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Programm - Februar 2012 |
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JAZZ IM AUDI FORUM | NEWSLETTER BESTELLEN/ABMELDEN | PROGRAMM-PDF |
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| Für Stehplätze ist keine Reservierung erforderlich! Siehe Kellerplan. | |
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Texte dürfen - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung
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Freitag, 3. Februar 2012, 20.30 Uhr EUR 15.- / 10.- |
Gianluca Petrella Tubo Libre Gianluca Petrella (tb, samples, synth, b), Mauro Ottolini (sousaphone, b-tp, elect), Gabrio Baldacci (g), Cristiano Calcagnile (dr, perc) |
![]() Gianluca Petrella |
Erst jüngst auf „Tribe“, der
aktuellen CD seines väterlichen
Mentors und Landsmannes Enrico
Rava, setzte Gianluca Petrella
wieder ein markantes
Ausrufezeichen und bewies, dass
er zu den augenblicklich besten
Posaunisten Europas zählt. Aber
was heißt schon „Europa“? Selbst
das renommierte amerikanische
Down Beat-Magazin wählte den
36-jährigen, international
orientierten Musiker wiederholt
zum „Rising Star“ in der
Kategorie Posaune. In der Tat
verströmt Petrella die Aura
eines Innovators, ohne die
traditionellen Werte außer Acht
zu lassen. Schon 1994, mit
gerade mal 19 Jahren, schloss
der Wunderknabe sein
Musikstudium in Bari mit
Bestnoten ab. Bereits im selben
Jahr ging er mit dem
Altsaxofonisten Greg Osby ins
Studio. Nicht die einzigen
großen Namen, die Petrella um
Unterstützung baten. Auch Steve
Coleman, Carla Bley, Anouar
Brahem, Pat Metheny oder Paolo
Fresu ließen sich durch seinen
unvergleichlichen Ton und sein
breites Spektrum bereichern, bei
dem er auch Produktionen auf
Ninja Tunes veröffentlichte oder
mit Experimental-Ikone Matmos
auftrat. In seiner aktuellen
Band Tubo Libre spannt Gianluca
Petrella eine breite Brücke vom
akustischen Jazz zu
elektronischen Exkursen. Einer
der wichtigsten Architekten des
Jazz im 21. Jahrhundert lässt
uns an seinem erregenden Werk
teilhaben. |
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Samstag, 4. Februar 2012, 20.30 Uhr EUR 20.- / 15.- |
Jazzahead Picante |
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Wenn es in der österreichischen
Jazzszene einen echten Europäer
gibt, dann kann dies nur der
Ur-Wiener Heinz von Hermann
sein. Jahrelang lebte er in
Deutschland, Spanien sowie der
Schweiz und spielte mit
prominenten Zeitgenossen
diesseits sowie jenseits des
Atlantiks. Zu seinem
75.Geburtstag im vergangenen
Jahr schenkte Hermann sich und
dem Publikum eine neue Band mit
neuen Musikern und neuem
Konzept, das sich an sein
früheres Jazzahead-Quintett
anlehnt. „One More Once“: Der
Titelsong der gleichnamigen CD
von Michel Camilo passt deshalb
auch als Motto für die „Picante“-Version
des Ensembles mit dem inzwischen
in Wien lebenden Münchner
Posaunisten Johannes Herrlich,
dem Pianisten Markus Gaudriot,
dem Bassisten Uwe Urbanowski,
dem Drummer Walter Grassmann
sowie der Perkussionistin Iris
Camaa. Vor allem letzteres
Instrument sowie der zweite Teil
des Bandnamens geben Aufschluss
über die stilistische Richtung,
in welche das muntere Sextett
brettert: hinein in die
mitreißende Welt des Latinjazz.
