Programm - Januar 2026

Jazzkeller: Für Stehplätze, Thekensitzplätze und Sitzstufen ist keine Reservierung erforderlich.
Der ermäßigte Preis gilt für Clubmitglieder, Schüler und Studenten.

Reservierungen: Sollten Sie eine Reservierung nicht wahrnehmen können, teilen Sie uns das bitte rechtzeitig mit, damit wir die Karten an andere Interessenten weitergeben können. Danke!

Hinweis: Eintrittskarten für alle Jazzveranstaltungen im Audi Forum Ingolstadt können über unsere Website und auf Ticket regional reserviert werden!

09. Jan
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Vocal, Mainstream
Cécile Verny Quartet
Cécile Verny (voc), Bernd Heitzler (b), Andreas Erchinger (p), Lars Binder (dr, perc)
Cécile Verny (F: Chris Klos)
Cécile Verny (F: Chris Klos)

Es könnte wahrscheinlich ewig so weitergehen. Zum inzwischen 19. Mal (!) in Folge obliegt es Cécile Verny und ihrem Quartett, das Jahresprogramm in einem der besten und schönsten Jazzclubs Europas mit einem Doppelkonzert zu eröffnen. Dass dies seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten vortrefflich funktioniert und längst auch den Charakter einer guten Tradition besitzt, gehört zu den zahlreichen Phänomenen des Birdlands, liegt aber auch an der charismatischen Vokalistin selbst. Sie und ihre Combo um Bernd Heitzler, Andreas Erchinger und Lars Binder begeistern die Menschen regelmäßig als symbiotisch verzahnte Einheit. In ihren 2026er-Gastspielen breiten die vier im Keller unter der Hofapotheke wieder einmal den gesamten Fächer ihrer stilistischen Palette aus. Denn keine andere Künstlerin verstand es in der Vergangenheit besser und eindrucksvoller, die rasante Wandlung des Jazz von der einst reinen puristischen Swing-Form hin zu einem offenen, erregenden Sound-Biotop in den Grenzbereichen von Improvisation, Soul, Funk, Folklore sowie anspruchsvollem Pop darzustellen, als die charismatische Sängerin mit den französisch-afrikanischen Wurzeln. Das Wiedersehen und -hören mit einem Weltstar in intimer Wohnzimmeratmosphäre – wie immer rasend schnell ausverkauft!

Aktuelles Album:
Of Moons And Dreams – Jazzhaus/Inakustik

Der Ticketverkauf endet heute um 20:30

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10. Jan
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- |
Cécile Verny Quartet
Cécile Verny (voc), Bernd Heitzler (b), Andreas Erchinger (p), Lars Binder (dr, perc)
Cécile Verny Quartet (F: Bandarchiv)
Cécile Verny Quartet (F: Bandarchiv)

Diese Veranstaltung ist ausgebucht.

Audi Forum Ingolstadt
Jazz im Audi Forum Ingolstadt
15. Jan
Do | 20:00 Uhr | EUR 25,- / 20,- |
Dutch Swing College Band
Keesjan Hoogeboom (tp), Adrie Braat (b), David Lukás (cl), Frits Landsbergen (dr), Bert Boeren (tb), Peter Kanters (bj)
Kartenreservierungen sind außerdem über Ticket-Regional möglich.
Dutch Swing College Band (F: Roy Beusker)
Dutch Swing College Band (F: Roy Beusker)

In ihrem Repertoire gibt es viele Songs, die direkt den Weg Richtung swingende Glücksseligkeit weisen. „Way Down Yonder In New Orleans“ etwa, die Erkennungsmelodie, belegt auch 2026 wieder die Langlebigkeit der Durch Swing College Band. Und weil die muntere niederländische Combo regelmäßig Blutauffrischungen erfährt, gilt sie als älteste noch existierende Jazzband Europas, wahrscheinlich sogar der ganzen Welt. Und auch im Audi Forum Ingolstadt hat sie sich längst als gerne gesehener Dauerbrenner etabliert. Zwar existiert das Sextett schon seit dem 5. Mai 1945, dem Tag der Befreiung der Niederlande von der Nazi-Herrschaft, als es im Keller des Dutch Swing College in Den Haag gegründet wurde. Doch selbstredend hat die Besetzung im Laufe der vergangenen über sieben Jahrzehnte immer wieder Umbesetzungen erlebt. Was blieb, war der unverwechselbare Sound, das Bewahren elementarer, vom Aussterben bedrohter Werte des Jazz. Wohltuend abweichend von der oberflächlichen Showkiste anderer Oldtime-Bands setzen die Vollblutmusiker auch heute auf ihr superbes handwerkliches Können und eine Vielfalt, die weit über die gängige Literatur des Dixieland hinausgeht. Mit einem tiefen Verständnis für Swing und Anklängen an den Bebop huldigt die Dutch Swing College Band ihren Idolen Duke Ellington, Benny Goodman, George Gershwin und Count Basie. Jung gebliebene Dinosaurier, die abermals im Audi Forum Ingolstadt das Jazzjahr 2026 eröffnen. Ein Gewinn für jede Generation.

