„Tribute To Coco Schumann“
„Tribute To Coco Schumann“
Sie nannten ihn den Ghetto-Swinger. Er saß an der Todesrampe von Auschwitz, weil es die SS-Schergen so wollen; ein junger Gitarrist der „La Paloma“ spielte. Coco Schumann konnte diese Szene nie wieder aus seinem Gedächtnis tilgen, sie war immer präsent, zu jeder Tages- und Nachtzeit, in guten wie in schlechten Tagen, bei jedem Akkord. Er sah bis zuletzt die Augen der Kinder, die in den Gaskammern verschwanden. Dazu der Song von der weißen Taube. Unterhaltungsmusik als Untermalung für den Holocaust. Wie muss sich jemand fühlen, der den Soundtrack für den gewaltsamen Tod unzähliger Menschen lieferte? Kann man mit dieser Bürde weiterleben? Schumann konnte. Oder besser gesagt: er musste. Um der Nachwelt seine Geschichte zu erzählen. Im Januar 2018 ist der Gitarrist in Berlin gestorben, aber sein Erbe lebt in Person des jungen Gitarristen Alexander Kranich weiter. Er hatte Coco in Hamburg kennengelernt, nach seinem Tod viele seiner Kompositionen transkribiert und neu arrangiert. Mithilfe des Pianisten Axel Reichard verfeinerte er die Stücke des Freundes und Vorbildes und entwickelte ganz allmählich den Ruf eines ausgewiesenen Spezialisten für die Werke Schumanns. „Die Musik hat mir das Leben gerettet“, sagte Coco Schumann in seinen späten Jahren. Nun soll sie das Leben der Menschen bereichern.
Aktuelles Album:Tribute To Coco Schumann – Personality Records
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