Donaukurier | Karl Leitner
Eine Familie, zwei Erwachsene und drei Kinder, zieht aus der Großstadt aufs Land. Da ist es durchaus sinnvoll, den sich daraus ergebenden Wandel, die Veränderungen und all die neuen Eindrücke zu dokumentieren. Der eine führt Tagebuch, der andere tut das mit der Kamera oder dreht zu Erinnerung diverse Videos. Christian Elsässer fasst den Prozess des Umzugs in Töne, schreibt elf Stücke darüber, fasst sie zu einem Album zusammen, das er „The Move“ nennt, stellt eine Band auf die Beine, geht damit auf Tour und lässt an diesem Abend auch die Besucher des Birdland Jazzclubs in Neuburg teilhaben an seinen Umzug von Schwabing ins Chiemgau.
Elsässer hat eine Professur für Komposition und Jazz-Piano an der Hochschule für Musik und Theater in München inne, hat mit Dee Dee Bridgewater, Kurt Elling und Mike Stern gearbeitet und mit allen vier deutschen Rundfunk-Bigbands (WDR, HR, NDR, SWR) und gilt mit gerade mal 42 Jahren als eine der vielseitigsten Stimmen des jungen europäischen Jazz. In Neuburg entwirft er zusammen mit seinen Kollegen Niels Klein am Tenorsaxofon, Tim Collins am Vibraphon, Henning Sieverts am Kontrabass und Fabian Arends am Schlagzeug Stimmungsbilder, emotional aufgeladene Momentaufnahmen vom „Morgentau“ am See, in „Birds“ von kleinen Kindern am Spielplatz, die zwischen Spatzen herumspringen, mit ihren Puppen namens „Lisa & Lilli“ spielen und anschließend erschöpft in die Kissen sinken, akustisch kommentiert von einer Komposition mit dem schlichten Titel „Wiegenlied“.
Doch der Mann, der vom Klavier aus Regie führt, ist nicht nur Papa, sondern auch Tüftler. Für sein Stück „Short Stories No. 2“ wählte er ganz bewusst die Vorgabe, dass alle dafür nötigen Noten unbedingt auf ein einziges Notenblatt passen sollten. Für „Kanon“ mussten nacheinander und in genau dieser Reihenfolge Bass, Vibrafon, Saxofon und Klavier mit der gleichen Melodie ins Geschehen eingreifen, und zwar exakt nach 14 Takten. Dass sich daraus ein weiteres Stück in Elsässers typischem Duktus, zu dem Wärme und Weichheit ebenso gehören wie kompositorische Finessen und der Wagemut eines erfahrenen Arrangeurs, der durchaus auch mal eine Komposition für ein Quintett einrichtet, als hätte er eine Big Band vor und um sich herum. Da passt es auch ins Bild, dass mittendrin Johann Sebastian Bach auftaucht und am Ende in der Zugabe sogar ein Walzer namens Country-Quintett. Womit sich der Kreis zur Familie abermals schließt.
Manchmal fühlt man sich vom Sound her ein klein wenig an Gary Burton’s ECM-Aufnahmen mit Eberhard Weber und Rainer Brüninghaus erinnert, weil Piano, Kontrabass und Vibrafon für eine ganz eigene klangliche Facette stehen, manchmal kommen sich kammermusikalischer Minimalismus und eine fiktive Big Band im Hinterkopf ziemlich nahe und mitunter würde auch der Begriff Konzept-Jazz greifen. Aber solcherlei Versuche der Etikettierung mögen zwar der Beschreibung wegen nützlich sein, sagen aber wenig aus über das Gesamtempfinden angesichts einer Sammlung wie „The Move“. Die ist intellektuell und ausgetüftelt, ja, aber auch emotional, liebevoll und sehr persönlich. Und wird auch noch schön portioniert, überlegt dosiert, einfühlsam mit George Shearing’s „Conception“ garniert und kompetent präsentiert. Was für ein schöner, interessanter und bereichernder Abend.
Donaukurier | Karl Leitner
L.A.? – Das bedeutet nicht immer und automatisch Los Angeles, im Jazz schon gleich gar nicht. Wenn man nämlich die sechs Herren der Hot Stuff Jazz Band und das begeisterte Publikum im Audi Forum fragte, wären sich alle darin einig, dass das Kürzel an diesem Abend nur für niemand anderen als „Louis Armstrong“ stehen kann. Um „Satchmo“, den ersten Superstar des Jazz, dreht sich alles bei diesem, dem 199. Konzert der Reihe „Jazz im Audi Forum“, um dessen Kompositionen, die fast alle ein ganzes Jahrhundert auf dem Buckel haben, und damit gleichzeitig auch um New Orleans, der Stadt, aus der er stammte, der Crescent City, von der aus er seinen Siegeszug um die ganze Welt antrat.
