Jazzkeller: Für Stehplätze, Thekensitzplätze und Sitzstufen ist keine Reservierung erforderlich.
Der ermäßigte Preis gilt für Clubmitglieder, Schüler und Studenten.
Reservierungen: Sollten Sie eine Reservierung nicht wahrnehmen können, teilen Sie uns das bitte rechtzeitig mit, damit wir die Karten an andere Interessenten weitergeben können. Danke!
Hinweis: Eintrittskarten für alle Jazzveranstaltungen im Audi Forum Ingolstadt können über unsere Website und auf Ticket regional reserviert werden!
Die Bassklarinette: Das sind unendliche Klangweiten, geheimnisvoll, düster, viril und noch dazu überaus selten zu hören. Der Franzose Louis Sclavis, der geholfen hat, dass dieses wundervolle Instrument nach dem Tod von Eric Dolphy nicht völlig in der Versenkung verschwand, kommt immer wieder mit spannenden, unorthodoxen und bewegenden Projekten in den Hofapothekenkeller, wie zuletzt 2017 mit dem Violinisten Dominique Pifarély und dem Cellisten Vincent Courtois. Nun agiert der Pianist Benjamin Moussay an seiner Seite – als nahezu perfekt harmonierendes Duo, das auf starke Kontraste setzt und von Empathie sowie intensivem Austausch lebt. Sclavis und Moussay kennen sich in- und auswendig, haben bereits auf drei Alben zusammengearbeitet, wissen längst wie der jeweils andere tickt und ergänzen sich deshalb höchst stimmig, so dass ihr Klangkonstrukt zu einer kreativen Einheit verschmilzt. In „Unfolding“, ihrem Programm ausschließlich mit Eigenkompositionen – zwei Drittel aus der Feder des Pianisten, die restlichen Stücke von dem Bassklarinettisten – erträumt sich das französische Duo nun eine Welt der kammermusikalischen Konversation, in der lyrische Kontemplation und Erfindungsreichtum in freudiger, konzentrierter Zusammenarbeit nebeneinanderstehen. Eine einzigartige akustische Delikatesse!
Aktuelles Album:Unfolding – ECM/Universal
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„Tight Lines“, also „straffe Schnüre“ wünschen sich Anglerinnen und Angler, wenn sie an Seen oder Flüssen auf Beutezug gehen. Und so ködert auch dieses Quintett um die dänische Sängerin Mette Nadja auf ihren Touren und Auftritten immer wieder neue Fans und neue Anhänger für ihre spezielle Lesart des Jazz. In Schubladen musikalischer oder sonstiger Art gesteckt zu werden, davon handelt zum Beispiel „Boxes“, eine Komposition Mette Nadjas und der Titelsong des Programms, mit dem die „Straffen Schnüre“ zum ersten Mal nach Neuburg kommen. Neben Jazz-Standards widmet sich das aus Berlin stammende Ensemble um den Saxofonisten Markus Ehrlich, den Pianisten Johannes von Ballestrem, den Bassisten Max Leiß und Drummer Julian Fau vor allem der Interpretation dänischer sowie nordischer Volkslieder oder Eigenkompositionen. Den Kitt, der diese Melange „tight“ zusammenhält und bislang noch kein Publikum enttäuscht zurückgelassen hat, bildet dabei der Swing der amerikanischen Jazztradition. Gehen wir also „zum Angeln“ in den Hofapothekenkeller; mit einer umwerfenden Sängerin und einer engagierten, bestens eingespielten Band, die garantiert einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird. Weil ihre Schnüre allezeit festgespannt sind und nie Gefahr laufen, zu reißen.
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Wenn ein junger Pianist wie Lorenz Kellhuber immer wieder wichtige Inspirationen im Great American Songbook findet, dann mag das durchaus seinen Grund haben. Denn die Stücke besitzen auch im 21. Jahrhundert immer noch die Qualität eines gemeinsamen, weltumspannenden Vokabulars des Jazz und bilden mithin eine perfekte Grundlage für kunstvolle Improvisationen. Die Genialität, Virtuosität und das Verständnis der Jazzgeschichte, mit denen Kellhuber trotz seiner erst 35 Jahre diese Jazz-Standards angeht, kulminieren sich nun in seinem grandiosen Trio mit dem Bassisten Joe Sanders und dem Drummer Jesse Simpson, zwei der versiertesten Musiker der amerikanischen Szene. Gemeinsam feiern sie die Verschmelzung dreier musikalischer Seelen auf höchstem Niveau und befreien das Great American Songbook einmal mehr von seiner Patina. Probieren Sieʼs aus: Kaum jemand dürfte so spektakulär changierend zwischen Jazz und klassischer Klaviermusik wandeln, niemand versteht es so, über Ostinati in wechselnden Lagen zu improvisieren oder zwischen freier Tonalität und gebundenen harmonischen Klangankern hin- und her zu springen. Bei Kellhuber steht auf jeden Fall eines fest: Die Klassik formte aus ihm einen perfekten Musiker, während der Jazz ihn lehrte, auf eigenen Beinen zu stehen.
