Claus Raible Quintett

14. Mär
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream
Claus Raible Quintett
Claus Raible (p), Brad Leali (as), Steve Fishwick (tp), Xaver Hellmeier (dr), Miloš Čolović (b)
Claus Raible (Dalibor Danilovic)
Claus Raible (Dalibor Danilovic)

Manchmal kommt es einem vor, als sei Claus Raible ein Artefakt aus dem Jazzmuseum, einer, der den Jungen als Letzter zeigen kann, wie man früher das Klavier bearbeitet hat – wohlgemerkt auf allen 88 Tasten – im rastlosen Bebop- oder Hardbop-Puls, ein bisschen mit den Aromen eines Thelonious Monk, Elmo Hope, Herbie Nichols oder Bud Powell angereichert und immer auf der Suche nach Krawall und Harmonie. Wer dies dennoch naserümpfend in die Kategorie „Retro“ einordnet, der hat nichts verstanden. Der 58-jährige Münchner Pianist und Birdland-Dauergast bewegt sich seit Karrierebeginn auf diesem schmalen, glitschigen Grad, ohne sich dabei selbst zu verleugnen. Nach vielen Jahren im Lieblingsformat Trio mit Kontrabassist Milos Colovic und Schlagzeuger Xaver Hellmeier unterwegs, versucht er sich jetzt wieder einmal im Quintett-Sound mit dem Altsaxofonisten Brad Leali und dem Trompeter Steve Fishwick. Schon vom Sound her klingt es wie ein Werk aus der Hexenküche des Traditionslabels „Blue Note“. Mit Logik und Leidenschaft zimmern die fünf an einer Fortschreibung der Geschichte, die mit dem Tod ihrer Tastenhelden jäh endete. Claus Raible bewahrt nicht nur deren Gedenken, er schreibt es fort. Wer es immer noch nicht glaubt, der darf sich gerne jetzt davon überzeugen.

Aktuelles Album:
Fugitive Figures – Allessa/Membran
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