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16. Jan
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Tango, Modern
Tango Transit – Akrobat
Martin Wagner (acc), Hanns Höhn (b), Andreas Neubauer (dr)
Tango Transit (F: Bandarchiv)
Tango Transit (F: Bandarchiv)

Die Musik von Tango Transit macht neugierig. Mit druckvollen Rhythmen und spannenden Melodien entwickeln drei Musiker ihren eigenen lyrisch-ekstatischen Sound. Der Akkordeonist und Komponist Martin Wagner, der in Paris lebende Schlagzeuger Andreas Neubauer sowie der Bassist Hanns Höhn legen die verschütteten Linien zwischen dem nordamerikanischen Jazz und dem südamerikanischen Tango frei. Aber nicht nur. Radikal emotional transportiert die Band die Grundidee des Tangos ohne Zwang in die Moderne. Dabei entstehen Stimmungen und Bilder von beeindruckender Ausdruckskraft sowie ein bislang kaum wahrgenommener, erregender, heißblütiger Musizierstil. Eine Melange voller Atmosphäre und Intensität, in der sich paritätisch die klassischen Elemente des Jazz mit Beigaben aus der Cajun-Musik Louisianas, Nuancen von der Rohheit des Balkans, Tupfer von französischer Musette sowie ein Hauch orientalischer Klänge treffen, angereichert sogar durch eine House-Bass-Drum oder ein Wah-Wah-Pedal samt Verzerrer beim Akkordeon. Diese Musik pulst, atmet und verbreitet Lust, Erotik, Hautkontakt, Schweiß, Liebe, Melancholie, Swing und ein Bündel völlig losgelöster, grandioser Soli ohne trennende Linien. Nach dem September 2023 kann man dies alles jetzt noch einmal im Birdland erleben.

Aktuelles Album:
Akrobat – JazzʼnʼArts/Inakustik
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17. Jan
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream
Joe Haider Orchestra
Dani Blanc (as, fl), Domenik Landolf (ts, b-cl), Thomi Geiger (ts, ss, alt-cl), Dave Blaser (tp), Daniel Schenker (tp), Bernhard Schoch (tp), Vincent Lachat (tb), Bernhard Bammert (tb), Adrian Weber (b-tb), Joe Haider (p), Lorenz Beyeler (b), Dominic Egli (dr)
Joe Haider (F: Frank Matthey)
Joe Haider (F: Frank Matthey)

So etwas macht in der drangvollen Enge des Hofapothekenkellers eigentlich nur Joe Haider möglich: ein ganzes Orchester mit gleich zwölf Mann aufzubauen und dann noch ein Konzert zu geben. Natürlich muss dafür die erste Tischreihe weggeräumt werden. Aber für den mittlerweile 89-jährigen Tausendsassa an den Tasten drückt Birdland-Chef Manfred Rehm gerne wieder mal ein Auge zu. Keiner kann es mehr zählen, wie oft die in der Schweiz lebende Legende am Piano schon im Birdland aufgetreten ist. Mal kommt er mit intimen Pianotrios, in Quartetten oder Quintetten, als Sideman oder als Bandleader – und jetzt wie schon 1997 mit einem – seinem – opulenten Orchester. Es sind Haiders Spielwiesen, auf denen er sich weidlich austobt und seine nach wie vor treuen Fans daran teilhaben lässt. Und von Jahr zu Jahr gilt der Wahlspruch: Je oller, je doller! Auch in diesem Jahr betreibt der alte Brummbär eine Standortbestimmung auf der Zielgerade seines Lebens und eine Rückschau. Das Repertoire umfasst die gesamte Palette vom launigen Jazzwalzer über virile Hardbop-Wühler bis hin zu feinen Balladen. Das Erstaunliche ist die Energie, mit der Alt und Jung ihren Job verrichten. So verspricht auch Joe Haiders Orchester-Performance ein zeitlos ästhetisches, famos swingendes und bemerkenswert vitales Konzert zu werden. Das wievielte? Hoffentlich gibt es noch eine ganze Menge davon!