Und natürlich auch um Lil Hardin, seine Ehefrau und Pianistin, um seinen Kollegen Fats Waller, seine beiden wichtigsten Bands, „The Hot Five“ und „The Hot Seven“ und all die berühmten Kompositionen, die er tatsächlich geschrieben hat oder die ihm posthum zugeschrieben werden, „“C’est Si Bon“, „Hello Dolly“, „Wonderful World“ und all die anderen. Heinz Dauhrer (Trompete), Butch Kellem (Posaune), John Brunton (Gitarre, Banjo), Gary Todd (Kontrabass), Hermann Roth (Schlagzeug) und der Klarinettist Alexander von Hagke, der im Audi Forum tatsächlich zum allerersten Male mit seinen Kollegen auf einer Bühne steht und sich vom ersten Augenblick an komplett integriert zeigt, sind quasi so etwas wie „The Hot Six“. Nicht, weil sie wie eine Horde junger Wilder mit Swing, Oldtime- und Traditionnal Jazz den Saal rocken würden, sondern weil sie innerlich brennen für „ihre“ Musik. Die Herren sind Überzeugungstäter, das merkt man ab der ersten Minute, ab den ersten Tönen von „Sleepy Time Down South“, der Nummer, der trotz ihres Titels ein Abend mit alles anderer als einschläfernder Musik folgt.
Die Band hat – ohne Alexander von Hagke – oftmals im Birdland Jazzclub in Neuburg gespielt, noch nie zuvor aber im Audi Forum. Doch auch in dieser weitaus größeren Location schafft sie es, ihr Konzert in einer geradezu familiären Atmosphäre ablaufen zu lassen. An diesem Abend gibt es nur Fans, auf der Bühne, vor der Bühne, und wer anfangs noch keiner war, der wird bis zum Ende einer. Dieses Sextett mag nicht in jeder Hinsicht perfekt sein, dafür verfügt es über Charisma und Seele. Dauhrers mit Augenzwinkern moderierten Geschichten offenbaren souveräne Bühnenpräsenz und jeder einzelne in der Band spielt mit Hingabe an die gemeinsame Sache und mit Herzblut.
Und das Repertoire? – Die Melodien kennt jeder, der sich auch nur ansatzweise irgendwann einmal mit Jazz beschäftigt hat. Der „Savoy Blues“, Ain’t Misbehavin’“, der „Basin Street Blues“ und „On The Sunny Side Of The Street“, „St. James Infirmary“ und natürlich „Do You Know What It Means To Miss New Orleans“. Die Arrangements hingegen, speziell zugeschnitten auf das Format des Sextetts, gehen zumindest in Teilen auf das Konto der Band, die damit alles andere ist als eine reine Tribute-Formation. „Nicht nur nachspielen, sondern interpretieren“ lautet die Devise und dies auf eine Art und Weise, die nicht auf Party und verschwitzte Leiber aus ist – was mit Armstrong sicher auch möglich wäre – sondern zu Herzen geht. „Hot Stuff“, der innerlich wärmt, was ganz besonders gut tut angesichts des nasskalten Nebels anschließend draußen auf der Plaza auf dem Weg zum Parkplatz.
Donaukurier | Karl Leitner
Im Mai 1996 lieferte der legendäre Vibraphonist Milt Jackson im Birdland Jazzclub ein sensationelles Konzert ab. Am Flügel saß damals „der hinreißende Pianist Mike LeDonne mit seinem erlesenen Blueshändchen“, wie es anschließend in der Presse hieß. Der ist nun wieder in Neuburg zu Gast, diesmal als Chef einer eigenen Band, und beginnt sein Konzert mit Ray Brown’s „Used To Be Jackson“, das auch damals auf der Setlist stand. Und erweist sich dabei wieder einmal als ein Meister aller Tasten, dem weder im Mainstream- noch im Modern Jazz so leicht einer etwas vormacht.
Ansonsten ist er auch öfter mal mit The Heavy Hitters oder mit Soul Chemistry anzutreffen, mitunter auch an der Hammond B3, diesmal jedoch wird der Mann aus Bridgeport, Connecticut unterstützt von Andrew Wagner an der Trompete, Alex de Lazzari am Tenorsaxofon, Clemens Gigacher am Kontrabass und Joris Dudli am Schlagzeug. Diese Besetzung ist zwar der seiner anderen Projekte nicht unähnlich, die Musik jedoch ist eine ganz andere. Bis auf zwei Exkursionen ins Great American Songbook, die man aber vernachlässigen kann, geht es bei diesem Konzert fast ausschließlich um Le Donne-Stücke aus verschiedenen Phasen seiner Karriere, um „Silver Dust“, das er für Horace Silver geschrieben hat, um das bluesige „That’s What’s Up“, das wuchtige „Continuum“ und das rasante „Groundation“, das er ausdrücklich seinem 2019 verstorbenen Pianisten-Kollegen Harold Mabern widmet, der 2017 noch selbst im Birdland konzertierte. LeDonne macht aus seiner Hochachtung ihm gegenüber kein Geheimnis und spielt im Andenken an ihn auch noch „The Booking Agent“.