Das Repertoire umfasst neben
einem „Best of“ aus Heinz von
Hermanns langer Karriere einige
neue Titel sowie Arrangements
von Stücken von Horace Silver,
Stanley Turrentine, Clare
Fisher, Tito Puente oder den
Jazz Crusaders. Die ideale
Rezeptur, um Herz und Körper zu
erwärmen und swingend
überwintern zu können. |
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Samstag, 11. Februar 2012, 20.30 Uhr EUR 20.- / 15.- |
Olaf Polziehn Trio & Jesse Davis Olaf Polziehn (p), Jesse Davis (as), Ingmar Heller (dr), Dennis Frehse (dr) |
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Nur
ganz wenige Pianisten können Olaf
Polziehn das Wasser reichen, wenn es
darum geht, mit den großen
Klassikern des Swing richtig
umzugehen. Polziehn interpretiert
sie, ohne die ursprüngliche
Genialität der Kompositionen zu
zerstören. So gerät jedes Konzert
des 41-jährigen, in Ludwigsburg
geborenen Tastenvirtuosen, zu einer
Reise durch die zeitlose
Melodienlandschaft des 20.
Jahrhunderts. Mit leichter Hand und
hohem pianistischen Können, das
mitunter an Oscar Peterson erinnert,
taucht Polziehn jeden Evergreen in
ein neues Licht. In intensiven
Zwiegesprächen mit dem geschmackvoll
präsenten Bassisten Ingmar Heller
sowie dem punktgenau akzentuierenden
Drummer Dennis Frehse verziert und
verfremdet er sie kurzerhand und
gestattet den Zuhörern erst am
Schluss den erlösenden Aha-Effekt,
wenn sich endlich die bekannte
Melodie herausschält. Als
zusätzlichen Komplizen weiß Polziehn
zum zweiten Mal nach 2009 in Neuburg
mit Jesse Davis einen absoluten
Weltklasse-Altsaxofonisten an seiner
Seite. Der aus New Orleans stammende
Protegé des Marsalis-Clans gilt
längst als würdiger Nachfolger von
stilbildenden Instrumentalkollegen
wie Sonny Stitt, Cannonball Adderley
oder Charlie Parker. Letzterem
verlieh er sogar in Robert Altmans
Kinofilm „Kansas City“ 1996 Gestalt.
Mehr Authentizität geht also
wirklich nicht. |
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Jazz im Audi Forum Ingolstadt: Donnerstag, 16. Februar 2012, 20.00 Uhr EUR 20.- /15.- |
The Cookers Billy Harper (ts), Craig Handy (as), Eddie Henderson (tp), David Weiss (tp), George Cables (p), Cecil McBee (b), Billy Hart (dr) |
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Im Hardbop der 1960er Jahre war
beinahe jeder auf irgendeine
Weise ein Cooker. Lee Morgan und
Freddie Hubbard zogen sogar für
eine denkwürdige Platte die
Kochmütze auf. Kein Album
spiegelt den unverwechselbaren
Reiz des Hardbop, diese
feurig-elektrisierende Mischung
aus intensivem Swing,
pechschwarzem Soul, erdigem
Blues und elegischem Gospel
besser wider, als das legendäre
Blue Note-Meisterwerk „The Night
Of The Cookers“ von 1965, auf
dem die beiden Meistertrompeter
im Brooklyner Club „La Marchal“
für ein Jahrhundertduell die
Klingen kreuzten. Exakt an diese
Intensität und Magie knüpft die
Allstarband The Cookers fast 50
Jahre später an. Zwischen den
originalen Cookers mit dem
Tandem Morgan/Hubbard und jenen
musikkulinarischen Chefs des 21.
Jahrhunderts laufen gleich
mehrere rote Fäden. Die
aktuellen Köche Eddie Henderson,
George Cables, Billy Harper,
Cecil McBee, Billy Hart, Craig
Handy und David Weiss lernten
ihr Handwerk allesamt bei
Legenden wie Miles Davis, Sonny
Rollins, Max Roach, Art Blakey,
Horace Silver, Jackie McLean,
Herbie Hancock, Wayne Shorter,
Dizzy Gillespie oder Roy Haynes,
die wiederum zur großen Blue
Note-Familie gehörten.
