Zwei Mal schon war der New Yorker Gitarrist Max Light in der Vergangenheit schon im Neuburger Birdland zu Gast, zwar nie mit einer eigenen Formation, sondern immer nur als kongenialer Sideman von Noah Preminger (2021) oder Christian Sands (2023). Aber er erregte stets Aufsehen dabei. Mit seinen komplexen, geheimnisumwitterten und unendlich faszinierenden Linien erweist sich der Zweitplatzierte des Gitarrenwettbewerbs des Herbie Hancock Institute of Jazz 2019 seit vielen Jahren als ein Meister im Umgang mit kniffligen Taktarten. Das „Guitar Player Magazine“ nannte ihn einen „herausragenden Spieler und gewandten Improvisator mit einer fast schon intellektuellen Wissensgier“, während ihn das Jazzwise Magazine bereits zum „Vorbild für die kommende Generation“ ernannte. Bei seiner Rückkehr nach Neuburg bringt Light den Pianisten Julian Shore, den Bassisten Walter Stinson und dem Drummer Steven Crammer mit. Die vier praktizieren dabei ein Musterbeispiel musikalischer Interaktion, das zwischen geradlinigem Jazz, Post-Bop, Abenteuerlust und präzisem interaktiven Spiel hin- und herpendelt. Max Lights Kantigkeit und die spannungsgeladenen Emotionen lassen seine Musik nie leicht, aber auch kaum unnahbar erscheinen. Wie eine Melange aus dem Besten von Gestern und Heute.
Aktuelles Album:Chaotic Neutral – AGS