Rasende Läufe, geerdet durch dazwischen geschobene Akkordblöcke, harmonische Richtungswechsel und dieser unglaubliche Einfallsreichtum – das sind Faktoren, die LeDonne auszeichnen. Besonders gut zu beobachten sind sie in dem Moment, als die beiden Bläser von der Bühne gehen und bei Mongo Santamaria’s „Afro Blue“ das Quintet zum Trio wird. Was LeDonne mit diesem Titel abliefert, ist schlichtweg Weltklasse und steckt trotz verminderter Wucht voller Energie und innerem Feuer. Denn auch diese Komponenten gehören mit dazu, wenn aus einem Konzert ein denkwürdiges Ereignis werden soll, das Publikum nicht nur beeindruckt sondern gepackt und mitgerissen werden soll. Die Bläser schieben an, der Groove rollt unerbittlich und die Solisten überschlagen sich geradezu im Entwickeln unorthodoxer Ideen, die sie dann auch noch meisterlich umsetzen.
In für den Hardbop typischer Besetzung leistet die Band wahrlich Großartiges an diesem Abend und die beiden erfahrenen Haudegen Dudli und LeDonne, der nicht nur an der Seite von Milt Jackson, sondern auch an der von Benny Goodman, Dizzy Gillespie oder Joshua Redman zu hören und zu sehen war, harmonieren prächtig mit den Jungen, die ihre Söhne sein könnten. Das kommt wie zu erwarten sehr gut an beim Publikum, das denn auch postwendend eine Zugabe fordert, die gerne gewährt wird. In Form eines wunderschönen Blues, der musikalischen Form, die das gesamte Werk LeDonne’s wie ein Bekenntnis durchweht. – Ein überaus beeindruckender Abend im Keller unter der ehemaligen Hofapotheke mit heißer Musik drinnen bei nasskaltem Schmuddelwetter draußen vor der Tür.
Donaukurier | Karl Leitner
Wenn es um Gypsy Swing geht, steht normalerweise im Mittelpunkt des Geschehens und des Interesses ein Gitarrist, der auf rasend schnelle Art Läufe und Melodien spielt und nicht selten ein Virtuose auf seinem Instrument ist. Manchmal ist ein Geiger mit dabei, ein Akkordeonist oder in seltenen Fällen auch ein Klarinettist, der es ihm gleichtut, so gut wie nie aber ein Schlagzeuger, weil für den Rhythmus ein zweiter Gitarrist und der Bassist sorgen. Und in kompositorischer Hinsicht schwebt fast immer der legendäre Django Reinhardt über der Szenerie, der Übervater dieser ganz und gar eigenen Gattung des Jazz.
Der Gitarrist Wawau Adler, der an diesem Abend im Birdland Jazzclub in Neuburg gastiert, bildete da bislang keine Ausnahme. Nun aber hat er neben Michael Acker (Kontrabass) und Julian Wohlmuth (Rhythmusgitarre) den Altsaxofonisten Jan Prax neben sich auf der Bühne, nennt seine Band „Gypsy Bop“ und stellt damit eine Verbindung her zwischen dem, womit Reinhardt (1910-1955) zur zentralen Figur seines Subgenres wurde, und dem, was man bis heute Bebop nennt und was gleichzeitig auf Initiative eines Charlie Parker (1920-1955) im Rest der Jazzwelt für Aufsehen sorgte. Adler spielt wohlgemerkt im Verlaufe des Abends keinen einzigen Ton aus Reinhardt’s Werk und Prax keinen aus dem von Parker, aber die beiden Heroen sind quasi mit im Raum und Treffen auf Vermittlung Adlers aufeinander, was ein Gypsy Swing-Konzert ergibt, das zwar auf traditioneller Basis abläuft, aber doch sehr über das hinausgeht, was sonst unter diesem Etikett angeboten wird.
Neben einigen Fremdkompositionen wie Gershwin’s „The Man I Love“, Jobim’s „Meditation“ und „Illusionen“ aus der Feder von – man glaubt es kaum – Udo Jürgens gibt es etliche Adler-Stücke zu hören. „Kolibri“, das drei Tage nach dem Konzert im Studio für eine CD eingespielt werden wird, das vom Titel her absolut ins Bild passende „Jazzy Populair“ oder „Moods“, das alles enthält, was Adler als Gitarrist auszeichnet. Die Konzeption der Stücke verrät dessen Nähe zur Tradition, den Bebop bringt Prax ins Spiel, der sich mit seinem Ton ausdrücklich auf Parker bezieht und mitunter auch auf John Coltrane, der ja zu Beginn seiner Karriere auch überwiegend Altsaxofon spielte. Deren Erbe verbindet er mit der Rasanz, den reichhaltig ornamentierten Figuren und den flüssigen Girlanden des Gypsy Swing, fügt sich damit ein in die Welt Adlers, bereichert sie, aber nicht als Gast, sondern von Beginn an als ein Teil von ihr.