Inzwischen steht auch neben den
Namen ihrer Erben das Prädikat
„legendär“. Wer also auf das
Original steht, für den bereiten
die Cookers gerne ein
grandioses, rattenscharfes,
groovendes Menü zu. Wohl
bekomm’s! |
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Freitag, 17. Februar 2012, 20.30 Uhr EUR 15.- / 10.- |
Simon Seidl Trio Art Of Piano 135 Simon Seidl (p), Robert Landfermann (b), Fabian Arends (dr) |
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Den
ungeschrieben „Birdland“-Gesetzen
folgend müsste dieses Konzert
eigentlich unter dem Signum „Jazz
aus der Region“ laufen. Denn
immerhin stammt der Namensgeber der
Combo aus dem nahen Ingolstadt. Doch
Simon Seidl gehört längst zu den
hoffnungsvollsten Piano-Sternen
Deutschlands, weshalb sein Trio mit
dem nationalen Bass-Shootingstar
Robert Landfermann und Drummer
Fabian Arends auch völlig zurecht
als Nummer 135 die illustre Reihe
„Art Of Piano“ neben Namen wie Brad
Mehldau, Diana Krall, Dave Brubeck,
Esbjörn Svensson, Ahmad Jamal, Kenny
Barron, Martial Solal, Mal Waldron,
Paul Bley oder Jason Moran
fortsetzt. In der Tat blickt der
23-Jährige bereits auf eine rasante
Karriere zurück. Am Ingolstädter
Reuchlin-Gymnasium von seinem
Musiklehrer Robert Aichner mit dem
Jazzvirus infiziert, sorgte er schon
2004 als Preisträger bei „Jugend
jazzt“ in der Solo- und in der
Ensemble-Wertung für Aufsehen. Drei
Jahre später gab es erneut Lorbeeren
im gleichen Wettbewerb, diesmal mit
der Formation „Blindflug“, 2008
folgten der Jazzförderpreis der
Stadt Ingolstadt sowie die Aufnahme
am Richard Strauss Konservatorium in
München. Im Anschluss daran nahm
Simon Seidl ein Studium an der
Musikhochschule Köln bei Hubert Nuss
auf, gründete die Band „4sinn“ und
sorgte in der Begleitgruppe der
grandiosen Sängerin Fjoralba Turku
für Gesprächsstoff. Nun also
präsentiert sich der Hoffnungsträger
in einem der besten Clubs Europas,
noch dazu in seiner unmittelbaren
Heimat, in der Königsdisziplin
schlechthin. Ein Wiedersehen und
eine Neuentdeckung zugleich: Aus dem
Ausnahmetalent von einst ist ein
gestandener Musiker mit einem
markanten Profil geworden. Einer,
der in Zukunft noch für Furore
sorgen wird. Garantiert! |
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Samstag, 18. Februar 2012, 20.30 Uhr EUR 10.- / 7.50 |
Birdland Jazz Band Charlie Gutsche (cl, fl, as), Leon Stromski (tb, as), Georg Kremietz (tp), Eduard Israelov (p), Wigg Eder (dr), Manfred „General“ Hartlieb (b), Christian Hackner (bj, voc) |
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Faschingszeit ist Jazzzeit. Zeit
für die populärste Formation des
Dixieland, Swing, Bebop und
Mainstream zwischen Nürnberg und
München, die Birdland Jazz Band.
Schon traditionell sorgt das
muntere Oktett am
Faschingssamstag in den
Katakomben der Hofapotheke für
die passende Stimmung und
garantiert einmal mehr diese
unverwechselbare, herrlich
entspannte, leichte Atmosphäre.
Die Mannen um die Ur-Mitglieder
Leon Stromski und Wigg Eder
sowie Charlie Gutsche, Georg
Kremnietz, Eduard Israelov,
Manfred „General“ Hartlieb und
Chistian Hackner kehren immer
wieder gerne zu ihrer „Birdland“-Keimzelle
zurück, die bei ihren
Gastspielen regelmäßig aus allen
Nähten platzt. 1985 als Hausband
des gerade wiederbelebten
Jazzclubs gegründet, hat die
Combo inzwischen zahlreiche
Stürme und Umbesetzungen ohne
Substanzverlust überstanden. Der
Sound des Ensembles
transportiert nach wie vor jene
unbeschwerte Fröhlichkeit des
traditionellen Jazz, der den
„Dauerbrenner“ in den Rang eines
der wichtigsten musikalischen
Botschafter der Region erhoben
hat. Und sie brennen wirklich
noch lichterloh bei jedem
einzelnen Konzert, selbst im 27.
