Maciej Obara Quartet

07. Mai
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Modern
Maciej Obara Quartet
Maciej Obara (sax), Dominik Wania (p), Ole Morten Vaagan (b), Gard Nilssen (dr)
Maciej Obara Quartet (F: Urszula Tarasiewicz)
Maciej Obara Quartet (F: Urszula Tarasiewicz)

Musik der Nachtschweife, Klänge als fallende Schatten, spielendes, schimmerndes Licht, tröstende Ungewissheit. Der polnische Altsaxofonist Maciej Obara und seine Mitzauberer – der Pianist Dominik Wania, Bassist Ole Morten Vågan und Schlagzeuger Gard Nilssen – wandeln auf den Kämmen der Nacht, schreiten durch Schichten des Dunkel, fangen flirrende Pulse aus dem Nichts, ergehen sich tapsend im Somnambulen, landen auf mondbeschienenen Lichtungen und tanzen mit den Hexen auf der Ohrenweide. Das preisgekrönte polnisch-norwegische Quartett ist in den zurückliegenden zehn Jahren über viel Spielpraxis zu einer bestechenden Verdichtung von glühend lyrischer Klangqualität im Wechselspiel mit raueren Temperamentlagen gelangt; in einem Klangbild voll sublimer innerer Spannung, offenen Ausbruchstellen und schwelender wie auch flammender Ränder. Wo liegen die Ursprünge dieser unvergleichlichen Musik, dieses Gänsehaut-Tons des 39-Jährigen? Natürlich von seinem großen Landsmann Tomasz Stanko, in dessen Band Obara sein ästhetisches Rüstzeug erhielt, aber auch von seiner Geduld, einfach auf den richtigen Moment warten zu können. Dieser scheint jetzt tatsächlich gekommen. Das Konzert verspricht einen Hörgenuss, nicht bloß für mitternächtliche Stunden.

Aktuelles Album:
Three Crowns – ECM/Universal

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