Normalerweise weiß man als Zuhörer bei einem Gypsy Swing-Konzert, was einen erwartet. Adler und seine Band werden den Erwartungen absolut gerecht, auch ohne die ansonsten unvermeidlichen Reinhardt-Stücke. Der Wohlfühl-Charakter, der unerbittliche Swing-Groove, die Virtuosität der Solisten, die speziell europäische Note dieser Musik – alles ist da und verfehlt nicht seine Wirkung beim Publikum, das sich wieder einmal schwer beeindruckt zeigt. Das Besondere freilich, das nachhaltig im Gedächtnis bleibt, ist die Öffnung eines Genres, das immer wieder für Staunen, Relaxtheit und Genuss sorgt, aber auch oftmals durch vorgezeichnete Grenzen gekennzeichnet ist. Dass beides geht – Traditionsbewusstsein und Offenheit – zeigt dieser Abend.
Neuburger Rundschau | Dr. Tobias Böcker
Schon Django Reinhardt hatte ja vor seinem allzu frühen Hinscheiden mit dem Bebop geliebäugelt, seinen Gypsy-Swing peu à peu erweitert auf die moderneren Ausdrucksweisen, wie sie vor allem mit dem Namen Charlie Parker verbunden sind. So ist es durchaus folgerichtig, ein Gypsy-Swing- und -String-Trio mit einem Altsaxophon anzureichern. Was der junge Saxophonist Jan Prax lustvoll nutzte, weniger als Sidekick denn als echter Dialogpartner in den Bund einzutreten.
Der Auftakt präsentiert klassisches Uptempo mit feinem Swing, mitreißendem Groove und blitzgeschwinden Soli, in den sich die Saitenhexerei Wawau Adlers und das heiße Saxophon von Jan Prax in Duetten, Duellen, Exkursen, Unisono-Parts und dem einen oder anderen humorvollen Schlagabtausch erst mal so richtig warm spielen.
Anekdote am Rand: Beide stammen aus Karlsruhe, sind sich aber, obwohl Adlers Frau und Prax’ Mutter sich schon länger kennen, erst kürzlich begegnet. Wawau Adler, längst ein alter Hase des Genres, beherrscht den Saitenzauber aus dem Effeff, gibt ihm in Melodieführung und Tongestaltung indes genau jene eigene Handschrift, die seine Musik so unverwechselbar macht, selbst wenn er zwischendrin mal nur kleine, feine Ornamente aus dem Ärmel schüttelt. Sein Spiel zeichnet sich einerseits durch die klassischen, swingenden Hochgeschwindigkeitsattacken aus, andererseits durch intensive Empfindsamkeit, die einen Song wie »Illusions«, seinerzeit von Udo Jürgens der unvergessenen Alexandra auf den Leib komponiert, so unter die Haut gehen lässt.
Dazu ist Wawau Adler selbst ein vertiabler Komponist, dessen Stücke allemal zu Standards des Genres taugen: »Jazzy Populaire« etwa, »Autumn Swing« oder »Kolibri«, allesamt mit dem Zeug zum Klassiker, halten dem Vergleich mit etwa Gershwins »The Man I Love« locker swingend Stand.
Gypsy-Swing at its best, mit jeder Menge feiner Sahnehäubchen obendrauf: »Here‘s That Rainy Day«. Jan Prax nutzt die Steilvorlagen zu den Bebop-typischen Feuergirlanden, wie sie Minton‘s Playhouse entzündeten – auch hier ist Geschwindigkeit keine Hexerei – erweist sich indes auch im Balladenspiel mit feinem Ansatz als sensibler Meister seines Fachs. Nicht zu vergessen natürlich die beiden Wiener Swing-Garanten Julian Wohlmuth an der Rhythmusgitarre und Michael Acker am Kontrabass, ohne deren locker durchlaufenden Groove die Solisten im luftleeren Raum entschweben würden.
Spätestens mit »Cherokee«, einem Referenzstück des Übergangs vom Swing zu Bop, war dem Konzert nichts hinzuzufügen.
Neuburger Rundschau | Reinhard Köchl
Vier Musiker, die ihr Instrument exzellent beherrschen, allesamt Ausnahmekönner, zum Teil mit Legendenstatus. Ein Quartett. Doch wie häufig kommt dies im Jazz schon vor, scheinbar wahllos zusammengebastelte oder zusammentelefonierte Konstellationen, ein bisschen Namedropping und oft genug jede Menge Zufall dabei. Was ist daran bitte schön Kunst?