Aktuelles Album:Standard Experience – Blackbird Music
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Bislang kannten Birdland-Stammgäste nur den Seriendauerbrenner „Art Of Piano“ oder etwas länger zurückliegend „Art Of The Duo“. Wenn nun eine mit Weltstars gespickte Formation in den Hofapothekenkeller kommt und sich in eigentlich fast schon logischer Ermangelung eines Leaders gleich den Namen „The Art Of Quartet“ gibt, dann dürfen die Gäste in der Tat eine musikalische Delikatesse auf allerhöchstem Niveau erwarten. Den Pianisten Kevin Hays (Sonny Rollins, John Scofield, Benny Golson), den Schlagzeuger Peter Erskine (Weather Report, Steps Ahead), den Saxofonisten Benjamin Koppel (Paul Bley, Phil Woods, Bill Stewart) und den Bassisten Scott Colley (Dizzy Gillespie, Jim Hall, Joe Henderson) noch eigens vorstellen zu wollen, würde unter Garantie jeden Rahmen sprengen. Die Kompositionen der vier schöpfen aus einem extrem breiten Spektrum an Ausdrucksformen: Reminiszenzen an Legenden wie John Coltrane, klassische Komponisten wie Charles Ives, Einflüsse aus der hawaiianischen Musik oder überraschende Fusion-Referenzen. Wie dies alles unter einen Hut zu bringen ist, diese Frage wollen Erskine, Hays, Koppel und Colley im Laufe eines sicherlich mitreißenden Konzertabends beantworten. Denn die „Kunst des Quartetts“ besteht für sie vor allem darin, nicht nur auf gewohnten Pfaden zu wandeln, sondern sich auch einmal mutig auf abseitige Wege vorzuwagen – immer unterstützt und begleitet von Gefährten, die das gleiche Ziel vor Augen haben.
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Diesmal hat Josef Adler, den alle nur Wawau nennen, mit Jan Prax einen Saxofonisten dabei. Wer das bisherige Œuvre des 1967 in Karlsruhe geboren Gitarristen schätzte, der wird diesmal eine faustdicke Überraschung erleben. Wawau Adler, der sich bislang vor allem mit der Musik seines großen Vorbildes Django Reinhardt präsentierte, kreiert nun einen neuen Sound: den Gypsy Bop. Damit vereint er die Kunst des legendären Manouche-Saitenzupfers mit der Energie des Bebop im Stile von Charlie Parker, Dizzy Gillespie oder John Coltrane. Obwohl solche Begegnungen in der Realität niemals stattfanden, gibt es sie nun tatsächlich auf der Bühne des Neuburger Birdland. Der erst vor kurzem 59 gewordene Stammgast im Hofapothekenkeller entdeckte den Modern Jazz durch Gitarrenkollegen wie Wes Montgomery oder Pat Martino. Nun wagt er sich zum ersten Mal daran, seine prägenden Einflüsse miteinander zu verbinden. Wenn Wawau Adler zusammen mit Jan Prax, dem Rhythmusgitarristen Julian Wohlmuth und dem Bassisten Mini Schulz seinem Gypsy Bop Leben einhaucht, dann kommt es in erster Linie auf Eleganz, Emotion, Feuer und Authentizität an. Eine packende, temporeiche Spurensuche, auf der die Neuburger Fans Wawau Adler seit Jahren folgen dürfen, findet einen neuen Höhepunkt. Unbedingt dabei sein!
Aktuelles Album:I Play With You – Fine Music-GLM/Edel
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Bisher gab es ihn nur als Sideman zu bestaunen, der stets einen fantastischen Eindruck hinterließ, aber nie den jeweiligen Leader überbieten wollte, oder als Beherrscher der mächtigen Hammond B3-Orgel. Fast genau 30 Jahre nach seinem ersten Besuch im Neuburger Birdland mit dem legendären Vibrafonisten Milt Jackson, kommt Mike LeDonne zum ersten Mal als Leader eines Quintettes wieder, um seine Fähigkeiten am akustischen Piano unter Beweis zu stellen. Allein die Range seiner Jobs belegt seine Ausnahmestellung: Der 69-jährige, in Bridgeport/Cenneticut geborene Tastenvirtuose durfte an der Seite von Benny Goodman, Dizzy Gillespie, Benny Golson, Christian McBride oder Joshua Redman sein feines Blueshändchen unter Beweis stellen. Der große Oscar Peterson nannte ihn gar einen seiner erklärten Lieblingspianisten. Mit der klassischen Hardbop-Quintett-Besetzung will LeDonne auch diesmal die Menschen verzaubern. Dabei verlässt er sich einmal mehr auf seinen Freund, den umtriebigen wie geschmackvollen Schweizer Drummer Joris Dudli, der für ihn mit dem Trompeter Andrew Wagner, dem Tenorsaxofonisten Alex de Lazzari und dem Bassisten Clemens Gigacher ein vorwärts marschierendes Ensemble zusammengestellt hat. Wer diesen tollen Abend versäumt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen!
