Region
Rudi Trögl
Rudi Trögl

Er ist ein alter Hase, im besten Wortsinn, Bühnen- und Birdland erfahren, und auch sonst mit allen Wassern gewaschen, ein Musikpädagoge von seltener Nachhaltigkeit und ganz nebenbei auch einer der profiliertesten Jazzgitarristen Bayerns. Immer wenn Rudi Trögl bislang im Keller unter der Hofapotheke gastierte, wussten seine zahlreichen Fans, dass sie sich auf einen Abend voller wunderbarer Klangwelten auf den Saiten einstellen konnten. Der 59-jährige Ingolstädter gilt seit mehr als drei Jahrzehnten in der Region als feste Größe und Spezialist für „das erste Mal“. So startete die Historie des Jazzpreises seiner Heimatstadt 1996 mit Rudi Trögl als Premieren-Preisträger und 1983 weihte er die Bühne der legendären Ingolstädter Kleinkunstbühne „Neue Welt“ ein. An solchen Aufgaben wächst man. Deshalb verspricht auch das Gastspiel mit dem Trio um den Saxofonisten Daniel Schmidt und den Bassisten Uli Schiekofer ein Abend voller kammermusikalischer Preziosen zu werden. Es lohnt sich, Trögls beseelte Fingergeläufigkeit zu bestaunen, die der Gitarrist gerade in der Heimat immer wieder gerne zelebriert. Sein Vortrag atmet Leichtigkeit und Konsequenz, lebt von frisch-rasanten Standards der Jazzliteratur und hat einer stimmigen Dosierung zwischen dem quirligen Achtelnoten-Fluss des Fusion und dem harmonischen Reichtum der Bop-Schule.

Aktuelles Album:
Times Of Growing (solo) – Eigenverlag
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