Einfach die Wirkung entfalten lassen, die sich da gerade langsam im einmal mehr bis auf den allerletzten Quadratzentimeter vollbesetzen Birdland-Jazzclub aufbaut! Hier gibt es kein lärmendes Höher-Schneller-Weiter, dass auch oft genug mit dem überbordenden Ego der Protagonisten zu tun hat.
Diese vier Herren dort oben auf der Bühne musizieren nicht etwa zum Selbstzweck, sondern um gemeinsam etwas Wunderschönes, Beeindruckendes, Faszinierendes entstehen zu lassen. Dazu braucht es zwingend ein gutes Ohr für die kleinen, feinen Nuancen der Mitstreiter, spontanes Reagieren auf unerwartete Wendungen, selbst wenn das Gros der anmutigen Kompositionen eher jazzunüblich aufnotiert erscheint. Die Musik bewegt sich behutsam vorwärts, tastend, suchend. Nichts muss, alles kann. Kein lautes Hallowach-Intermezzo, keine instrumentalen Ausreißversuche.
In diesem Quartett der längst in die Jahre gekommenen Superstars ist es das vorrangige Ziel eines jeden Mitglieds, die anderen so gut wie möglich klingen zu lassen, weil man selbst niemandem mehr etwas beweisen muss.
Peter Erskine zum Beispiel. Ein lebendes Denkmal des Genres, der in der wichtigsten Ära der Kult-Jazzrockformation Weather Report (Erkennungssong: „Birdland“) von 1978 bis 1982 das Schlagzeug bediente und dort regelmäßig für mächtige Gewitterentladungen sorgte, ist inzwischen 71. Seine aktuelle Performance orientiert sich genau am gegensätzlichen Extrem und hinterlässt gerade deshalb einen tiefen, nachhaltigen Eindruck. Nur ganz selten hat ein derart leiser Drummer in der Birdland-Historie die gesamte Dramaturgie eines Konzertes geprägt, wie Erskine an diesem Abend. In „The Seraph“ wirkt er wie ein Windhauch, der sanft über die Felle weht.
Oder Kevin Hays, dieser Ausnahmepianist, der bereits im zarten Alter von 23 Jahren 1992 sein Hofapothekenkeller-Debüt mit Benny Golson gab und heute zu den weltweit Besten seines Faches zählt. Er darf Miles Davis „Sippin At Bells“ mit einem Intro eröffnen, das sich irgendwo zwischen klingendem Impressionismus und Bebop einpendelt und das ohne Beispiel ist. Scott Colley, dieser mit allen Wassern gewaschene Bassist, begleitet nicht nur seine Komposition „The Seraph“ mit Linien, die man so noch nie gehört hat. Und der Däne Benjamin Koppel beweist den gesamten Abend über, dass er zur absoluten Weltklasse zählt, obwohl bis dato kaum jemand seinen Namen kennt.
So weben die vier selbst an kleinsten Details, bewegen sich unmerklich zwischen Reminiszenzen an John Coltrane, klassische Komponisten wie Charles Ives, Einflüssen aus der hawaiianischen Musik oder überraschenden Fusion-Referenzen. Das mithin eindrucksvollste Ergebnis dieses kollektiven Filterprozesses können die atemlos lauschenden Birdland-Besucher in der Zugabe „Touch Her Soft Lips And Part“, einem klassischen Werk von William Walton, mitverfolgen.
Am letzten Abend ihrer Europa-Tournee offerieren die glückseligen Musiker ein wunderbares Finale voller ungeschminkter, frei von jeglichem Firlefanz gestalteter Musik, wie sie nur ein solches Quartett zustande bringen kann. Und das ist tatsächlich dann ganz große Kunst!
Donaukurier | Karl Leitner
Die Idee für „The Art Of The Quartet“ hatte vor etlichen Jahren der dänische Altsaxofonist Benjamin Koppel. Er tat sich mit dem Pianisten Kenny Werner, dem Bassisten Scott Colley und dem Schlagzeuger Jack DeJohnette zusammen und fertig war eine Allstar-Group, die dem klassischen Format des Jazz-Quartetts neue Bereiche erschloss und dafür von der Fachwelt gefeiert wurde. Mittlerweile bearbeitet Kevin Hays die schwarzen und weißen Tasten und Peter Erskine sitzt hinter dem Drum Set, und exakt in dieser erneuten Traumbesetzung gibt die Band ein Konzert im Birdland Jazzclub in Neuburg.
Es ist das zehnte und letzte einer Tour durch europäische Jazz-Metropolen und es ist schlichtweg brillant. Wenn vier Musiker, von denen jeder Jazzgeschichte geschrieben hat, in einer Art Allstar-Band aufeinandertreffen, muss nicht automatisch Großartiges entstehen. An diesem Abend freilich passiert genau das. Und als hätten es alle aus nah und fern geahnt, ist das Birdland wieder mal rappelvoll. Andererseits: Worauf sollen Jazzfans auch sonst warten? Wer bei diesem Line Up nicht reagiert, dem ist nicht zu helfen.
