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Sie gehören längst zum lebenden Inventar der After Work Jazz Lounge im Audi Forum Ingolstadt. Seit Beginn der ambitionierten Konzertreihe im Jahr 2001 treten die beiden Augsburger Musiker immer wieder in unterschiedlichsten Formationen, aber meistens im kongenialen Duo auf und nennen längst eine eigene Fanschar ihr Eigen. Das Repertoire des Saxofonisten/Klarinettisten Reinhold Bauer und des Gitarristen Dietmar Liehr pendelt munter zwischen Swing und modernem Mainstream. Wichtig: Trotz ihres in jeder Note spürbaren Bemühens um musikalische Substanz behalten die beiden stets ihr Publikum im Blick. Dafür kreieren sie verwegene Klangfarben, für die Bauer neben diversen Saxofonen und der Klarinette auch das Klavier bedient, während Liehr eine siebensaitige Gitarre verwendet und so den fehlenden Bass ersetzt.

Eröffnungskonzert des 16. Birdland Radio Jazz Festivals in Kooperation mit dem BR
Voila: Da eröffnet eine Formation das 16. Birdland Radio Jazz Festivals im Audi Forum Ingolstadt, die den zeitgenössischen Jazz mit einer seltenen Mischung aus Eleganz, Energie und klanglicher Tiefenschärfe zu beleben versteht. Im Zentrum befindet sich als primus inter pares der serbische Schlagzeuger Vladimir Kostadinović, dessen Name weltweit längst als Markenzeichen für rhythmische Autorität gilt und die amerikanische Tradition virtuos mit europäischen Metren verknüpft. Kostadinović ist ein Musiker, der nicht nur den Puls vorgibt, sondern Räume öffnet: für melodische Erzählungen, für harmonische Feinheiten, für jene Momente, in denen Improvisation zur persönlichen Aussage wird. Sein Ruf als einer der wandlungsfähigsten und zugleich charakterstärksten Drummer seiner Generation gründet auf dieser Fähigkeit, technische Brillanz mit emotionaler Tiefe zu verschmelzen. Für das aktuelle Konzert hat er eine Spitzenbesetzung aus aller Herren Länder um sich versammelt: der US-Vibrafonist Joe Locke, Trompeter Alex Sipiagin aus Russland, der slowenische Altsaxofonist Jaka Kopač sowie der amerikanische Bassist Josh Ginsburg. Jeder von ihnen ein Solist mit eigener Handschrift, gemeinsam jedoch ein Ensemble, das mit feiner Balance zwischen Virtuosität und lyrischer Intensität überzeugt. Das IRIS International Quintet prägt seine eigene Lesart des Modern Jazz: traditionsbewusst, aber nie nostalgisch, zeitgenössisch, aber nie kühl, voller Energie, aber stets mit Sinn für Form und Ausdruck. Ein Abend, der die Kunst des Zusammenspiels feiert und die Bühne des museum mobile in ein vibrierendes Klanglabor verwandelt.
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Die kanadische Jazzsängerin Nina Michelle – bestens bekannt durch ihre Auftritte im museum mobile – versteht es immer wieder, einen Raum sofort in musikalische Spannung zu tauchen. In München zuhause, international erprobt, verbindet sie stilvolle Ausdruckskraft mit präzisem Timing und einer Bühnenpräsenz, die jedes Stück – von Standards über ausgewählte Balladen bis zu Songs ihres Albums „Love Confessions“ – leuchten lässt. An ihrer Seite gestalten zwei profilierte Musiker den Klang des Abends: der Augsburger Pianist Heinz Frommeyer, dessen amerikanische Jazzprägung Wärme und Vielseitigkeit einbringt, sowie Trompeter Peter Tuscher, seit Jahrzehnten eine feste Größe der heimischen Szene. Gemeinsam formen sie ein Trio, das Eleganz, Intensität und feine musikalische Kommunikation zu einem eindrucksvollen After‑Work‑Jazz-Lounge-Erlebnis bündelt.

Ein fürwahr kongeniales Duo, das Gitarrist Philipp Stauber und Bassist/Cellist Henning Sieverts da bilden! Beiden gelingt das Kunststück, selbst im allerkleinsten Rahmen große musikalische Räume zu öffnen. Ihr musikalisches Tandem verbindet geschmeidigen Swing, bluesige Farben und spontane Interaktion zu einem Klangbild, das an intime Wohnzimmerkonzerte erinnert – nah an der Bühne, nah an den Künstlern. Fein verwobene Linien, kontrapunktische Dialoge, gefühlvolle Balladen und rasanter Bebop prägen ihre gemeinsame Handschrift. Besonders eindrucksvoll wirkt ihr intuitives Zusammenspiel, das ohne Effekthascherei auskommt und dennoch eine vibrierende Energie entfaltet. Ein Abend für alle, die Jazz in unmittelbarer, persönlicher Atmosphäre erleben möchten.

Zu Musik muss man tanzen können, lautet die Devise von Jens Hunecke (Gesang), Dirk Rutenbeck (Piano) und Michael Mayer (Kontrabass). Seit 2018 gehen die drei Musiker als „Jazz Of Course-Trio“ ihrer gemeinsamen Leidenschaft vor allem für den traditionellen Swing der 1930er- und 1940er-Jahre nach. Bei ihren Auftritten erleben sie es immer wieder, dass bei den Zuhörern nicht nur die Füße mitwippen, sondern auch spontan eine kesse Sohl aufs Parkett gelegt wird – stets der beste Beweis dafür, dass die jahrelange Erfahrung jedes Musikers in einen swingenden Groove-Strudel mündet. Titel aus dem Latin-Bereich und Stücke mit Blues-, Boogie-Woogie- und Stride-Piano-Einfluss runden das umfangreiche, auf Spielfreude und Entertainment ausgerichtete Repertoire ab. Einfach ausprobieren!

