Harold Mabern Quartet

02. Dez
Sa | 20:30 Uhr | EUR 20,- / 15,- | Mainstream
Harold Mabern Quartet
Harold Mabern (p), Eric Alexander (ts), Daryl Hall (b), Bernd Reiter (dr)
Harold Mabern
Harold Mabern

Es wird immer schwieriger, die Gründerväter des Jazz, jene stilbildenden Ikonen, die maßgeblich an der Ausformung dieser Stilistik mitarbeiteten, leibhaftig auf einer Bühne zu erleben. Die meisten von ihnen spielen entweder schon im Himmel oder dümpeln als Opfer des gnadenlosen Zeitgeistes am Rande der öffentlichen Wahrnehmung dahin. Umso bedeutender wird unter solchen Gesichtspunkten das Gastspiel einer Legende wie Harold Mabern. Er selbst nennt sich bescheiden einen „Bluespianisten, der Jazz versteht“. Als Autodidakt verbindet der in Memphis geborene 81-Jährige allerdings auf schlicht geniale Weise die erdigen Töne mit großer Improvisationskunst. Seinen unverwechselbaren Sound integrierten Stars wie Lee Morgan, Sonny Rollins, Hank Mobley, Freddie Hubbard und Miles Davis in ihre Musik. „Eigentlich wollte ich nie ein Leader sein, sondern immer der beste Sideman aller Zeiten“, erklärte Mabern. Gottlob lässt sich der einzigartige Pianist hin und wieder doch auf das Vergnügen einer eigenen Formation ein, diesmal mit jüngeren Partnern wie dem Ausnahmesaxofonisten Eric Alexander, Daryl Hall am Bass und dem Österreicher Bernd Reiter an den Drums. Dabei gelingt es Harold Mabern auf wundersame Weise, einen weiten Bogen von der Tradition bis zum modalen Jazz zu spannen. Absolut empfehlenswert!

Aktuelles Album:
To Love And Be Loved – Smoke Session Records SSR-1706


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