„The Art Of The Quartet“ beschäftigen sich eindringlich mit den klar strukturierten, sparsam ornamentierten und fest umrissenen Kompositionen der Bandmitglieder. „The Fade“, „The Fugue“ und „Disgrace To Brooklyn“ werden zu einem Block zusammengezogen. Gespickt mit Querverweisen und bestehend aus kammermusikalischen, minimalistischen, lyrischen und straighten Komponenten, kommt er einer gut 40-minütigen Suite gleich, die festen Vorgaben folgt und einerseits ein akademisches Konstrukt ist, aber dennoch nur so sprüht vor Lebendigkeit. Hat man je einen Drummer so perfekt und mit Leichtigkeit nach Noten spielen sehen? War je einer dermaßen präsent gerade in Augenblicken größter Zurückhaltung?
Die Band zelebriert immer wieder Reduzierung in Perfektion und belegt damit, dass man auch ohne Getöse, ohne Vielspielerei, ohne die vordergründige Demonstration technischer Fertigkeiten einen höchst intensiven Auftritt hinlegen kann, bei dem die Funken sprühen, nur eben nicht auf die herkömmliche Weise. Bei „The Seraph“ etwa und bei „Three Part Conversation“ reduziert Erskine den Rhythmus mit einzelnen Schlägen auf den puren Puls, fährt alle anderen Aktivitäten komplett herunter und erzeugt damit eine Lebendigkeit, die durch Weglassen entsteht und eine Kraft, die aus dem Inneren der Musik zu kommen scheint und nicht durch Rasanz erzeugt wird oder durch heftige Beats. Was an diesem Abend im Birdland abläuft, ist ein Konzert der Eleganz, der Finessen und Feinheiten, der überlegten musikalischen Gesten, ein Plädoyer für die richtige Dosierung, für den subtilen Zugriff, für einen überlegten, ja, weisen Umgang mit den eigenen Fähigkeiten.
Diese vier Herren sind echte Könner, aber längst über die Phase hinaus, dies sich selbst und ihrem Publikum beweisen zu müssen. Und wenn sie „Allstars“ sind, dann auf Grund ihres Bekanntheitsgrades wegen ihrer Mitgliedschaft bei Weather Report, Steps Ahead und den Bands von Sonny Rollins, Dizzy Gillespie oder Paul Bley, nicht aber, weil sie spektakulärer agieren würden als weniger bekannte Kollegen. Im Gegenteil: Keiner in dieser Band ist der Star, denn bahnbrechende Musik wie diese kann nur entstehen, wenn aus einer Gruppe von Individuen eine Einheit wird. Ein Abend, der in die Birdland-Annalen eingehen wird.
Donaukurier | Karl Leitner
Lorenz Kellhuber, geboren 1990 in München, ist sicherlich einer der herausragenden und talentiertesten Pianisten des jungen europäischen Modern Jazz. Seine Kompositionen und seine Einspielungen mit Moritz Baumgartner und Felix Henkelhausen sorgen regelmäßig für Begeisterung. Wenn einer dem Format des Piano Trios immer wieder neue Aspekte abgewinnen kann, dann er. Doch der Virtuose, der an diesem Abend im Rahmen der Reihe „Art Of Piano“ am Bösendorfer Flügel des Neuburger Birdland Jazzclubs sitzt, fährt zweigleisig, denn zusammen mit seinen amerikanischen Kollegen, dem Drummer Jesse Simpson aus Kalifornien und dem Kontrabassisten Joe Sanders aus Milwaukee, ist er zudem als „Standard Trio“ und mit dem Great American Songbook aktiv.
Manch einer mag ja vielleicht enttäuscht sein ob der Aussicht, wieder mal einen Abend mit „nur“ den üblichen Standards des Jazz verbringen zu dürfen, mit Stücken, die vermeintlich sowieso bekannt sind, zumindest ihrem Namen nach. Genau die aber verrät Kellhuber nicht, sondern lockt seine Zuhörerschaft auf eine äußerst geschickt eingefädelte Spurensuche, indem er die Melodien, die die Stücke des Abends identifizierbar machen, nur andeutet, mal mehr, mal weniger deutlich, indem er die markanten Themen, die sie ja erst zu Klassikern machten, nur in Teilen oder in verschlüsselter Form ausbreitet. Was einerseits dazu führt, dass man das gespielte Stück zwar irgendwie kennt, aber nicht genau weiß woher. Und andererseits immer auf der Suche ist nach neuen versteckten Hinweisen und verräterischen Indizien. Selten lauschte ein Publikum so andächtig und aufmerksam einem Pianisten und seinen Kollegen wie an diesem Abend, selten folgte es seinen phantasievollen, verspielten Linien, seinen Improvisationen und wurde so reichlich dafür belohnt. Nicht mit den Namen der Stücke, denn die verrät Kellhuber bis zum Ende nicht, sondern mit der Virtuosität seines Spiels, seiner schier grenzenlosen Schaffenskraft als Gestalter und seiner Hingabe an das, was er hier tut. Wenn man ihm zuhört und gleichzeitig auch beobachtet, offenbart sich einem seine spirituelle wie auch körperliche Verbundenheit mit der Essenz dessen was in „How Deep Is The Ocean“, „Stella By Starlight“, „This Ain’t What They Used To Be“ oder „Invitation“ steckt. Die Originalaufnahmen von Duke Ellington bis Miles Davis sind Geschichte, was hier zählt ist allein die Interpretation.
