Was Grant Stewart ganz wesentlich von vielen anderen Kollegen unterscheidet, die unrettbar im Sumpf der Hard-Bop-Nostalgie feststecken, ist der immer wieder zündende kreative Funke und seine allzeit spürbare Spontanität seiner Soli. Wenn der 54-jährige kanadische Tenorsaxofonist erst richtig in Fahrt kommt, dann treten Fragen bezüglich Tradition und Anleihen daran angesichts der überwältigenden Faszination seiner Improvisationen absolut in den Hintergrund. Schon mit 19 Jahren zog es den in Toronto geborenen Ausnahmemusiker nach New York, wo er sich sein Rüstzeug bei so prominenten Lehrern wie Donald Byrd und Barry Harris holte. Die Liste seiner Credits umfasst Engagements bei Jimmy Cobb, Harold Mabern, Louis Hayes, Curtis Fuller, Brad Mehldau, Russell Malone oder Larry Goldings. Bei den jährlichen Polls des Magazins Down Beat findet sich sein Name seit Jahren regelmäßig unter den zehn weltweit besten Tenorsaxofonisten. Ins Birdland bringt Stewart ebenso renommierte wie in den Katakomben der Hofapotheke bestens bekannte Kollegen mit: den Pianisten Martin Sasse aus Köln, den Schlagzeuger Bernd Reiter aus Wien sowie den in Stockholm lebenden amerikanischen Bassisten Thomas Kenji Rabson. Zusammen versprechen die vier einen hochenergetisch swingenden, etwas anderen Bebop-Feiertag.
Aktuelles Album:Next Spring – Cellar Live