Diese Veranstaltung ist ausgebucht.

23. Jan
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream
Jesse Davis Quartet
Jesse Davis (as), Oliver Kent (p), Martin Zenker (b), Mario Gonzi (dr)
Jesse Davis (F: Norbert Paetzold)
Jesse Davis (F: Norbert Paetzold)

Jesse Davis kennt den Neuburger „Birdland“-Jazzclub gut. Bei einer Reihe von atemberaubenden Konzerten stand der 59-jährige amerikanische Altsaxofonist bereits in den Katakomben der Hofapotheke auf der Bühne, zuletzt vor fast genau einem Jahr. Nun macht der Weltklasse-Blower aus New Orleans abermals mit seiner eigenen, hochkarätig besetzten Combo im Hofapothekenkeller Station. Der Protegé des Marsalis-Clans gilt längst als würdiger Nachfolger von stilbildenden Altsaxofonkollegen wie Sonny Stitt, Cannonball Adderley oder Charlie Parker. Letzterem verlieh er sogar in Robert Altmans Kinofilm „Kansas City“ 1996 Gestalt. In seiner Vita finden sich aufsehenerregende Kollaborationen mit Hank Jones, Ron Carter, Mulgrew Miller, Rufus Reid, Lewis Nash und Jacky Terrasson. Davisʼ stilistisches Spektrum reicht vom klassisch reinen Swing bis hinein in die verschlungenen Gefilde des Be- und Hardbop. Dabei wirkt das Kraftpaket nie wie eine Kopie seiner Vorbilder, sondern kredenzt stets jungfräuliche Soli voller Esprit, Herz und Einfallsreichtum. Unterstützt wird er in Neuburg von dem österreichischen Pianisten Oliver Kent, seinem Landsmann Mario Gonzi an den Drums und dem deutschen Bassisten Martin Zenker. All dies garantiert ein erfrischend unnostalgisches Fest des brodelnden Clubjazz.

Aktuelles Album:
Live At Smalls Jazzclub – Cellar Live

Diese Veranstaltung ist ausgebucht.

24. Jan
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern
Marc Copland – Daniel Schläppi Duo
Marc Copland (p), Daniel Schläppi (b)
Art of Piano
Marc Copland, Daniel Schläppi (F: Rainer Ortag)
Marc Copland, Daniel Schläppi (F: Rainer Ortag)

Je kleiner die Besetzung, umso intensiver das Ergebnis: So lautete das Motto der beiden ausgewiesenen Duo-Spezialisten und Improvisatoren bereits im vergangenen Jahr. Der eine kommt aus New Jersey, spielt Piano und hält sich aber einen großen Teil des Jahres für Konzerte in Europa auf, der andere stammt aus dem Umland der schweizerischen Stadt Bern und bedient den Kontrabass. Zwischen Marc Copland und Daniel Schläppi haben sich im Laufe der vergangenen Jahre fest musikalische Bande und ein tiefes Vertrauen in die Fähigkeiten des jeweils anderen entwickelt. Die beiden gelten längst als „Meister der Zwiegespräche“, weil sie die immer seltener gewordene Kunst des Zuhörens beherrschen und auf jede Nuance der Gegenseite achten. Zu Bassisten hat Copland, inzwischen 77 Jahre jung, seit seiner spektakulären Liaison mit dem legendären Tieftöner Gary Peacock sowieso einen besonderen Draht. Die Interaktion der beiden orientiert sich fast seismographisch an Gefühlen und Schwingungen, wirkt stets organisch, locker und so stimmig, als ob man in der Musik tatsächlich falsch von richtig unterscheiden könne – wobei hier durchwegs Letzteres der Fall wäre. Wenn das Zusammenspiel zwischen Marc Copland und Daniel Schläppi richtig Fahrt aufnimmt und zu funkeln beginnt, dann klingt selbst improvisierte Musik nach purer Magie.

