Die krampfhaft konstruierten Bezüge zu einer gewissen Diana Krall lächelt sie stets souverän weg. Klar beherrscht die 38-jährige Australierin ebenso wie ihr Vorbild die betörende Kombination, sowohl singen wie auch Klavier spielen zu können. Außerdem ist sie blond. Aber die Leute sollten mitnichten den Fehler begehen, sie deswegen gleich mit Krall zu vergleichen. Denn Sarah McKenzie schreibt ihre ganz eigene Geschichte. Diese verfügt über Kapitel, die in Brasilien, Japan, Korea und den USA sowie auf allen bekannten Festivals spielen. Die in Melbourne geborene Musikerin lebt in London lebt und hat sich im vergangenen Jahrzehnt in die absolute Weltspritze des gesungenen Mainstreamjazz katapultiert. Sie verleiht Standards mit ihrem traumhaften Timbre ebenso eine eigene, frische Note, wie brasilianischen Bossa Nova-Songs oder entrückten Balladen, ganz zu schweigen von ihren eigenen Stücken. Dass Sarah McKenzie bei ihrem Birdland-Debüt von solch grandiosen Musikern wie Ulf Wakenius, dem letzten Gitarristen Oscar Petersons, Pierre Boussaguet (Bassist von Monty Alexander, Joe Pass und – Diana Krall) sowie Drummer Sebastiaan de Krom (Jamie Cullum) begleitet wird, erhöht den Genussfaktor um ein Vielfaches. Denn diesmal gibt es eine Überdosis Swing, und das völlig legal.
Aktuelles Album:Without You – Normandy Lane
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