Aktuelles Album:The Heavy Hitters – Cellar Live
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Hot Stuff: Das bedeutet Musik, bei der die Beine nicht still bleiben können, bei der die Finger automatisch schnippen und der Kopf sich einfach bewegen muss. Heißer Stoff eben. Wenn sich eine Band dann noch selbst nach diesem Motto benennt, ergibt sich das Programm beinahe von selbst. Kein Problem für die Männer um Trompeter und Flügelhornist Heinz Dauhrer aus Berganger bei Ebersberg, der sich unter anderem durch die Veterinary Street Jazz Band („Knoff-Hoff-Show“) einen klingenden Namen erspielte. Posaunist und Sänger Butch Kellem, Gitarrist John Brunton, Bassist Gary Todd, Schlagzeuger Hermann Roth, „Special Guest“ Axel von Hagke an der Klarinette und eben Dauhrer vereinen insgesamt etwa 200 Jahren Bühnenerfahrung an der Seite von Größen wie Hugo Strasser, Ambros Seelos, Max Greger, Clark Terry, Dexter Gordon, Udo Lindenberg oder Nathalie Cole. Nicht nur deshalb gelingt es der Combo, einen groovigen, erdigen Mini-Big-Band-Sound zu kreieren, als dessen Spezialität schneidige Riffs, Tutti-Phrasen sowie Call & Response-Improvisationen, aber auch der eine oder andere gesungene Titel herausragen. Inzwischen umfasst das Repertoire der Hot Stuff Jazzband den klassischen Sound der legendären Louis Armstrong „Hot Seven“ in Original-Arrangements – eine mitreißende Trompete von Boss Dauhrer, swingende Rhythmen und Lebensfreude pur. All dies ergibt ein Jazz Event, das groovt und knistert. Hot Stuff, in jeder Hinsicht!
Rick Hollander kommt wieder ins Birdland, und mit ihm viele Erinnerungen an die Anfangsjahre im Hofapothekenkeller. Mit seinen eigenen Quartetten, in denen der 2021 mit 60 Jahren viel zu früh verstorbene Pianist Walter Lang eine Schlüsselrolle spielte, bestritt der heute 69-jährige Wahlmünchner aus Detroit viele unvergessliche Abende. Hollanders erklärtes Ziel war es stets, selbst Musik zu gestalten und sich nicht immer nur auf die Rolle als stoischer Rhythmusgeber reduzieren lassen. Im Prinzip ist es die Geschichte seines Lebens, die er auch diesmal erzählt, trommelt und in einigen Fällen sogar singt. Unterstützt von seiner neuen Band um den österreichischen Tenorsaxofonisten Herwig Gradischnig, den jungen Gitarristen Paul Brändle und den Bassisten Sebastian Claas. Kraft und Energie schöpft das Ensemble aus den Qualitäten seiner unterschiedlichen Charaktere. Kreativer Kopf und Spiritus Rector bleibt Namensgeber Rick Hollander. Der Drummer aus der „Motor City“ gibt den Takt vor, mal ungezügelt brodelnd wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch, mal zart und kontemplativ. Auch seine Qualitäten als Komponist haben sich in der Szene längst herumgesprochen. So dürfte auch dieses Gastspiel wieder ein denkwürdiges Ereignis werden, bei dem der Schlagzeuger alle Fäden in der Hand hält.
Aktuelles Album:Sgt. Pepperʼs Lonely Hearts Club Band – Laika/Galileo MC
Er gilt als eine der vielseitigsten Stimmen des zeitgenössischen Jazz in Europa und sein aktuelles Projekt sorgt bereits jetzt für eine Menge Aufsehen: Christian Elsässer schreibt ein musikalisches Tagebuch des Wandels, in dem es um eine Reise voller Abschiede und Neubeginne geht. Denn Leben ist Veränderung. Im besten Falle entsteht daraus einfallsreicher Jazz. Nach Jahren intensiver Arbeit mit Bigbands und Orchestern in der Rolle des Komponisten, Arrangeurs und Dirigenten kommt nun endlich wieder der außergewöhnliche Pianist Christian Elsässer zum Vorschein, wenn er sich von seiner kammermusikalischen Seite zeigt. Als der 42-Jährige die Stücke schrieb, fiel dies in eine Zeit großer persönlicher Veränderungen, wie die Entscheidung von ihm und seiner Frau, die alte Heimat München hinter sich zu lassen, um auf dem Land ein neues Zuhause für die Familie zu schaffen. Dieser emotionale Wandel – durchzogen von Aufbruchsstimmung, Wehmut und dem Zauber neuer Anfänge – spiegelt sich wie ein roter Faden in der Musik wider. Zur Umsetzung wählte er mit dem Saxofonisten Niels Klein, dem Vibrafonisten Tim Collins, dem Bassisten Henning Sieverts und dem Schlagzeuger Fabian Arends vier langjährige Weggefährten. Und diesmal lädt Elsässer auch das Birdland-Publikum auf seine Reise ein. Unbedingt mitfahren!
Aktuelles Album:
The Move – Edition Collage-GLM/edel