Aktuelles Album:
More Essentials – Catwalk
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30. Jan
Fr | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Swing
Swingin‘ Mr. Smith
Axel Schmitt (ts), Thilo Wagner (p), Rudolf Stenzinger (b)
Swingin' Mr. Smith (F: Bandarchiv)
Swingin' Mr. Smith (F: Bandarchiv)

Wer dieser ominöse Mr. Smith ist, wird beim Betrachten der Besetzung schnell klar. Es ist der Tenorsaxofonist Axel Schmitt aus Mainz. „In Your Dreams“ lautet der Titel seines Programms. Frei nach dem Motto: „Die Kunst ist praktisch unsere Rettung“ begibt sich der „Swinginʼ Mr. Smith“ wortwörtlich in harmonische Zustände. So klingt musikalischer Eskapismus im Jahr 2026! Sich wegträumen mit den Ohren, sich freuen, traurig sein, intensiv fühlen: das treibt Schmitt selbst beim Spielen an. Sein Trio besteht aus zwei Generationen: den deutschlandweit bekannten Pianisten Thilo Wagner hat Schmitt bei einem gemeinsamen Konzert mit dem Emil Mangelsdorff-Quartett 2021 kennengelernt und ihn sofort für die Band gewinnen können. Und Rudolf Stenzinger liebt den klassischen Walking Bass über alles. Bewusst ohne Schlagzeug swingen sich die drei durch neue Melodien, ohne die Tradition aus dem Auge zu verlieren. Schmitt, Wagner und Stenzinger entwickeln bei dieser Mischung aus Eigenkompositionen und neu interpretierten Jazz-Standards wie „Put ‚em In A Box (Tie ‚em With A Ribbon)“ einen ganz eigenen Sound. Empathisch lassen sich die drei Musiker aufeinander ein und universelle Empfindungen aufleben, die in die goldene Ära des Swing zurückführen. Ein absolutes Muss für Swingfans!

Aktuelles Album:
In Your Dreams - MusicHub
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31. Jan
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Swing
Kranich Kollektiv
„Tribute To Coco Schumann“
Alexander Kranich (g), Dirk Engelhardt (sax), Max Jalaly (b), Andy Smyrek (dr), Axel Reichard (p)
Coco Schumann Gedächtnisband (F: Bandarchiv)
Coco Schumann Gedächtnisband (F: Bandarchiv)

Sie nannten ihn den Ghetto-Swinger. Er saß an der Todesrampe von Auschwitz, weil es die SS-Schergen so wollen; ein junger Gitarrist der „La Paloma“ spielte. Coco Schumann konnte diese Szene nie wieder aus seinem Gedächtnis tilgen, sie war immer präsent, zu jeder Tages- und Nachtzeit, in guten wie in schlechten Tagen, bei jedem Akkord. Er sah bis zuletzt die Augen der Kinder, die in den Gaskammern verschwanden. Dazu der Song von der weißen Taube. Unterhaltungsmusik als Untermalung für den Holocaust. Wie muss sich jemand fühlen, der den Soundtrack für den gewaltsamen Tod unzähliger Menschen lieferte? Kann man mit dieser Bürde weiterleben? Schumann konnte. Oder besser gesagt: er musste. Um der Nachwelt seine Geschichte zu erzählen. Im Januar 2018 ist der Gitarrist in Berlin gestorben, aber sein Erbe lebt in Person des jungen Gitarristen Alexander Kranich weiter. Er hatte Coco in Hamburg kennengelernt, nach seinem Tod viele seiner Kompositionen transkribiert und neu arrangiert. Mithilfe des Pianisten Axel Reichard verfeinerte er die Stücke des Freundes und Vorbildes und entwickelte ganz allmählich den Ruf eines ausgewiesenen Spezialisten für die Werke Schumanns. „Die Musik hat mir das Leben gerettet“, sagte Coco Schumann in seinen späten Jahren. Nun soll sie das Leben der Menschen bereichern.

Aktuelles Album:
Tribute To Coco Schumann – Personality Records
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