Ron Carter Quartet

21. Sep
Di | 20:30 Uhr | EUR 25,- / 20,- | Mainstream
Ron Carter Quartet
Ron Carter (b), Donald Vega (p), Jimmy Greene (ts, ss), Payton Crossley (dr)
Sondergastspiel
Ron Carter (F: Frank Matthey)
Ron Carter (F: Frank Matthey)

Behutsam vibrieren die Saiten. Punktgenauer Ton, bedingungslos klar. Und leise. Die längsten Finger des Jazz tanzen scheinbar schwerelos auf dem Holzsteg entlang; sehnig, filigran und elegant. So wie Ron Carter klingt kein anderer. Sein Kontrabass fabriziert häufig einen knackigen Groove wie ein E-Bass, und doch ist es immer klar definierbar der Sound eines klassischen Instruments. Dann schwillt das Geräusch unter seinen Skorpion ähnlichen Händen unwiderstehlich an. Payton Crossley streichelt dazu dezent die Becken, und Jimmy Greene, der „Neue“ am Tenorsaxofon, sowie Pianist Donald Vega schieben den Chorus auf die fein gehäkelte Rhythmusdecke. „Bei uns weiß niemand, was wann genau passiert“, preist Carter die Qualitäten seines Quartets. „Gerade deshalb ist jedes Konzert eine echte Herausforderung.“ Carter selbst sieht sich dabei als Monitor für die kreativen Energien, als sanfter, unscheinbarer Navigator, dessen Puls die Richtung vorgibt, der aber niemals die Fantasie, die Wucht des Momentums durch einen Ego-Anfall zerstören würde. Es knistert unaufhörlich, ohne jemals dabei zu explodieren. Mal regungslos staunend, mal voller Enthusiasmus darf jedes Publikum diese magischen Live-Momente in vollen Zügen genießen. Auf jeden Fall ein Grund, auch am Dienstag einmal ins „Birdland“ zu gehen.

Aktuelles Album:
Stockholm. Vol. 2 – In+Out IOR CD77140-2/Edel


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