Jahr ihres Bestehens. Jeder
sollte sich selbst davon
überzeugen. Und dabei wird er
unter Garantie das perfekte Wort
für dieses Phänomen finden:
Einfach nur Kult! |
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Freitag, 24. Februar 2012, 20.30 Uhr EUR 15.- / 10.- |
Howard Alden - Helmut Nieberle Howard Alden (g), Helmut Nieberle (g) |
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Mut zum Duo: Was Gitarristen
meist scheuen wie der Teufel das
Weihwasser, das scheint für
Howard Alden und Helmut Nieberle
zur Selbstverständlichkeit zu
geraten. In der Tat müssen beide
niemandem mehr etwas beweisen,
vor allem nicht ihren treuen
Fans im „Birdland“. Dort besitzt
Nieberle seit Jahrzehnten den
Status eines „lebenden
Inventars“. Seine aktuelle
Kollaboration mit Howard Alden
jedoch zählt unumstrittenen zu
den Highlights, nicht nur in „Niebs“
bewegter Karriere, sondern auch
in der Historie des Neuburger
Jazzclubs. Obwohl aus
unterschiedlichen Kulturkreisen
stammend, weisen der
Saitenmagier aus Regensburg und
die Gitarrenlegende aus
Manhattan gleich eine Reihe von
Gemeinsamkeiten auf. Da wäre zum
einen die glühende Liebe zur
Siebensaitigen, aber auch zu den
Preziosen der Swingära, die
beide als „Brüder im Geiste“
entlarven. Der 53-jährige
Amerikaner zählt zur Garde der
„Great Guitars“, gewann durch
sein virtuoses, harmonisch
ausgefeiltes Spiel vier Mal den
Downbeat Critics Poll und
spielte unter anderem den
Soundtrack zu Woody Allens Film
„Sweet And Lowdown“ ein. Die
Kollaboration von Alden und
Nieberle hat nach Meinung von
„Gitarren-Papst“ Alexander
Schmitz „das Zeug für eine
kleine, große Sensation
beiderseits des Atlantik“. Also
ein absoluter Pflichttermin,
nicht nur für Afficionados der
Jazzgitarre. |
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Samstag, 25. Februar 2012, 20.30 Uhr EUR 20.- / 15.- |
Luis Perdomo Trio Art Of Piano 136 Luis Perdomo (p), Hans Glawischnig (b), Jonathan Blake (dr) |
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„Birdland“-Stammgäste kennen
Luis Perdomo vor allem als
funkensprühenden Pianisten in
der Band von Ravi Coltrane. Ein
Vulkan an den schwarzweißen
Tasten, der neben den Einflüssen
seiner Heimat Venezuela auch das
Erbe großer Vorbilder wie Bud
Powell, Oscar Peterson sowie
McCoy Tyner pflegt und dabei
ständig nach neuen, bislang
ungespielten Strukturen sucht.
Nun zeigt sich Perdomo, einer
der begehrtesten Sidemen des
Business (Miguel Zenón, Alice
Coltrane, Jerry Gonzalez, John
Patitucci, Brian Lynch, David
Sanchez, Ray Barretto, Dave
Valentin, Jane Bunnett),
erstmals mit eigenem Trio. An
seiner Seite: sein
österreichischer
Langzeit-Partner Hans
Glawischnig am Bass sowie
Jonathan Blake an den Drums. Mit
41 Jahren verfügt der ebenso
klug wie leidenschaftlich
konstruierende Elfenbeiner
längst über genügend Erfahrung,
um seinen musikalischen Visionen
Gestalt zu verleihen. Diese
formen sich selbstredend aus den
Ingredienzien des Latinjazz,
nutzen aber auch die
hochkreative Atmosphäre von
Downtown Manhattan, wo Perdomo
an der School Of Music sowohl am
Jazz- wie auch am klassischen
Piano das nötige Rüstzeug
erhielt und seit vielen Jahren
lebt. Wer den unmittelbaren
Moment erleben will, in dem
Musik entsteht und ihre volle
Farbenpracht entfaltet, der darf
dieses hinreißende Trio auf
keinen Fall versäumen. |
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Das gibt es diesen Monat zu sehen und zu hören... |
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