Das ewige Spiel mit den schwarz-weißen Tasten: Wer glaubt, dabei noch etwas entdecken zu können, das noch nie so gespielt wurde, bei dem sind Enttäuschungen unvermeidlich. Vielleicht wäre es ratsam, einmal nach Protagonisten Ausschau zu halten, die einen völlig anderen Ansatz suchen. Wie Randy Ingram, dieser hochbegabte Pianist, den die „New York Times“ wegen seines „unglaublichen Gespürs für zeitgenössische Harmonien und schnittige rhythmische Sensibilität“ preist, während ihn die „Jazz Times“ schlicht einen „begnadeten Musiker“ nennt. Ursprünglich aus dem Sonnenstaat Kalifornien stammend, besuchte Ingram das New England Conservatory of Music und zog anschließend in das energetische Brooklyn, dort wo angeblich immer noch der Puls des Jazz schlägt. Dabei spielte er an der Seite von legendären Musikern wie John Patitucci, Benny Maupin, Tierney Sutton, Kendrick Scott oder Billy Higgins. Wenn Ingram die Finger in die Tasten legt, dann erlaubt er einen intimen Blick auf sein Innerstes. Im Trio mit der Bass-Instanz Drew Gress, der ebenso wie Drummer Karl-Henrik Ousbäck schon unzählige Male im Neuburger „Birdland“ gastierte, besticht er durch seinen kristallinen Klang, der sich in unendliche musikalische Weiten erstreckt. Das Publikum erwartet ein sinnlich-virtuoses Aha-Erlebnis.
Aktuelles Album:Play Favorites – Sunnyside/Broken Silence