Und die geht dermaßen in die Tiefe, dass Kellhuber mit dem Flügel regelrecht zu verschmelzen scheint, in manchen Sequenzen tief vornüber gebeugt am liebsten in sein Instrument hineinkriechen würde und die Musik ihn komplett durchdringt. Diese Intensität bemächtigt sich auch des Publikums, die Schönheit des Augenblicks packt einen emotional und am Ende dieses Abends, der einem so viel Genuss brachte, einem aber auch Konzentration und hohe Aufmerksamkeit abverlangte, kommt dann als Zugabe noch das hingehauchte „Peace“ von Horace Silver, dessen Identität wiederum nur angedeutet statt voll umfänglich offengelegt wird. Aber so sehr einen diese so ungemein spannende Spurensuche auch bereichert, geht es doch am Ende um deutlich mehr als nur um Identifizierung, nämlich um den kreativen Prozess, der nötig ist, um auf vermeintlich bekanntem Terrain immer wieder Neues entstehen zu lassen. – Ein tolles Konzert eines tollen Trios!
Donaukurier | Karl Leitner
Dänemark ist die Heimat etlicher herausragender Sängerinnen des Jazz. Gitte Haenning, Caecilie Norby, Sinne Eeg und Malene Mortensen kommen von dort. Eine, die weniger bekannt ist, aber ihren Kolleginnen in nichts nachsteht, ist Mette Nadja Hansen, die in Berlin lebt und mit der Band des Tenorsaxofonisten Markus Ehrlich namens Tight Lines unterwegs ist, zu der auch Johannes von Ballestrem am Klavier, Max Leiß am Kontrabass und Julian Fau am Schlagzeug gehören.
Derzeit ist sie wegen eines Unfalls auf Krücken angewiesen, was aber beim Konzert des Quintetts im Birdland Jazzclub keinerlei Auswirkungen hat auf ihre Stimme und ihre Bühnenpräsenz, und am Ende, nach einer fulminanten Zugabe, ist es offensichtlich: Diese temperamentvolle Lady kann nicht nur Jazz, Folksongs und Blues singen, sie verkörpert auch das, was man im Sport „Danish Dynamite“ nennt. Sie ist bei ihrem ersten Besuch in Neuburg eine der ganz großen Überraschungen der letzten Zeit, erobert die Sympathien des Publikums ab der ersten Minute und verlässt schließlich als Siegerin den Ort des Geschehens.
Am Anfang ist sie noch sichtlich beeindruckt davon, „endlich mal in diesem legendären Club zu sein, von dem die Kollegen immer so schwärmen“, aber bereits nach dem „Berlin Stroll“ und Gershwin’s „They Can’t Take That Away From Me“ hat sie sich akklimatisiert und singt sich mit ihrer pfiffigen, burschikosen, offenen und ehrlichen Art – und natürlich mit ihrer Stimme – in die Herzen ihrer eben neu hinzugewonnenen Fans. Und legt damit auch gleich die Richtung fest. Das verbindende Element im Programm sind Swing und Mainstream, aber unter die Klassiker von Cole Porter bis Oscar Hammersein mischen sich auch eigene Nummern, die noch um einiges interessanter sind als die Standards, und in die Zukunft weisen. „Smartphone Behaviour“, „Boxes“, „What A Little Moonlight Can Do“ und der „Big Sis Blues“ sind echte Perlen, die mit Hilfe eines bereits etablierten Stils aktuelle Geschichten erzählen.
Und dann sind da ja noch das sehr einfühlsam vorgetragene Abendlied „I Skovens Dybe Stille Ro“ („In der tiefen Stille des Waldes“) und Gitte Haenning’s „Jeg Snakker Med Mig Selv“ („Ich rede mit mir selbst“), die sie sich für den Schluss aufspart – beides absolut herausragende Belege für die große Spannweite ihrer Stimme und ihres Ausdrucks. Natürlich wäre sie trotz ihrer jungen, frischen und unverbrauchten Stimme, mit der sie den ganz Großen des Jazz und des Blues auf der Spur ist, ohne diese Band aufgeschmissen. Die Tight Lines sind durchaus auch ohne sie vorstellbar und würden sich auf ihrem stilistischen Betätigungsfeld, das ja von vielen Bands beackert wird, gut machen. Diese Sängerin aber ist das I-Tüpfelchen, das Sahnehäubchen, das Besondere, das den Unterschied ausmacht.
Wieder einmal ein Debut im Birdland, das die große Spannbreite des dortigen Programms offenbart, eine Künstlerin vorstellt, die ein Ausrufezeichen setzt und mit ihr ein Land, das immer wieder tolle Jazzsängerinnen hervorbringt, die man hier im Süden der Republik viel zu selten zu Gesicht bekommt. Mette Nadja Hansen freilich war nach diesem beeindruckenden Konzert und der so überaus positiven Resonanz darauf sicherlich nicht zum letzten mal in Neuburg zu Gast. Dann ohne Krücken! Auf bald und gute Besserung!
Donaukurier | Karl Leitner
Das ist, was Jazz unter anderem ausmacht, was weder in der Klassik noch im Pop möglich ist: Jemand komponiert Musik, schreibt sie auf und schaut während der Aufführung derselben nach, was eigentlich in ihr steckt, welche Möglichkeiten sie beinhaltet, tritt quasi eine Forschungsreise ins eigene Werk an und fördert Dinge zutage, die er vermutlich selber und sein Publikum schon gar nicht erwartet hat.
Louis Sclavis, einer der weltbesten Virtuosen an der B- und der Bassklarinette, und sein Kollege Benjamin Moussay am Bösendorfer-Flügel unternehmen an diesem Abend im Birdland Jazzclub in Neuburg eine solche Reise. Forschungsobjekte sind vor allem Kompositionen aus der Feder Moussay’s und wenn die beiden in sie eintauchen, wird man Ohrenzeuge, wie sich gemeinsam hineinziehen lassen in eine ungemein spannende Welt voll neuer Töne, unerwarteter Rhythmen, sich von den notierten Vorlagen immer mehr lösen und sich ganz der eigenen Stimmung, der Atmosphäre des Raumes und dem überlassen, was an Reaktionen aus dem Publikum zu ihnen auf die Bühne zurückkommt. Was man hört, begierig aufnimmt und was einen da so fasziniert, ist Musik, die lebt durch die feinsinnige, kammermusikalische Betrachtung, die die beiden ihr angedeihen lassen, durch den Dialog, den sie auf kongeniale und überaus konzentrierte Art miteinander führen, durch beider Erfindungsreichtum, der nicht selten auch Skurriles hervorbringt.
Sclavis und Moussay, der eine aus Lyon, der andere aus Strasbourg stammend, spielen seit über zehn Jahren als Duo zusammen, kennen sich also in- und auswendig. Und weil nicht nur gegenseitige Hochachtung, sondern auch die Empathie eine entscheidende Rolle spielt in diesem Format, kommen dieser überaus rege Austausch, diese Kontraste und diese Verbundenheit überhaupt erst zustande. Jeder weiß vom anderen, wie er tickt, reagiert, wo seine Vorlieben liegen, man umarmt sich gegenseitig, geht getrennte Wege, fordert einander heraus, wagt eine Verfolgungsjagd oder und geht getrennte Wege. Um sich am Ende vielleicht sogar exakt am Ausgangspunkt wieder zu treffen.
In keinem anderen Format ist man dermaßen aufeinander angewiesen wie im Duo. Der Solist ist nur sich selbst verantwortlich und entscheidet alleine, im Quartett oder Quintett kann man sich auch mal eine Verschnaufpause gönnen und in der Big Band sich sogar verstecken, wenn man mal einen schlechten Tag hat. Im Duo geht das nicht. Wenn die beiden Doppel-Partner nicht harmonieren oder wenn einer schwächelt, ist der Zauber weg. Bei Sclavis und Moussard passiert genau das Gegenteil, wird er mit zunehmender Konzertdauer immer stärker. In „L’Heure de Loup“ streunt man dem Titel entsprechend mit den Wölfen durch einsame Landschaften, in „Unfolding“ läuft eine Art Filmmusik ab, bei „Somebody Leaves“ kann man mit Sclavis und Moussard eintauchen in einen Strudel aus Noten und Klangvariationen und bei „Fleur Bleue“ wunderschöne Harmonien genießen.
All die Stücke des Abends sind Momentaufnahmen. Beim nächsten Konzert werden sie mit Ausnahme des Themas ganz anders klingen. Dass jeder Musiker, der im Birdland auftritt, sein Instrument beherrscht, davon kann man ausgehen. Der Reiz liegt in der Unvorhersehbarkeit dessen, was er tut und wie er dies tut. Das kann dann solch tolle Abende wie diesen zeitigen.

